BN-Kreisvorsitzende Beate Rutkowski, unsere Landtagsabgeordnete Gisela Sengl und Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel eröffneten die Ausstellung von Bündnis 90/Die Grünen im Kunstraum Klosterkirche.

Alternativen zum Klima-Killer Kohle

Ausstellung der Grünen besonders bei Schulklassen ein Erfolg

Eine Ausstellung der Grünen zu Ursachen und Folgen des Klimawandels war im Kunstraum der Klosterkirche Traunstein zu sehen. Eröffnet wurde sie von OB Christian Kegel, BN-Kreisvorsitzenden Beate Rutkowski und unserer Landtagsabgeordneten Gisela Sengl. 

Vor dem Hintergrund des Weltklimagipfels in Paris wurde über die verheerenden Auswirkungen von Kohleabbau und Kohlehandel am Beispiel von Südafrika und Deutschland informiert. Dem gegenüber gestellt wurden klimafreundliche Alternativen der Ernergiegewinnung, die erneuerbaren Energien: Solarenergie, Wasser-und Windkraft.

Wie OB Christian Kegel in seinem Gußwort betonte, solle die Ausstellung eine breite Schicht der Gesellschaft für Umweltschutz sensibilisieren. Jeder einzelne Mensch sei aufgerufen dem Klimaschutz nach seinen Möglichkeiten gerecht zu werden. Beate Rutkowski, die Bund-Naturschutz-Kreisvorsitzende, legte im Anschluss traurige Wahrheiten des Klimakillers Kohle offen. So sei Deutschland neben Südafrika Weltmeister im Braunkohleabbau – 2013 wurden 183 Millionen Tonnen abgebaut, soviel wie sonst nirgendwo auf der Welt.

Vier der fünf Kraftwerke mit dem höchsten CO2-Ausstoß in der EU stehen in Deutschland. Als Folge der Kohleverbrennung entstünden nicht nur klimaschädliches CO2, sondern auch über 50 andere hochgiftige Schadstoffe. Neben Klimawandel mit Dürren, Stürmen und Überschwemmungen, verursache Kohleabbau damit auch Hunger und weltweite Migrations- und Flüchtlingsbewegungen, sowie massiv erhöhte Quecksilberwerte im Grundwasser.

Dem gegenüber stünde, so die Landtagsabgeordnete Gisela Sengel, dass trotz alledem Kohleabbau staatlich subventioniert werde. Um den Klimawandel zu stoppen, sei es unumgänglich, dass man sich die Verschwendungshaltung unserer Ressourcen klar mache, die einer Missachtung und Ausbeutung unseres Planeten gleich komme.

Auf übersichtlich gestalteten Roll-up-Bannern konnten sich im Anschluss die Besucher der Eröffnung selbst noch einmal einen Eindruck verschaffen, auch über die attraktiven Alternativen der Erneuerbaren Energien, sowie der Möglichkeit Energie zu sparen, etwa durch Passivhäuser. Eine Präsentation regionaler Initiativen – das Sonnenhaus-Institut und der Passivhauskreis Rosenheim-Traunstein e.V. sowie der Sonnenkreis Traunstein des Landratsamtes – informierte über alternative Bau- und Wohnformen mit Solarbeheizung und mit geringstmöglichem Energieverbrauch als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Besonders wichtig sei es, wie betont wurde, gewesen, möglichst viele Schulen für die Ausstellung zu interessieren, sodass auch die Jugend umfassend über das Thema informiert wird. Der Klimawandel sei einer der größten Herausforderungen der Gegenwart, so Peter Beisser in seinen Dankesworten. Das Bewusstsein dafür müsse in allen gesellschaftlichen Gruppierungen und Schichten verankert werden. Ausstellungsbesucher und Organisatoren hätten dazu einen Beitrag geleistet. Kirsten Benekam

(18. Dezember 2015)