„Gibt es in Bayern ,zumutbare Gesundheitsrisiken‘?“, fragt Gisela Sengl an die Adresse des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Glyphosat-Einsatz stoppen

Sengl: Steigender Einsatz Hauptursache für Rückgang der Artenvielfalt

Die Grünen im Bayerischen Landtag haben im Umweltausschuss gefordert, den Glyphosat-Einsatz auf Flächen im Besitz des Freistaats zu beenden. „Hier hätte man sofort ein Zeichen setzen können: Dieses Pflanzengift hat auf staatlichen Flächen nichts verloren“, erklärt die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl. Erst vor Kurzem habe die Weltgesundheitsorganisation WHO das unter dem Markennamen „Round up“ weit verbreitete Totalherbizid als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. „Aber die CSU sieht nur Regelungsbedarf bei den Privatgärten aber nicht bei der Landwirtschaft.“

Gisela Sengl: „Äußerst befremdlich finde ich die Einschätzung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), dass Glyphosat kein unzumutbares Gesundheitsrisiko darstellt. Gibt es in Bayern zumutbare Gesundheitsrisiken? Ist das der bayerische Sonderweg?“ 

Die Landtags-Grünen fordern, die Einstufung der WHO ernst zu nehmen und aus Vorsorgegründen den Einsatz von Glyphosat zu stoppen. Gisela Sengl: „Es ist dringend ein neuer Ansatz im Pflanzenschutz nötig. Ertragssicherung und Lebensmittelversorgung sind ein wichtiger Bestandteil der Landbewirtschaftung. Genauso wichtig sind aber Bodenleben, Bienen, ökologische Vielfalt und die Gesundheit von uns Menschen. Eine moderne zukunftsfähige Landwirtschaft muss eine giftfreie Landwirtschaft sein. Dass Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pestizide möglich ist, beweist der Ökolandbau seit Jahren.“ Lena Motzer

(22. Mai 2015)