Terminplanung des Ortsverbandes bis Zur Sommerpause

21.07. Dorfmarkt

27.07. Grünes Sommerfest bei Anton Stefanutti

28.07. Grüne Radtour mit Gisela Sengl

Weitere Termine Ortsverband

Der Ortsverband trifft sich jeden ersten Montag im Monat, außer in Ferienzeiten oder an Feiertagen, um 19:30 Uhr im Gasthof Feldwies.
Am 4. Juni finden Vorstandswahlen statt.

Überseer Dorfmarkt geht in die vierte Runde

Der Dorfmarkt rund um den Dorfbrunnen startet ab dem 21. April 2018 um 09Uhr in die vierte Runde. Im Angebot sind regionale Lebensmittel, Naturkosmetik und Kunsthandwerk. Für das leibliche Wohl ist mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen auch gesorgt. Umrahmt wird der Dorfmarkt meistens noch mit einem kleinen Kulturprogramm.
Der Markt findet an jedem dritten Samstag im Monat statt: 19. Mai, 16. Juni, 21. Juli, 18. August, 15. September und 20. Oktober.
Wer mitmachen will, meldet sich bitte unter info@winnichner.de

Sicherung der Zufahrts- und Rettungswege in der Feldwieser Bucht

Nach Einschätzung der grünen Überseer Gemeinderäte Anton Stefanutti und Margarete Winnichner muss die Gemeinde Übersee dringen Maßnahmen ergreifen um die Zufahrts- und Rettungswegsituation in der Feldwieser Bucht zu sichern. Nach einhelliger Expertenmeinung ist die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher nicht umfänglich gewährleistet, da durch Parken im Halteverbot für die Rettungsfahrzeuge keine Möglichkeit haben schnell und komplikationslos zu etwaigen hilfebedürftigen Personen oder sonstigen Notfällen zu gelangen.
Da die Gefahrenlage als bekannt vorausgesetzt werden kann und die Situation bereits mehrmals im Rahmen von Gemeinderatssitzungen besprochen wurde, müssen nun endlich Taten folgen. Die grünen Gemeinderäte schlagen vor:

1) Fahrzeuge, welche im Halteverbot stehen werden ab dem Beginn der Osterferien 2018 konsequent abgeschleppt.
2) Die Zufahrt über das Unterland an den Fischweihern vorbei wird mit Halteverbotsschildern versehen. Die dort regelwidrigen geparkten Fahrzeuge werden ebenfalls abgeschleppt.
3) Die Betreiber der gastronomischen Betriebe werden durch die Gemeinde dazu aufgefordert auf ihren Werbeplattformen darauf hinzuweisen, dass ab dem Beginn er Osterferien und ab diesen Zeitpunkt künftig Fahrzeuge im Halteverbot abgeschleppt werden.
4) Die Gemeindeverwaltung wird gebeten die erforderlichen Schritte zu unternehmen, so dass die Vorschläge bis zum Beginn der Osterferien 2018 umgesetzt werden können.

Margarete Winnichner, Anton Stefanutti
Februar 2018

Praktisches Lernen in und aus der Natur

Landtagsabgeordnete Gisela Sengl zu Besuch im Naturpavillon in Übersee

Die Leiterin des Naturpavillons, Martina Mitterer zeigte der Traunsteiner Landtagsabgeordnete Gisela Sengl die Exponate.

Übersee. „Eine großartige Gelegenheit zum Lernen und praktischen Erleben – und das direkt vor unserer Haustür“, begeisterte sich die Traunsteiner Abgeordnete Gisela Sengl dem Landkreis Traunstein über den Naturpavillon in Übersee, den sie gemeinsam mit dem Grünen Ortsverband besichtigte. „Umweltbildung ist gerade für Kinder und Jugendliche heutzutage wichtiger denn je – und sollte es auch im Rahmen des offiziellen Lehrplans sein“, so Sengl.
Tatsächlich, so berichtete Martina Mitterer, Diplombiologin und Leiterin des Naturpavillons, kämen viele Grundschulklassen zu Besuch. Der Naturpavillon arbeite auch eng mit dem Familienstützpunkt Übersee zusammen und wird finanziell unterstützt. „In dieser Kooperation bieten wir regelmäßig an Mittwochnachmittag einen Familientag an, der sich großer Resonanz erfreut“, so Mitterer. Darüber hinaus biete der Pavillon, der gemeinsam von Gemeinde und dem Landesbund für Vogelschutz betrieben wird, auch im Rahmen der gemeindlichen Ferienprogramme für viele Gemeinden aus dem gesamten Landkreis Programme an.
Der Zeller Park, in dem sich der Naturpavillon befindet, fiel einst testamentarisch der Gemeinde Übersee zu – unter der Bedingung, dass der parkähnliche Charakter des Grundstücks erhalten bleiben sollte. Leider hätte es hier nach verschiedenen Baumaßnahmen einige Einschnitte gegeben, erklärte Mitterer. MdL Gisela Sengl zeigte sich bestürzt über die Abholzung vieler Bäume am Rand des Grundstücks im Rahmen der Bebauung des Nachbargrundstücks mit Einfamilienhäusern. „Hier hätte man bereits bei der Baugenehmigung ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl walten lassen können, um diesen großartigen Park so ursprünglich wie möglich zu erhalten“, so die Abgeordnete.
Das Team rund um den Naturpavillon würde seine Aktivitäten gerne ausweiten; gerade auch die Öffentlichkeitsarbeit käme derzeit viel zu kurz. „Uns fehlen aber schlicht und einfach die Mittel“, betonte Mitterer. Beim Umweltministerium stelle sie regelmäßig Anträge auf Projektförderung; der Landkreis Traunstein unterstütze den Pavillon mit jährlich 2.500 €. „Angesichts des landkreisweiten Einzugsgebiets dieser Einrichtung viel zu wenig“, konstatierte Sengl. „Da Umwelterziehung ja ein immer wichtigerer Bestandteil der Bildung ist, müsste man einen solchen bestehenden Standort noch viel mehr nutzen und unterstützen. Ich bin sicher, dass Gemeinde und Landratsamt der Umweltbildung im Allgemeinen und der hier geleisteten Arbeit im Speziellen große Wertschätzung entgegen bringen.“

Oktober 2017

Übersee - Dorf oder Vorstadt

Veranstaltung der Überseer Grünen mit SPD und Bayernpartei zum Bauen in Übersee
Der Infoabend im Gasthof Feldwies zum Bauen in Übersee lieferte Antworten auf die Fragen zu einer nachhaltigen Dorfentwicklung.
In einem beeindruckenden Vortrag stellte Prof. Bielenski die gegenwärtige bauliche Situation in Übersee dar. Mit Bildern aus der Vergangenheit, der Gegenwart und mit den zu erwartenden Veränderungen im zukünftigen Ortsbild von Übersee zeigte er auf, was uns erwartet. Ganz eindeutig veranschaulichte Prof. Bielenski, wie die in der jüngsten Vergangenheit erstellten Bauten das Ortsbild hin zu einer „Verstädterung“ verändert haben. Sollte sich dieser klar erkennbare Trend ungebremst fortsetzen, werden wir unseren Ort schon bald als „Dorf“ nicht mehr erkennen. Durch den Druck der Investoren und deren Zielsetzung, aus einem Grundstück mit maximaler Bebauung den größt möglichen Gewinn zu erzielen, ist der Weg, zur Entwicklung eines „Vorstadtcharakters“ eingeschlagen.
Prof. Bielenski zeigte auf, dass es eine ganze Reihe von Möglichkeiten gäbe, diesem Trend entgegenzuwirken. Wenn dies auch der Wille des Gemeinderates wäre, dann könnte er mit Ortsentwicklungsplänen, Bauleitplänen und Festlegungen die zukünftige Entwicklung grundlegend steuern. Es wurde klar, dass der Gemeinderat also durchaus in der Lage wäre, mit seinen Entscheidungen lenkend zu wirken.
In den Redebeiträgen zeigte sich, dass eine große Anzahl der Bürgerinnen und Bürger mit der aktuellen baulichen Entwicklung des Dorfes unzufrieden ist. Allgemein wurde beklagt, dass man Übersee bald nicht mehr als „Dorf“ wahrnehmen kann! Eindeutig zeigte sich, dass eine Mehrheit sich in Fragen der „Baukultur“ nicht mehr von den Gemeinderäten vertreten fühlt.
Dazu lenkte Prof. Bielenski das Augenmerk besonders auf die Rolle der Bürgerinnen und Bürger. Sich wohlfühlen im Ort und diesen wirklich als „Heimat“ betrachten erfordert den Einsatz und das Mitwirken jedes Einzelnen. Wenn Fehlentwicklungen bemerkt werden, so hilft keinesfalls der Gedanke „ich kann eh nichts ändern“ und „die Gemeinderäte werden es schon richten“! Meist unterschätzen die Bürgerinnen und Bürger ihre Macht und ihre Möglichkeiten um einen entscheidenden Einfluss nehmen zu können.
Die Veranstalter werden weiter an diesem Thema dranbleiben und Vorschläge erarbeiten, die auch als Anträge in den Gemeinderat eingebracht werden, um in Zukunft eine dörfliche Entwicklung des Ortes zu unterstützen.

Anton Stefanutti
Juni 2017

Vortrag zum Thema ökologische Landwirtschaft

Die Turbo-Landwirtschaft verursacht Schäden an Umwelt, Mensch und Tier. Deshalb wird es immer wichtiger, dass es ein Umdenken in der Agrarwirtschaft gibt. Das sagte unsere Landtagsabgeordnete Gisela Sengl bei einem Vortrag über ökologische Landwirtschaft beim Ortsverband Übersee im Gasthaus Feldwies. Um so ein Umdenken zu erreichen, brauche es einer effektiven Kommunikation der Gründe und konkrete Vorgaben an Landwirtschaft und Gesellschaft. „Die Umgestaltung der Landwirtschaft muss auf europäischer Ebene vollzogen werden“, sagte Sengl, „denn Umweltzerstörung und Wasserverseuchung machen nicht an Grenzen halt.“ (19. Juni 2017)

Sozialer Wohnungsbau auch durch die Gemeinde möglich!

Auf dem Treffen des Ortsverbandes der Überseer Grünen stellte Gemeinderätin Margarete Winnichner Möglichkeiten vor, wie Gemeinden den sozialen Wohnungsbau voranbringen können
Margarete Winnichner stellte die aktuelle Situation des sozialen Wohnungsbaus dar: „Wo Privatpersonen zu wenig günstigen Wohnraum schaffen, kann der Staat nachhelfen – das ist das Prinzip des sozialen Wohnungsbaus. Doch dessen Bedeutung ist in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Gab es Ende der 80-er- Jahre noch 4 Millionen Sozialwohnungen, so sind es derzeit ca. 1,5 Millionen in der Bundesrepublik.“
Aktuell fehlen jede Menge Wohnungen
Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Asylbewerbern im vergangenen Jahr ist ein schon viele Jahre zuvor bekanntes Problem sichtbar geworden.
Wohnraum für Personen und Familien mit einem geringen Einkommen ist schon seit Langem zu beobachten; von der Politik wurde dies so gut es ging häufig ignoriert.
Dieser Umstand lässt manche alleinerziehende Frauen oft schier verzweifeln, da sie keine Wohnung dort finden, wo sie ohne Auto ihre Arbeitsstelle erreichen können und wo das Kind einen guten Betreuungsplatz hat.
Alleinerziehende, Geringverdiener und arbeitslose Menschen finden oft keine angemessenen Wohnungen zu bezahlbaren Preisen. Auf der Basis eines Wohngeldzuschusses zum Gehalt leben viele Familien von Geringverdienern in regulären Wohnungen sofern sie Vermieter finden, die ihnen eine Wohnung auf dieser Basis vermieten. Die soziale Ausgrenzung spielt hier natürlich eine Rolle, auch wenn das schwerlich jemand zugeben wird.
Auch für die Gemeinde Übersee ist es notwendig, dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird.
Im Rahmen des „Wohnungspaktes Bayern“ existieren derzeit drei Säulen:
– das „Staatliche Sofortprogramm“
– das „Kommunale Förderprogramm: Gemeinden planen und bauen
– die „Staatliche Wohnungsbauförderung: Investoren planen und bauen.“
Die sog. zweite Säule ist die entscheidende Möglichkeit für die Gemeinde im Rahmen des kommunalen Wohnraumförderungsprogramms (KommWFP) auf dem Gebiet des sozialen Wohnungsbaus tätig zu werden. Dafür stellt die Landesregierung 150 Mio. Euro jährlich zur Verfügung; jährlich 1.500 Wohnungen können dadurch entstehen.
Aktivierung von Bauland und die Bauleitplanung sind eines der Kerngeschäfte der kommunalen Selbstverwaltung -was hält uns davon ab, tätig zu werden!? Dadurch könnte Wohnraum für einkommensschwache Personen und Familien aber auch für anerkannte Flüchtlinge geschaffen werden.
Unterstützung und Beratung durch die BayernLabo
Über die BayernLabo (Bayerische Landesbodenkreditanstalt), gibt es dazu Beratung und Unterstützung wollten wir als Gemeinde diesen Weg beschreiten. Über verfügbaren Baugrund werden wir uns als Gemeinderat schon selber Gedanken machen müssen. Nachdem ein Gemeinderat aber auch die Aufgabe hat, Ideen in die Zukunft gerichtet zu entwickeln sollten wir bald damit beginnen.
Von Seiten der Grünen wurde auf allen politischen Ebenen über Jahre auf die Unterlassungssünden im sozialen Wohnungsbau hingewiesen; passiert ist lange nichts und jetzt pressiert’s!!

Margaret Winnichner M.Sc.
Gemeinderätin
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Mai 2017

Dorfmarkt geht in die dritte Runde

Der Dorfmarkt rund um den Dorfbrunnen startet am Samstag, 29. April, um 9 Uhr. Offiziell eröffnet wird die Saison um 10 Uhr durch Bürgermeister Marc Nitschke. Zum Start geben junge Musiker des Musikvereins Übersee ein kleines Standkonzert. Der Elternbeirat des Waldkindergartens sorgt mit Zwetschgenbavesen, Kuchen und Kaffee fürs leibliche Wohl. Die Brotzeit kommt von Karl Jobst; Conny Streitwieser bietet wieder ein Kinderprogramm an. Regionale und Bioprodukte sowieviele Angebote von kreativen Überseer*innen stehen zum Verkauf. Das GrünHolzMobil wird sein Zelt auf der Beste-Wiese aufschlagen. Dort kann jeder unter Anleitung ein Werkstück aus frischem Holz herstellen (info@gruenholzmobil.de). Der Markt findet an folgenden Terminen statt: 29. April, 27. Mai, 24. Juni, 22. Juli, 26. August, 23. September, 21. Oktober jeweils von 9 bis 13 Uhr. Wer mitmachen will, meldet sich bitte unter info@winnichner.de. (25. April 2017)

Gemeinderat einstimmig für Grünen-Antrag

Die grünen Gemeinderäte Margaret Winnichner und Anton Stefanutti haben beantragt, dass Hinweisschilder an stark besuchten und touristisch wichtigen Punkten aufgestellt werden, die auf die Zerfallsdauer von verschiedenen Wertstoffe und Abfall aufmerksam machen. So braucht die Natur beispielsweise für den Abbau von Bananenschalen zwei Jahre und von Plastiktüten 120 Jahre. Auf den Hinweisschildern wird auf den „erhobenen Zeigefinger“ verzichtet. Somit soll ein wirksamer Beitrag zur Umwelt geleistet werden. Das Gremium sprach sich einstimmig für den Antrag unserer grünen Gemeinderäte aus. (25. April 2017)

Flüchtlingsströme sind kein Phänomen unserer Zeit

Aus aktuellem Anlass wurde im Rahmen des Ortsverbandstreffens das Thema Asyl und Flucht diskutiert. Gemeinderätin Margarete Winnichner zeigte Hintergründe und Zusammenhänge auf.
Flüchtlinge und Asylbewerber zu unterstützen ist eine Aufgabe, die von Staat und bürgerschaftlichen Engagement gemeinsam getragen werden muss. Aber auch die Kommunen müssen ihren Beitrag dazu leisten.
Flüchtlinge gibt es schon so lange, wie es Menschen gibt und die Geschichtsbücher darüber sind voll davon. Deutsche Bürgerinnen und Bürger haben widerholt ihre Heimat verlassen und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Sowohl wirtschaftliche als auch politische Gründe haben sie dazu veranlasst oder sind ihnen aufgezwungen worden. Die meisten von ihnen wollten damit der Armut entkommen. Sie versprachen sich von den anderen Kontinenten ein gesichertes Dasein für sich und ihre Nachkommen.
Aus überwiegend politischen Gründen flüchteten in der Zeit zwischen 1931 und 1940 schätzungsweise 114.058 Menschen aus Deutschland vor dem nationalsozialistischen Terror, da sie um ihr Leben fürchten mussten. Viele Oppositionelle sind der damaligen Diktatur zum Opfer gefallen, weil die Staaten Europas nicht bereit waren, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Im Oktober 1946 wurden in allen 4 Besatzungszonen 9,6 Millionen Vertriebene gezählt, mit dem Ergebnis, das die deutsche Bevölkerung in diesem Gebiet gegenüber 1939 um über 10% zunahm

Die aktuelle Situation:
Von der Geschichte zur aktuellen Situation unterscheiden sich die Fluchtursachen und Gründe nicht von denen des letzten Jahrhunderts.
Die zentrale Mittelmeerroute hat im letzten Jahr 2.887 Tote laut Internationaler Organisation für Migranten (IOM) gefordert.
Geschätzt 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht; 40 Millionen davon sind Binnenflüchtlinge d.h. sie flüchten im eigenen Staat vor Bürgerkriegen und Terrormilizen. D.h. nur ein kleiner Teil dieser Menschen die vor kriegerischen Auseinandersetzungen, Verfolgung, Hunger und Armut fliehen, erreicht tatsächlich Europa. Und doch stellen sie Europa und auch die Bundesrepublik vor immense Herausforderungen.
Herausforderungen für Deutschland:
Deutschland kann nicht alle Geflüchteten aus den Krisengebieten aufnehmen, steht allerdings zu seinen humanitären Verpflichtungen. Wir können uns nicht einfach abschotten-weder rechtlich noch moralisch. Im Rahmen des Asylsystems gibt es eine internationale und europäische Verantwortungsgemeinschaft, der sich Deutschland stellt. Es gibt im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit eine hohe Aufnahmebereitschaft, eine große Offenheit und Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern.
Allerdings gibt es auch ein gewisses Unbehagen gegen über den Fremden; in gewisser Weise ist dies auch verständlich und menschlich, da alles Fremde erst einmal Angst erzeugt. Dies darf aber nicht zur Folge haben das geringschätzig und abwertend über diese Menschen gesprochen wird. Sie haben ihr Leben riskiert für ein Leben in Sicherheit und sollen alle ihre Chancen, die unser Land bietet nutzen können. Je mehr wir uns mit den neu Zugewanderten beschäftigen, desto weniger werden die Vorbehalte – Kennenlernen hilft und nähert die Menschen an.
Nur Zäune bauen und hoffen, dass kein Flüchtling mehr unser Land betritt ist unmenschlich und unchristlich und entspricht nicht dem Grundgesetz.
Die kommunale Ebene spielt bei der Unterbringung von Flüchtlingen die zentrale Rolle. Der Landkreis und seine Verwaltung haben hier sehr gut gearbeitet. Nur die wenigsten Gemeinden sind ihrer Pflicht noch nicht nachgekommen, Geflüchtete aufzunehmen. In der Gemeinde Übersee leben derzeit 40 Asylbewerber aus Afghanistan und Syrien. Sie sind über eine Gruppe bürgerschaftlich engagierter Bürgerinnen gut versorgt.
Es stellt sich nun die Aufgabe, für anerkannte Asylbewerber den erforderlichen Wohnraum zu finden. Sie dürfen zwar momentan in den dezentralen Unterkünften verbleiben, sollte sich jedoch die Zahl der neuankommenden Flüchtlinge wieder erhöhen wird das nicht mehr möglich sein.
Wenn wir also Geschichte und Gegenwart unter dem kleinen Ausschnitt „Flüchtlingsstrom“ betrachten, so sollten wir uns von den Chancen welche die „Fremden“ für unsere Gesellschaft auch mitbringen mehr beeindrucken lassen als von den Problemen, die ohne Frage noch gelöst werden müssen.

Margarete Winnichner M.Sc.
Gemeinderätin
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Februar 2017

Bürgerzeitung August 2016

Hier finden Sie die Bürgerzeitung für Übersee und Feldwies im PDF-Format zum Runterladen. Themen sind: die lebendige Dorfgemeinschaft in Übersee; Bauen in Übersee; Lösungsvorschläge für die Verkehrssituation am Chiemseeufer; Landwirtschaft gestern – heute – morgen; Flüchtlingsströme sind kein Phänomen unserer Zeit; Chiemsee Summer – der Wert für Übersee?; der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit des Gemeinderates. (5. August 2016)

Zum Aktionstag gegen Plastik auf dem Chiemsee

Zum Aktionstag gegen Plastik haben wir vom Grünen-Ortsverband Übersee gemeinsam mit Mitgliedern der Kreistagsfraktion und des Kreisvorstands der Traunsteiner Grünen sowie dem Landesvorsitzenden der bayerischen Grünen, Eike Hallitzky, eine Erkundungsfahrt auf dem Chiemsee unternommen. Mit der Aktion weisen wir darauf hin, dass Plastik in Form von winzigen Mikroplastikpartikeln im Klärschlamm und im menschlichen Körper angekommen ist. Viele dieser Partikel enthalten ökologisch und gesundheitlich bedenkliche Bestandteile wie Weichmacher und Flammschutzmittel. Eine LfU-Studie untersucht den Chiemsee, den Starnberger, den Ammer- und den Altmühlsee, die Trinkwassertalsperre Mauthaus, die Donau, Isar und Altmühl auf Mikroplastik. Erste Ergebnisse für den Chiemsee weisen eine „geringe bis mittlere Belastung“ aus; derzeit laufen Untersuchungen zu Auswirkungen auf Fische und Muscheln. Einblicke in die Gewässerökologie des Chiemsees und des Mündungsdeltas der Tiroler Achen vermittelte der Chiemsee-Naturführer Jürgen Pohl bei Wasser-Experimenten auf der Barkasse „Birgit“. (5. August 2016)

A8-Ausbau wird schöngerechnet

Marlis Neuhierl-Huber, grüne Gemeinderätin aus Siegsdorf und Vorsitzende der Bürgerinitiative „Ausbau A8 – Bürger setzen Grenzen“, informierte bei einer Veranstaltung des Überseer Grünen-Ortsverbands über den Stand der Dinge beim Ausbau der A8. Unter dem Motto „4+2 sind genug“ fordert die BI einen Ausbau von Rosenheim bis zur Landesgrenze auf vier Fahrspuren und zwei Standstreifen sowie ein Tempolimit und Lärmschutzmaßnahmen. Dagegen sieht der Bundesverkehrswegeplan einen Ausbau auf sechs Fahr- und zwei Standspuren vor, wobei es beim Abschnitt Bernau-Grabenstätt bei „4+2“ bleiben soll. Neuhierl-Huber kritisierte, dass der Bundesverkehrswegeplan so weder seine Umweltziele erfülle noch beim Kosten-Nutzen-Verhältnis gut abschneide. In einer Analyse seien der Bernauer Berg und der Abschnitt Felden-Grabenstätt gar nicht erst berücksichtigt worden. „Nur so konnten die selbstgesteckten Vorgaben erreicht werden. Es drängt sich der Verdacht auf, dass das Projekt schöngerechnet werden soll.“ (5. August 2016)

Der Ortsverband Übersee stellt sich vor.
Landtagskandidatin Gisela Sengl
Bezirkstagskandidatin Felicitas Wendt
Kreisrundbrief
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