Marlis Neuhierl-Huber, Sepp Hohlweger und Helga Mandl mit Wolfgang Rzehak (Grüner Landrat in Miesbach) und Ludwig Hartmann (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag).

Zusammenarbeit in Oberbayern und Schwaben

Grüne wollen Lebensqualität und Wohlstand im Alpenraum sichern

Die Grünen in den bayerischen Alpenlandkreisen wollen künftig stärker als bisher zusammenarbeiten um Lebensqualität und Wohlstand im bayerischen Alpenraum zu sichern und zu stärken. Aus diesem Grund lud der Bezirksverband Oberbayern der Grünen am Samstag, 11. Juni 2016, zu einer Konferenz nach Miesbach. Aus dem Landkreis Traunstein waren die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl, Helga Mandl aus Traunstein, Marlis Neuhierl-Huber aus Siegsdorf und Sepp Hohlweger aus Ruhpolding mit dabei. 

Axel Döring, Vizepräsident der Alpenschutzorganisation CIPRA empfahl, intakte Natur und die attraktive Landschaft als Grundlage für Tourismus und regionale Wertschöpfung zu begreifen. Wer Arbeitsplätze und Wohlstand langfristig sichern will, dürfe die Schönheit des Alpen- und Voralpenraumes nicht aufs Spiel setzen. Aufgrund der Klimaerwärmung haben die niedrig gelegenen bayerischen Skigebiete keine Zukunft – auch nicht mit künstlicher Beschneiung. 

Helga Mandl, Sprecherin des Kreisverbands Traunstein: „Klimawandel, Alterung der Gesellschaft und die Sogwirkung des Ballungsraums München haben massive Auswirkungen auf unseren Landkreis. Die Staatsregierung setzt bislang einseitig auf den Ausbau des Skitourismus und Straßenbau. Das ist kurzsichtig. Denn der Skisport lockt inzwischen nur noch ein kleinen Teil der Touristen und Ausflügler ins bayerische Voralpenland. Deshalb müssen wir dringend alternative und naturverträgliche Tourismusangebote entwickeln um Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu sichern.

Außerdem brauchen wir viel bessere Mobilitätsangebote, um dem wachsenden Autoverkehr aber auch dem sich schnell ändernden Mobilitätsverhalten der städtischen Bevölkerung zu begegnen“. Kreisrat Sepp Hohlweger ergänzt: „Immer mehr, insbesondere junge Menschen in München haben kein eigenes Auto bzw. keine Lust auf Stau und erwarten gute öffentliche Verkehrsmittel und autofreie Mobilität bei uns vor Ort.

Von einem guten Mobilitätsangebot profitieren indes nicht nur Touristen, sondern auch die einheimische, alternde Bevölkerung. Alternative Tourismusangebote und besseren Nahverkehr wollen wir Grüne in den nächsten Jahren im Rahmen einer alle Landkreise übergreifenden Strategie für den Alpenraum vorantreiben“. Helga Mandl und Sepp Hohlweger

(13. Juni 2016)