Wahlprogramm

Grüne Kommunalpolitik hat viele Gesichter. Im Mittelpunkt stehen:

  • Nachhaltigkeit
  • Regionalität
  • Verkehrsentlastung der Städte
  • Innovatives Handeln vor allem im wirtschaftlichen Bereich
  • Wertschätzung und
  • Gleichbehandlung aller Bürger
  • Ökologisches Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens.

Trostberg braucht eine zukunftsweisende Politik, die sich am Menschen orientiert.

Deshalb engagieren wir uns für:

Bürgernähe
Wir Trostberger Grüne sehen uns als Partner der Bürger und wollen diese, wo immer möglich in die Entscheidungsprozesse der Stadt mit einbinden. Wir werden die Bevölkerung über anstehende Themen rechtzeitig informieren und die Entscheidungen transparent machen und somit entschlossen dafür sorgen, dass die Meinung der Bevölkerung nicht mehr so skandalös missachtet werden kann, wie dies etwa durch den unreflektiert -einstimmigen Stadtratsbeschluss zum EBS -Kraftwerk passieren konnte.
Das Abstimmungsverhalten der einzelnen Stadträte muss transparenter, d.h. klar kommuniziert werden.
Anregungen durch Bürger sind eine Bereicherung und sollen aufgegriffen, diskutiert und umgesetzt werden. Deshalb setzen wir uns für eine Bürgerzeitung ein, die über bevorstehende Entscheidungen informiert und somit verbesserten Einblick in die Arbeit des Stadtrats gewährt.
Grüne Stadträte werden für Fragen zur Verfügung stehen, Anregungen aufnehmen und sich als Sprachrohr der Menschen verstehen.

Stadtentwicklung
Wir wollen die Trostberger Stadtentwicklung wieder ziel- und zukunftsorientiert wie auch nachhaltig gestalten. Die Altstadt muss neu belebt werden, d.h. bestehende mittelständische Betriebe sollen, wo immer es möglich ist, gefördert werden.
Unser Ziel ist es, eine Struktur und ein Klima zu schaffen, das Trostberg für innovative Unternehmen attraktiv macht. Trostberg darf nicht hinter anderen Standorten zurückbleiben.
Die Grünen stehen für Regionalität und Auftragsvergaben an Unternehmen aus der näheren Umgebung, um Kaufkraft und Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern.
Wir setzen uns für den „Chiemgauer“ ein um regionale Kreisläufe ins Bewusstsein zu rücken.
Die ehemaligen Tennisplätze an der Jahnstraße - als Erholungsplatz für ALLE - dürfen
keinesfalls Parkplätzen zum Opfer fallen. Hier kann eine Oase der Ruhe und des Zusammenseins von Jung und Alt entstehen.
Wir werden den Agenda 21-Gedanken wieder aufgreifen bzw. weiterführen. Dieser steht für wertvolle zukunftsorientierte Ideen.

Kommunale Zukunftssicherung
Die Stadt muss für ihre Angestellten ein fairer Arbeitgeber sein. Wir sind gegen Privatisierungen im Bereich der kommunalen Versorgung, z.B. bei den Stadtwerken. Vielmehr muss Trostberg weitgehend unabhängig bleiben.
Angesichts der steigenden Energiepreise sind weitsichtige Entscheidungen notwendig. So ist eine Umstellung auf regenerative Energien unbedingt zu fördern (z.B. Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, Windenergie an exponierten Stellen, Förderung von Bürgersolaranlagen; auch die Geothermie, inclusive eines Fernwärmenetzes muss vorangetrieben werden.) Wenn wir entschlossen in diese Richtung gehen, erfüllen wir Vorbildfunktion über die Grenzen Bayerns hinaus und können den damit verbundenen Prestigegewinn für Trostberg nutzen.

Trostberger Kreiseinrichtungen (z.B. Altenheim, Krankenhaus) verdienen mehr
Aufmerksamkeit, weshalb verstärkt Lobbyarbeit im Kreisrat geleistet werden muss.

Ein grüner Bürgermeister wird hier ein deutliches Engagement zeigen.

Industriestandort
Dem Ortsverband der Grünen ist bewusst, dass Trostberg ein Industriestandort ist und dies auch bleiben soll. Die Lebensqualität darf jedoch nicht den Interessen der Industrie untergeordnet werden. Die Gesundheit der Menschen muss oberste Priorität haben, weshalb der örtlich erreichte Umweltstandard gesichert und weiter verbessert werden muss.
Wir Grünen lehnen das EBS-Kraftwerk ab, da dieses „Müllkraftwerk“ eine weitere Belastung für die in Trostberg ohnehin bereits stark mit Feinstaub und anderen Schadstoffen angereicherte Luft darstellt. Sollte sich dennoch die Realisierung nicht verhindern lassen, werden sich grüne Stadträte für Folgendes einsetzen: beste Filtertechnik, Anlieferung des Mülls mit der Bahn, umfassende Information über Herkunft und Zusammensetzung des Mülls, sowie genaueste Einhaltung bzw. deutliche Unterschreitung der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte, durch regelmäßige Kontrollen – was technisch ohne weiteres möglich ist.

Verkehrskonzept
Die Gesamtverkehrslage Trostbergs ist gegenwärtig unbefriedigend.
Fuß- und Radwege, sowie verkehrsberuhigte Zonen müssen, auch aus Sicherheitsgründen, bei zukünftigen Baumaßnahmen stärker berücksichtigt werden.
Wir fordern eine bessere regionale und überregionale Vernetzung Trostbergs im ÖPNV (Öffentlichen Personen Nahverkehr) und werden uns darüber hinaus für einen Ausbau innerstädtischer Verkehrsmittel einsetzen. Hier sind kreative Lösungen gefragt, z.B. öffentliches Ruftaxi zum Krankenhaus.
Die Grünen sind keine „Straßenverhinderungspartei“, vielmehr werden wir Vor- und Nachteile einer Umgehungsstraße nochmals ins Gespräch bringen und genau abwägen.

Familien- und Sozialpolitik
Erziehende Mütter und Väter haben auf besondere Weise die Verantwortung für unsere Zukunft übernommen. Wir wollen sie bei dieser Aufgabe in jeder, einer Kommune zur Verfügung stehenden Weise begleiten und unterstützen (bspw. durch Elternbriefe, die Orientierung und Hilfe bei Erziehungsfragen bieten). Für uns ist es wichtig, in unserer Gemeinde Raum zu schaffen für Junge Menschen; Räume, in denen sie ihre Fähigkeiten erproben und in ein verantwortungsvolles Miteinander hineinwachsen können.
Ein gelungenes Miteinander der Trostberger Bürger, erfordert ein differenziertes, sensibles Wahrnehmen der Lebenssituation und der Bedürfnisse des Einzelnen. Wir schätzen die hier bereits von örtlichen Vereinen und Gruppierungen zum Teil ehrenamtlich geleistete Arbeit sehr und sind offen für neue kreative Wege.

Bildung und Kultur
Trostberg muss als Schul- und Bildungszentrum erhalten bleiben und wenn möglich ausgebaut werden. Das deutsche Schulsystem verletzt mit seinen unterschiedlichen Schulformen und durch einen zu frühen Abschluss der Grundschule nach allen vorliegenden Studien Grundprinzipien der Bildungsgerechtigkeit. Wir werden uns auf Landessebene und vor Ort für die im bestehenden System benachteiligten Hauptschüler einsetzen.
Vielfältige Angebote z.B. der Volkshochschule und der Musikschule genießen ein hohes Ansehen und erfreuen sich großer Nachfrage. Wir Grüne stehen zu den Trostberger Bildungseinrichtungen und werden diese, wo immer wir können, unterstützen und uns mit deren Problemen auseinandersetzen. Einrichtungen, wie z.B. die bestehende Pfarrbibliothek sind zu fördern, bzw. zu erweitern.

Das kulturelle Angebot Trostbergs ist bereits reichhaltig, kann aber noch ausgebaut werden; so haben wir mit der „GrünKultur“ bereits ein neues Kulturangebot initiiert.
Mit dem bestehenden Altstadtensemble, dem Museum und dem Rosengarten, verfügt Trostbergs Zentrum bereits über Werte, die bereichern und unsere Stadt zu einem attraktiven Anziehungspunkt in der Region werden lassen. Eine Belebung des alten Schlosses Schedling liegt uns dabei besonders am Herzen.

Die Grünen sind die Kraft der ökologischen Erneuerung und einer bürgerfreundlichen
und bürgernahen Politik.

Deshalb gibt es am 2.März 2008 nur eine Wahl:

Liste               Bündnis90/Die Grünen

Bernd Paetzelt mit seiner Mannschaft