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Stadtwald Traunstein: gestern preisgekrönt, heute überplant, morgen abgeholzt und verschwunden
Die Wald- und Forstwirtschaft denkt, plant und handelt immer in der Verantwortung der nachfolgenden Generationen - und die wirklich guten Leis-
tungen werden für den Waldbesucher meist erst nach Jahrzehnten sichtbar.
Der Haidforst, ein Teil des 2009 mit dem Staatspreis für vorbildliche Waldwirtschaft ausgezeichneten Stadtwaldes, wird seit mehr als 50 Jahren unter der Leitung der Forstwissenschaftler der Universität in München naturnah bewirtschaftet, beobachtet und intensiv untersucht. Ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Traunstein und die Erfolge des konsequenten Handelns sind inzwischen prämiert und für jedermann sichtbar. Ein besonders gutes Beispiel, das zeigt, dass sich ein stadtnaher, naturnaher Erholungswald auch ökonomisch erfolgreich bewirtschaften lässt.
Der Haidforst - wer ihn besucht sieht den Waldumbau, die Arbeit der letzten Jahrzehnte und kann den Wald genießen. Mehr Strukturen und eine reichhaltige Verjüngung aller heimischen Baumarten zeigen die erfolgreiche und konsequente Arbeit der letzten Jahrzehnte. Die Weißtanne, deren Verjüngung ohne Zaun ein guter Weiser für naturnahe Waldwirtschaft ist, soll hier genannt werden und kann im Haidforst bewundert werden.
Gestern preisgekrönt, heute schon überplant mit einem Gewerbegebiet - und morgen schon soll der Haidforst verschwunden sein. Verschwunden sein werden 29 ha produktiver Waldflächen, die ein Teil des wirtschaftlichen Erfolges des Stadtwaldes sind. Verschwunden sein wird ein Stück Erholungs- und Erlebniswald, stadtnah, für die Bürgerinnen und Bürger ohne Auto erreichbar und für die Kinder eine Möglichkeit, die heimischen Wälder kennenzulernen.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Traunstein erfolgreich gegen das kurzfristige Denken und Handeln zur Wehr setzen.





