Absurde Verschärfung des Integrationsgesetzes

Afghanischer Azubi soll abgeschoben werden

Seit Wochen bangen die Afghanischen Flüchtlinge, nun trudelt sie ein, die Entscheidung, die über ihr Schicksal entscheidet!
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schreibt: „Der Antragsteller wir aufgefordert, die Bundesrepublik Deutschland innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe dieser Entscheidung zu verlassen. Sollte der Antragsteller die Ausreisefrist nicht einhalten, wird er nach Afghanistan abgeschoben.“ Dazu werden die Asylsuchenden dann übrigens vorwiegend nachts von der Polizei wie Schwerverbrecher aus dem Bett geholt.

Nun hat diese bittere Realität auch Trostberg erreicht: Ein junger Mann, der inzwischen perfekt deutsch spricht, sich an unsere Rechtsordnung hält und noch dazu eine Ausbildung begonnen hat, soll unser Land binnen Wochenfrist verlassen. Sowohl von seinem Betrieb als auch von der Berufsschule wird der fleißige junge Mann nur gelobt. Er arbeitet, zahlt Steuern und erlernt einen Beruf, in dem es an Nachwuchskräften fehlt.

Wir ehrenamtlichen Helfer sind nicht bereit, diese unsinnigen Gesetze und die absurden bayrischen Verschärfungen im Integrationsgesetz mitzutragen. Gelebte Integration wird ignoriert,  also auch das Engagement der Ehrenamtlichen. So bleibt uns und dem jungen Mann nur der Klageweg, damit er hier die Ausbildung beenden kann, um später in ein bis dorthin hoffentlich befriedetes Afghanistan zurückkehren zu können und um dort seine hier erworbenen Fähigkeiten zum Aufbau des Landes einzubringen.

Um vordergründige Handlungskompetenz zu demonstrieren, wirft die Regierung ihre humanitären Grundsätze über Bord, denn auch bezüglich der Ausbildungsduldung wird nur noch zynische Politik betrieben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint der Deal zwischen Afghanistan und der Bundesrepublik Deutschland verfassungswidrig und entbehrt jeder Form von Menschlichkeit! Wer von uns wollte schon ohne kugelsicherer Weste in dieses angeblich sichere Land ohne Sorge um Leib und Leben reisen? Marianne Penn

(19. Dezember 2016)