Aktuelles

26.07.2010

Schwulenhass und Homophobie in der Musik

Wir laden ein zur Diskussionsrunde um den Boykottaufruf des Chiemsee Reggae Festivals der Grünen

Mittwoch, 4. August um 19:30 Uhr im Café Lenz in Traunstein 

"(...) Was für den Rap "Homo" und "Faggot" sind, sind für Ragga und Dancehall "Chi Chi Man" und "Battyman" – abwertende Begriffe, die mal reale Homosexuelle adressieren, mal als Schimpfwort gegenüber Menschen benutzt werden, die man schwächen, beleidigen oder feminisieren will. Die so traurige wie groteske Wahrheit ist dabei, dass die meisten Fans dieses Spiel kritiklos mitspielen. Während sich Sound und sozialer Zusammenhang stark von dem rechtsideologischer Stammtische unterscheiden, stimmen die Logiken ihres rassistischen wie sexistischen "Humors" teilweise auf erschreckende Art und Weise überein. (...) Durch diese unscharfe Trennung von künstlerischer Freiheit und dem Anspruch auf Authentizität verschwimmen die Grenzen. Die Aussicht, schwule Fans bei heterosexuellen Rap- oder Ragga-Parties zu sehen – ob auf der Bühne oder geoutet im Publikum – ist somit minimal. Denn dort fürchten schwule Männer immer noch körperliche Gewalt – und Lesben die mehrfache Demütigung, entweder ausgelacht, diskriminiert oder als Sexfantasie von Männern dargestellt zu werden. (...)"