Die Schere zwischen Arm und Reich spreizt sich immer weiter.

Die Schere zwischen Arm und Reich spreizt sich immer weiter. Grafik: Fotolia

Diskussion über Gerechtigkeit

Kreisversammlung der Grünen: Sengl berichtet aus dem Landtag

Etwa 25 Mitglieder trafen sich zur November-Kreisversammlung im Traunsteiner Sailer Keller, darunter zwei Neumitglieder, die sich am Anfang der Veranstaltung vorstellten und die von den Anwesenden herzlich begrüßt wurden. Es ist schon Tradition bei unseren Kreisversammlungen, dass unsere Landtagsabgeordnete Gisela Sengl alle paar Monate einen Bericht aus München gibt. Diesmal erzählte sie von den Aktivitäten anlässlich des 70. Geburtstags der Bayerischen Verfassung.
Sie erwähnte hierbei auch die Teile der Verfassung, die den Wert, die Pflege und den Erhalt der Naturschönheiten und der Artenvielfalt behandeln. Beim Bericht über die Arbeit der Landtagsfraktion ging es unter anderem über einen Antrag der Grünen, dass das Bayerische Hofbräuhaus Bio-Bier ausschenken soll. Das Hofbräuhaus muss diese Forderung nun prüfen. 

Im Anschluss diskutierten wir über Gerechtigkeit. Die Kreisvorsitzende Helga Mandl fragte „Was versteht Ihr unter Gerechtigkeit?“ und Kreisrat Sepp Hohlweger gab als erster eine Antwort: „Dass man der Mensch von seiner Arbeit leben kann“. Darauf Helga Mandl: „Vor 20 Jahren habe ich in USA gesehen, dass Menschen zwei Jobs brauchten, um über die Runden zu kommen – und jetzt gibt es das auch hier.“ Kreisrat Willi Geistanger forderte mehr Sozialwohnungen und dass Kindergärten kostenfrei werden. Der Trostberger Stadtrat Carlo Boxhammer ging noch einen Schritt weiter: „Alle Leistungen für Kinder sollten freigestellt werden“, sagte er.

Achim Kraus machte deutlich, dass der berufliche Erfolg eines Menschen heute leider von der sozialen Herkunft abhängt und dass die Abschaffung von Kindergartengebühren ein „Einstiegsbrett“ für späteren beruflichen Erfolg sein können. Für Wolfgang Wörner ist es wichtig, dass Kindergärten und Schulen heute personell und materiell optimal ausgestattet werden, „denn das ist eine Investition in eine gerechte und erfolgreiche Zukunft“. Hans Kern hierauf: „Wir Grüne sind ursprüngliche eine linke Partei und wir sollten uns weiter stark für eine kommunale Daseinsvorsorge einsetzen.“

Viele weitere Wortmeldungen zeigten, wie wichtig den Mitgliedern des Kreisverbands eine gerechte Gegenwart und Zukunft ist. Das beginne bei den oben erwähnten Kindergärten bis hin zum Rentenniveau und der Gefahr der Altersarmut, worauf Sepp Hohlweger am Ende der Diskussion nochmals deutlich hinwies. Wolfgang Wörner

(14. Dezember 2016)