„Ernährung, Landwirtschaft und solidarisches Zusammenleben“

Werbung für zucker- und fetthaltige Getränke und Snacks, Fastfood an jeder Ecke: es ist mittlerweile viel einfacher, sich den ganzen Tag über ungesund zu ernähren, als sich gesund zu ernähren. Dabei müsste es umgekehrt sein, sagt die frühere Agrar- und Ernährungsministerin Renate Künast (MdB), die auf Einladung des Kreisverbands und der Landtagsabgeordneten Gisela Sengl nach Übersee kommt. Nicht die Industrie dürfe länger die Regeln bestimmen – die Politik müsste das tun.
Das gilt für Ernährungs- und Agrarpolitik gleichermaßen. Dass wir als Gesellschaft unsere Ernährungsgewohnheiten viel mehr auf die Erhaltung natürlicher Ressourcen ausrichten müssen, ist unbestritten. Doch Probleme wie Artensterben, Saatgutmonopole und zu viel Nitrat im Wasser können nur gestoppt werden durch einen Strukturwandel in der Agrarpolitik – hin zu einer Ökologisierung der Landwirtschaft, zur Koppelung von Subventionen an öffentliche Leistungen, und zu weniger Macht für die einflussreiche Agrarlobby. Doch die neue Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), sagt Renate Künast, drückt sich davor, genau hier anzusetzen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit ihr darüber zu diskutieren.