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Waginger Kommunalwahlprogramm

Programm für die Kreistagswahl steht

Von Energie bis Gleichberechtigung

Volle Energie fürs Klima

Die Klimakrise und ihre Folgen sind auch im Landkreis Traunstein angekommen. Extremwetterereignisse nehmen zu. Das wirkt sich auf unser Leben, unsere Gesundheit, unsere Natur und unsere Wirtschaft aus. Der Schutz des Klimas, Förderung Erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz sind wesentliche Punkte Grüner Kommunalpolitik im Landkreis. Ziel ist es, möglichst viel CO2 einzusparen. Und was wir tun müssen, ist klar:

Wir müssen umstellen auf 100% Strom aus Erneuerbaren Energien, auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung und umweltfreundliche Mobilität. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn unsere Bürger*innen und Kommunen engagiert zusammenarbeiten.

Mehr Energie in Bürger*innenhand, Kommunen in die Pflicht nehmen

Wir wollen mehr Energie in Bürger*innenhand –Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse, die von Bürgerenergiegenossenschaften betrieben wird. Kommunen haben eine Vorbildfunktion. Wir setzen auf Energiesparkonzepte und die energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude. Das Ziel muss der CO2-freie Betrieb der Gebäude sein, möglichst bis 2025. Ein CO2-neutraler Betrieb ist möglich, wenn die Gebäudehülle sehr wenig Energie verliert und eine sehr effiziente Heizungs- und Lüftungsanlage eingebaut wird. Die noch benötigten Energien können über Sonnenkollektoren und eine Photovoltaikanlage bereitgestellt werden.

Energie sparen, erneuerbare Energien fördern

Um die Herstellungsenergien der Gebäude zu senken, ist es notwendig, den Baustoff Holz in einem wesentlich umfangreicheren  Maße zu verwenden. Die Digitalisierung  bietet außerdem viele Möglichkeiten, Strom, Lüftungsanlagen und Wärmeerzeuger optimal zu steuern und damit viel Energie einzusparen. Leider ist der Bau von Windkraftanlagen zurzeit durch gesetzliche Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung blockiert. Wir hoffen, dass es der Landtagsfraktion möglichst schnell gelingt, diese Blockadepolitik zu beenden. Wir werden uns bei der Bundestagsfraktion für umweltschonende Nachfolgeregelungen für Biogasanlagen einsetzen, bei denen die aktuellen Förderungen auslaufen. Hier setzen wir voraus, dass die Anlagen sowohl Strom und Wärme klimaschonend produzieren und nutzen.

Geothermie für Wärmewende nutzen

Geothermische Anlagen werden aktuell im nördlichen Landkreis geplant. Mit Hilfe des heißen Wassers aus dem Erdinneren kann Strom erzeugt werden, was im Moment aufgrund der EEG-Umlage wirtschaftlich interessant ist. Die Zukunft der Geothermie sehen wir Grüne aber im Wärmebereich, denn das ist das eigentliche Potential der Geothermie. Der Staat, aber auch der Landkreis und die Kommunen sind gefordert, ein effizientes Fernwärmenetz zu fördern und aufzubauen, damit die Wärme optimal genutzt wird. Dazu zählen auch die Standortauswahl für Geothermiekraftwerke und eine ressortübergreifende Planung von Fernwärmetrassen in Verbindung mit Straßen- und Bahnausbauprojekten.

Wir fordern die Gemeinden und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises auf, intelligente Konzepte zu entwickeln für den Bau und Betrieb dieses Fernwärmenetzes.

Flächensparen – Klimakatastrophe verhindern!

Der Flächenfrass ist eines der größten Probleme in unserem Landkreis.

Von 2000 bis 2017 ist der Flächenverbrauch im Landkreis Traunstein um 27,3% gestiegen, bayernweit durchschnittlich aber nur um 15,4%. Die Bevölkerung im Landkreis ist im selben Zeitraum um 4,9% gestiegen, bayernweit im Schnitt um 6,27%. Die Auswirkungen und Gefahren des Flächenverbrauchs für Menschen, Tiere und Pflanzen sind massiv. Fruchtbare Böden gehen verloren, Landschaft und Naturräume werden zerschnitten und zersiedelt, die Biodiversität geht weiter zurück. Zukünftig werden in Bayern große Niederschlagsmengen in kurzer Zeit infolge der Klimaüberhitzung immer häufiger vorkommen. Durch die zunehmende Versiegelung kann das Regenwasser nicht mehr versickern. Hochwasserereignisse werden verstärkt. Zusätzlich wird die Funktion des Bodens als Puffer des Grund- und Oberflächenwassers gestört.

Natur und Landschaft erhalten anstatt zügellos verbauen und versiegeln.

Über Jahrhunderte gewachsene Städte und Dörfer und die schöne Landschaft prägen den Charakter unseres Landkreises. Wir und unsere zahlreichen Gäste erholen uns in der freien Natur. Unser Chiemgau, unser Rupertiwinkel, unsere alpenländische Region ist Lebens- und Wirtschaftsraum zu gleich. Beide bedingen sich gegenseitig. Intakte Böden liefern Nahrungsmittel und sind wichtige Filter für sauberes Grundwasser. Die Schönheit unserer Seen und Berge ist das Kapital für unseren erfolgreichen Tourismus.

Doch unser Landkreis droht sein Gesicht zu verlieren. Dies verdeutlichen die Gewerbeansiedlungen im Süden von Traunstein, das Brückner-Gelände nahe Tittmoning und nicht zuletzt die Ansiedlung von großflächigen Einkaufshallen in Traunreut und Waging. Alle Bauten entstehen oder entstanden auf der grünen Wiese. Der geforderte Ausbau der A8 mit der 6+2-Lösung wird den gesamten Landkreis durchtrennen. Hier wurde und wird mutwillig und ohne Augenmaß unsere Natur, unser Lebensraum zerstört.

In den vergangenen 50 Jahren hat die Menschheit mehr gebaut als in seiner gesamten Geschichte davor. Auch im Landkreis Traunstein wird gebaut, verbaut und versiegelt ohne Rücksicht auf die natürlichen Funktionen des Bodens. Pro Tag werden im Landkreis 2600 m2 an Fläche verbraucht. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche beträgt 13.101,06 ha bei einer Gesamtfläche des Landkreises von 153.400 ha. Diese Fläche hat seit dem Jahr 2000 um 713,66 ha zugenommen. Das entspricht einer prozentualen Zunahme von 18,87%. Allein im Jahr 2016 wurde eine Fläche von 93,42 ha verbaut. Das sind in etwa 140 Fußballfelder. Neben dem Flächenverbrauch gehört der Landkreis auch bei der Flächenversiegelung zu den Spitzenreitern in Bayern. In Anbetracht der Klimakrise sind diese Zahlen besonders bedenklich, denn mit dem Verbrauch und der Versiegelung von Fläche wird die Erderhitzung noch zusätzlich befeuert.

 Betonflut verbindlich stoppen.

Wir wollen die Betonflut stoppen und mit verbindlichen Höchstgrenzen den täglich fortschreitenden Flächenverbrauch eindämmen. Dadurch wird die Zerstörung unserer Landschaft verhindert. Die Ortszentren werden revitalisiert, und es bleibt genügend Raum für weitere orts- und umweltverträgliche Entwicklungen, die eine enkeltaugliche Zukunft ermöglichen. Für die Umsetzung sind verschiedene Maßnahmen denkbar, wie zum Beispiel Werkzeuge für kommunales Flächenmanagement, Förderung und Planung von verdichtetem Bauen, Rückbauverpflichtungen, Erleichtern von Innenentwicklung oder das Fördern von Ortsentwicklungskonzepten. Ein effektives Leerstandmanagement macht so manchen Neubau überflüssig. Künftig soll es heißen:

Denken, bevor der Bagger kommt! Weil wir hier leben!

Mobil mit Bus und Bahn – Öffentlicher Personennahverkehr

Für einen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der sich an den Bedürfnissen der Bürger*innen orientiert.

Wir setzen uns schon seit 2010 für die Errichtung eines Verkehrsverbundes ein. Dieses Ziel werden wir mit Nachdruck weiterverfolgen. Zu lange wird der ÖPNV im Landkreis nur aus der Sicht der Schülerbeförderung betrachtet, deshalb ist die Einstellung eines Nahverkehrsplaners durch den Landkreis ein erster, wichtiger Schritt. Wir wollen im gesamten Landkreisgebiet einen Ein-Stunden-Takt einführen, der auch gewährleisten soll, dass weiterführende Anschlüsse gut erreicht werden. Die Betriebszeiten sollen sich mit einer Abdeckung von 5 bis 24 Uhr an den Bedürfnissen von Pendlern und den Freizeitangeboten orientieren. Zusätzlich zu Traunstein muss es mehr zentrale Umsteigepunkte geben und Querverbindungen müssen eingerichtet bzw. erweitert werden. Der Rupertiwinkel und der nördliche Landkreis sind besser an die Kreisstadt anzubinden. Flexible Angebote wie Anrufsammeltaxi oder dergleichen sollen das Mobilitätsangebot ergänzen.

Fahrtkosten senken und Fahrpläne fahrgastfreundlich gestalten.

Eine neue Tarifstruktur kann die Fahrkosten für die Nutzer*innen senken, die Möglichkeit eines 365-Euro-Tickets ist dabei zu prüfen. Ein Kombiticket für die wahlweise Benutzung von Bus oder Bahn ist überfällig. Alle Angebote müssen digitalisiert jederzeit verfügbar sein. Eine Echtzeitlokalisierung des gewählten Verkehrsmittels soll gewährleistet werden. Busse sollen auf klimafreundliche Antriebe umgestellt werden.

Lebensqualität in den Orten steigern – Fussgänger*innen und Radler*innen als gleichwertige Verkehrsteilnehmer*innen behandeln.

Tempo-30-Zonen haben sich bewährt. Barrierefreie Querungshilfen sind nachweislich sicherer als Fußgängerampeln. Die Verkehrsplanung muss die Bedürfnisse der Radfahrer*innen mehr in den Mittelpunkt stellen, um einen Umstieg vom Pkw auf das Fahrrad als Verkehrsmittel zu erleichtern. Eine schnelle Radverbindung zwischen den Städten Trostberg, Traunreut und Traunstein wollen wir umsetzen.

Bahnfahren einfach, schnell und bequem.

Wir setzen uns für eine rasche Elektrifizierung der Bahnlinie Traunstein-Traunreut-Trostberg-Mühldorf ein. Die Fahrzeiten müssen deutlich verkürzt werden, eine Alternativtrasse über Matzing nach Traunreut und weiter nach Altenmarkt ist seitens der Bahn zu realisieren. Der Zug soll dort fahren und halten, wo die Menschen sind. Auch hier setzen wir uns für einen durchgängigen Ein-Stunden-Takt von 5 bis 24 Uhr ein. Bahnfahren soll auch im Landkreis Traunstein einfach, schnell und bequem sein.

Ökologische Landwirtschaft bietet Alternativen

Für eine Landwirtschaft, in der Bäuerinnen und Bauern selbstbestimmt arbeiten können.

Was wird aus den Bauernhöfen im Landkreis Traunstein? Wie lässt sich das Höfesterben aufhalten? Und was tun wir, um die gegenwärtigen Probleme zu lösen? Diese Fragen können wir Grüne nicht allein angehen, dafür brauchen und suchen wir den Dialog mit der Gesellschaft und den Menschen auf den bäuerlichen Betrieben. Natürlich sehen wir Grüne in der ökologischen Landwirtschaft langfristig die nachhaltigste Lösung, aber wir wollen für alle Bäuerinnen und Bauern eine Landwirtschaft, die unabhängig und selbstbestimmt arbeitet.

Landwirtschaft gibt es, weil wir essen.  Wie und was, wirkt sich auf Umwelt, Klima und Höfe aus.

Auch in unserem Landkreis werden überwiegend Lebens- und Futtermittel auf den Äckern und Wiesen angebaut. Wie und was wir essen, berührt unsere Gesundheit und prägt unser Miteinander, es spiegelt sich in Dorfläden oder Discountern und wirkt sich, drängend und unübersehbar, auf Umwelt, Klima und unsere Landschaft aus. Abhängig von der Wirtschaftsweise, mit der unsere Lebens- und Futtermittel und Energiepflanzen erzeugt werden, besteht unsere Agrarlandschaft aus Mais-Monokulturen und intensivem Grünland, auf dem nichts mehr blüht. Hecken, Feldgehölze, Feldraine und Tümpel werden immer weniger, und die vielfältige und lebendige Kulturlandschaft verschwindet. Nitrat im Grundwasser und immer intensivere Betriebe werden zur Normalität.

Wir Grüne wissen: Klimaschutz, Tierschutz und Artenschutz geht nicht ohne die Landwirtschaft. Aber es geht auch um das Kulturgut und die Lebensform der Landwirtschaft selbst. Natur braucht Vielfalt, um zu überleben. Eine Gesellschaft braucht Vielfalt, um zu bestehen.

Ökologische Landwirtschaft als Alternative.

Die ökologische Landwirtschaft bietet Alternativen an. Sie verzichtet auf Pestizide und Kunstdünger, sorgt für eine gute Bodenfruchtbarkeit und kümmert sich um die Tiergesundheit. Deshalb gibt es dort, wo ökologisch gearbeitet wird, mehr Insekten, Vögel, Kräuter und Blumen und mehr Platz für die Nutztiere. 

Um die ökologische Landwirtschaft im Landkreis Traunstein weiter auszubauen, brauchen wir eine entsprechende Vermarktung, eine gesicherte Nachfrage und die ehrliche Bereitschaft, für ökologisch erzeugte Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Auch der Wert von Lebensmitteln und die Wertschätzung der Menschen, die mit Lebensmittel zu tun haben, muss besser vermittelt werden. Dazu kann der Landkreis einiges beitragen.

Schulgärten und Schulküchen fördern.

Wir wollen, dass Schulgärten und Schulküchen gefördert und gut betreut werden. In den Kindergärten und Schulen, zusammen mit den Gartenbauvereinen und engagierten Lehrer*innen können sie so zu Orten werden, an denen Kinder spielerisch ihre ersten Erfahrungen mit Lebensmitteln sammeln und gemeinsam kochen und essen können.

Ökomodellregion sichern und ausbauen.

Bayerns politisches Ziel sind 30% ökologische Landwirtschaft bis 2030. Ökomodellregionen wie unsere „Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel“ erweisen sich dafür als sehr wirksame Maßnahmen und bewirken eine positive Regionalentwicklung. Sie sorgen für Bewusstseinsbildung und sind ein erfolgreiches Gesamtkonzept aus Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung. Unbürokratisch werden Bäuerinnen und Bauern mit regional angepassten Strategien unterstützt – also genau das, was so viele wollen. Deshalb wollen wir unsere Ökomodellregion dauerhaft unterstützen, damit mehr attraktive Arbeitsplätze geschaffen werden und sich weitere Chancen für bäuerliche Betriebe eröffnen. Auch unser Tourismus lebt von der vielfältigen und nachhaltigen Landwirtschaft. Wir sehen die Ökomodellregion als Vorbild für den ganzen Landkreis.

Gemeinschaftsverpflegung – lokal, frisch und nachhaltig.

Auch in der Gemeinschaftsverpflegung liegt eine riesige Chance für die heimische Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk. Wir wollen einen hohen Anteil von ökologisch und regional hergestellten und gesunden Lebensmitteln in den Kindergärten, Tageseinrichtungen, Kantinen, Seniorenheimen und Krankenhäusern des Landkreises. Damit schaffen wir regionale Wertschöpfung und eine beständige Nachfrage. Dafür brauchen wir einen Vergabe-Kodex auf Landkreisebene für faire und bio-regionale Lebensmittel, der auch ganz klar Umweltwirkung und soziale Kriterien einbezieht.

Sozialer Landkreis Traunstein

Unsere Gesellschaft wandelt sich: die Menschen werden immer älter, die Familien werden immer kleiner. Gleichzeitig gibt es neue Formen von Familien und Partnerschaften, von Lebensgemeinschaften, Wohngemeinschaften oder Nachbarschaften. Diese Entwicklung bedeutet eine Herausforderung, die nur durch ein konstruktives und solidarisches Miteinander aller Generationen zu bewältigen ist. Deshalb: Um nachhaltig zu planen, müssen wir in die Zukunft denken und uns vor Augen halten, welche Bedürfnisse und Interessen die Menschen in den nächsten Jahrzehnten haben werden.

Wir Grüne setzten uns deshalb für eine generationenübergreifende Landkreispolitik ein, die integrativ kinder-, jugend-, familien-, und seniorenfreundlich ist – heute und in Zukunft.

Kinder und Familien ins Zentrum rücken

Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf problemlos möglich ist. Dazu braucht es bedarfsgerechte frühkindliche, vorschulische und schulische Angebote, die auch auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungserschwernissen eingehen können. Die Ganztagsangebote müssen deutlich ausgebaut werden. Die Gebäude und die Ausstattung der landkreiseigenen Schulen sind kontinuierlich so weiterzuentwickeln, dass sie ihrem Bildungs- und Betreuungsauftrag dauerhaft gerecht werden können.

Jugend braucht Raum

Jugendliche müssen ihre Ideen und Einschätzungen auch in die Landkreispolitik einbringen können. Das bestehende Jugendparlament soll dazu als Forum weiterentwickelt werden, in dem konkrete Initiativen entwickelt werden, die im Kreistag auch gebührend behandelt werden.

In Würde alt werden

Die Zahl der Menschen im Seniorenalter und mit Pflegebedarf nimmt auch im Landkreis Traunstein kontinuierlich zu. Auf Grundlage des beschlossenen seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes sind die Pflege- und Betreuungsangebote in den Sozialräumen bedarfsgerecht auszubauen. Neben der zeitgemäßen Weiterentwicklung der kreiseigenen Pflegeheime müssen vor allem ausreichende Plätze für die Kurzzeitpflege und die solitäre Tagespflege geschaffen werden.

Geflüchtete Menschen integrieren

Asylsuchende, die aus Not und Verfolgung in ihren Heimatländern fliehen, sollen sich im Landkreis Traunstein willkommen und beschützt fühlen. Grundvoraussetzung ist eine menschenwürdige Unterkunft mit einer angemessenen Ausstattung, die jeder Einzelperson bzw. Familie auch die nötige Privatsphäre bietet. Neben dem Erwerb der deutschen Sprache ist die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren oder eine Arbeit aufzunehmen, die zentrale Säule, um von staatlichen Transferleistungen unabhängig zu werden. Daher soll der Landkreis alle gesetzlich möglichen Ermessenspielräume zur Erteilung einer Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis maximal nutzen.

Ehrenamt stützen und fördern

Viele Bürger*innen des Landkreises sind ehrenamtlich tätig. Wir werden auch zukünftig die ehrenamtlich tätigen Menschen in ihrem Engagement unterstützen und fördern.

Wir haben überhaupt kein Verständnis, wenn ehrenamtlich Tätigen in Sonntagsreden zwar Unterstützung versprochen wird, wenn es aber konkret wird, sie durch bürokratische Auflagen und weitere Pflichten in ihren Aufgaben behindert werden.

Wohnen im Landkreis Traunstein

Bezahlbares und barrierefreies Wohnen

Ganz gleich, ob für Familien oder für Menschen mit begrenztem Einkommen aus Arbeit, bzw. Rente: Das Wohnen im Landkreis Traunstein muss bezahlbar bleiben!

Mit der zahlenmäßigen Zunahme von älteren Menschen und Menschen mit Einschränkungen bekommt beim Wohnen zudem das Thema Barrierefreiheit immer größere Bedeutung.

Sozialgebundenen Wohnraum erhalten, öffentliche Gebäude CO2-neutral bauen, sanieren und nutzen.

Wir setzen uns für den Erhalt und weiteren Ausbau des sozialgebundenen Wohnraums in den Städten und Gemeinden des Landkreises ein. Mit der kreiseigenen Wohnbaugesellschaft und dem Zweckverband „Heimat.Chiemgau“ stehen hier Instrumente der öffentlichen Hand zur Verfügung, die wir kontinuierlich weiterentwickeln wollen. Die landkreiseigenen Gebäude sollen CO2-neutral gebaut, saniert und genutzt werden.

Wohnraumbörse initiieren, Leerstand nutzen und Grünflächen erhalten.

Ergänzend wollen wir eine Wohnraumbörse initiieren, um den vorhandenen Wohnraum optimal zu nutzen. Damit der Landkreis nachhaltig agieren kann, wollen wir beim Erwerb von leerstehenden Immobilen und bebaubaren Arealen eng mit den Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. Dabei gilt es, die Art der Bebauung so zu gestalten, dass die vorhandenen Flächen, möglichst effizient genutzt und Grünflächen erhalten bleiben.

Gesundheitspolitik im Landkreis Traunstein

Mehr Zeit und Budgets für die Bedürfnisse kranker, leidender und sterbender Menschen.

Die Gesundheit ist unser höchstes Gut, und deshalb ist uns die kommunale Gesundheitspolitik seit vielen Jahren ein echtes Herzensanliegen. Tausende arbeiten im Landkreis Traunstein in unseren Kliniken, Praxen, Apotheken, Pflegediensten, Alten- und Pflegeheimen oder als selbständige Therapeut*innen und versuchen täglich für die Menschen ihr Bestes zu geben. Leider stellen wir gerade in den letzten Jahren bei vielen Patient*innen, aber auch bei den im Gesundheitsbereich Beschäftigten eine wachsende Unzufriedenheit fest. Dies hat nicht nur mit der teilweise beschämenden Bezahlung mancher Berufsgruppen zu tun.

Eine kalte Kommerzialisierung unseres Gesundheitswesens brachte ein oft gnadenloses Profitdenken, industrieanaloge Prinzipien der Produktion und eine auf Wettbewerb statt auf Zusammenarbeit gründender Marktlogik in einen Bereich, der zuvor von empathischer Zuwendung für Kranke und einer wertschätzenden Pflege geprägt war.

Fallzahlen, CMI-Werte und ständige Rationalisierungsbestrebungen bestimmen heute die politische Diskussion. Statt sich über Gesundheit zu freuen, streben wir jedes Jahr eine Fallzahlsteigerung in allen Bereichen an und werden besorgt, wenn eine fehlende Grippewelle die Krankenhäuser leerer lässt. Ein solches System ist pervers.

Die grundlegenden Bedürfnisse kranker, leidender oder sterbenden Menschen werden durch eine politisch gewollte systematische Verknappung von Zeit und Budgets mit Füßen getreten. Dazu kommt eine immer überbordendere Bürokratie und ein vollkommen krankhafter Dokumentierungsfetischismus, der bei Ärzten, Pflegenden und allen im Gesundheitsbereich Arbeitenden zu täglichem Frust und wenn nicht sogar zu Burn-out-Phänomen führt.

Für ein Gesundheitswesen, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.

Wir Grüne setzen uns für ein Gesundheitswesen ein, in dem der Mensch wieder im Mittelpunkt steht. Wir kämpfen dafür, dass die oft sehr engagierten Schwestern und Pfleger, aber auch Ärzte und Ärztinnen und alle anderen im Gesundheitsbereich Arbeitenden wieder mit Freude und Begeisterung und vor allem aber auch mit ausreichend Zeit ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können. Und sich dadurch dann auch wieder mehr Menschen für diese Berufe begeistern.

Für eine gute Versorgung des gesamten Landkreises mit Haus- und Fachärztinnen.

Wir setzen uns für eine gute Versorgung des gesamten Landkreises mit Haus- und Fachärzt*innen ein. Gerade in den ländlichen Regionen brauchen wir ausreichend Apotheken, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden und gute ambulante Pflegedienste und -heime.

Kliniken in kommunaler Trägerschaft erhalten.

Der Erhalt unserer Kliniken in kommunaler Trägerschaft war uns Grünen immer ein wichtiges Anliegen und wurde von unseren Kreis- und Aufsichtsrätinnen tatkräftig miterstritten. Nicht nur die 2.400 engagierten Mitarbeiter*innen unserer Landkreiskliniken oder die über 40.000 stationären Patient*innen jährlich, sondern alle Bürger*innen haben es verdient, dass wir uns auf allen politischen Ebenen für eine wirkliche Verbesserung unseres Gesundheitswesens einsetzen.

Zukunftsorientiertes Wirtschaften

Qualitative Arbeitsplätze und Leben auf dem Land besser vereinbaren.

Die Unternehmer in unserem Landkreis sorgen für einen sehr hohen Beschäftigungsgrad. Dies führt aber auch dazu, dass der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften für Industrie, Handwerk und den Dienstleistungsbereich zu einem zentralen Problem wird. Wir Grüne wollen dazu beitragen, dass qualitative Arbeitsplätze und Leben auf dem Land zukünftig noch besser vereinbar sind. Hierunter verstehen wir Programme zum Kennenlernen der Unternehmen schon während der Schulzeit, das aktive Werben als Landkreis um Fachkräfte, aber auch die Stärkung der Bildungs- und Weiterbildungsangebote.

Wir wissen, dass wir uns im Landkreis nicht auf wirtschaftlichen Erfolgen ausruhen dürfen, sondern immer wieder neue Ideen brauchen. Darum sehen wir die Förderung von Start-ups und neuen Talenten als große Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung, ebenso die Förderung von Sozialunternehmen (Social Entrepreneurs).

Die Potenziale regionaler Wirtschaftskreisläufe und einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit nutzen.

Die Vernetzung von Kommunen, Unternehmen, Hochschulen und Verwaltungen wollen wir vorantreiben, um Kooperationen und Wissenstransfer zu erleichtern. Wir richten die kommunale Wirtschaftsförderung dabei an nachhaltigen Kriterien wie Ökologie, Lebensqualität, Mitbestimmung, Sozialstandards und Geschlechtergerechtigkeit aus.

Realisierung einer nachhaltigen Wirtschaftspraxis durch Gemeinwohlökonomie.

Wir Grüne wollen in einem Pilotprojekt mindestens zwei Unternehmen mit Landkreisbeteiligung für die Gemeinwohl-Bilanzierung gewinnen. Mit den daraus gewonnen Erfahrungen und den Erfahrungen bereits Gemeinwohl zertifizierter Unternehmen im Landkreis sollen Handreichungen für privatwirtschaftliche Betriebe erarbeitet, bzw. ein Informationsangebot für Unternehmen bereitgestellt werden, die ihr wirtschaftliches Handeln beispielsweise mit Hilfe einer Gemeinwohl-Bilanz nachhaltig ausrichten möchten.

Sparsamer Umgang mit Gewerbeflächen.

Wir wollen den sparsamen Umgang mit Gewerbeflächen fördern. Die Handlungsmaxime kann dabei nicht die Hoffnung auf die höchste Gewerbesteuer sein, sondern die maßvolle und zielgerichtete Entwicklung. Die wirtschaftliche Entwicklung benötigt natürlich auch Fläche. Die effiziente Nachnutzung bestehender Gewerbeflächen soll dabei Vorrang haben. Einkaufszentren auf der grünen Wiese lehnen wir ab. Insbesondere der Einzelhandel in den Ortszentren gerät dadurch zunehmend unter Druck. Bei Ausschreibungen wollen wir darauf achten, dass Wettbewerb, Regionalität und ökologische wie soziale Verantwortung berücksichtigt werden.

Handwerksbetriebe stärken.

Handwerksbetriebe sind das Rückgrat unserer regional ausgerichteten Wirtschaft. Hierbei ist darauf zu achten, dass handwerkliches Wissen weiterentwickelt wird. Das Wissen in Handwerksberufen, die kaum noch ausgeübt werden, darf nicht verloren gehen. Wir wollen, dass handwerkliche und akademische Berufsbildung als gleichwertig anerkannt werden. Deshalb ist die handwerkliche Berufsausbildung besonders zu fördern.

Digitalisierung vorantreiben

Starke Kommunen leben von einer starken Infrastruktur.

Dazu gehört für uns Grüne insbesondere eine angemessene Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen. Auch das Leben im ländlichen Raum muss smarter, attraktiver und zukunftsfähig gemacht werden. Wir brauchen mobiles Internet in jedem Dorf. Wir setzen uns auf allen Ebenen für eine flächendeckende Versorgung mit LTE (Long Term Evolution) ohne Funklöcher ein. Hier ist der Bund gefragt, die weißen Flecken verschwinden zu lassen.

Flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen.

Wir setzen uns für eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen ein. Hierzu stehen auch Förderprogramme auf Landesebene zur Verfügung, die wir vollumfänglich nutzen wollen. Darüber hinaus unterstützen wir den Ausbau einer W-LAN-Abdeckung, insbesondere an Infrastruktur-Knotenpunkten, Bildungs- und Sozialeinrichtungen, sowie in allen Verwaltungsstandorten. Um die Digitalisierung effektiv nutzen zu können, bedarf es Wissen über aktuelle IT-Entwicklungen und Datenschutz in unseren kommunalen Verwaltungen. Dafür wollen wir nach Möglichkeit auch EU-Förderprogramme nutzen.

Digitale Leitbilder für Städte und Gemeinden

Wir Grüne wollen, dass in unseren Städten und Gemeinden digitale Leitbilder und Programme für Digitalisierungsaufgaben der Kommune (digitale Agenda) erarbeitet werden, um strategisch, ethisch, formal und technisch einen Rahmen für alle digitalen Entwicklungsaufgaben zu setzen.

Behördengänge erleichtern, Wartezeiten verkürzen, Bearbeitungsgebühren senken.

Wir wollen Behördengänge erleichtern, Wartezeiten in den Bürgerbüros verkürzen und Bearbeitungsgebühren senken. Deshalb unterstützen wir den zügigen Auf- und Ausbau einer transparenten und bürgernahen digitalen Verwaltung. Datenschutz muss dabei die oberste Priorität haben. Ebenso wichtig ist, dass kein Bürger benachteiligt und ausgegrenzt wird. Um die Bürgerbeteiligung zu stärken streben wir skalierbare Online-Petitionen sowohl auf Gemeinde- und Kreisebene an.

Der Landkreis Traunstein soll führend in Digitaler Verwaltung (E-Gouvernement) sein, in enger Zusammenarbeit mit den anderen Landkreisen der Region 18 und den Städten und Gemeinden im Landkreis.

Tourismus – naturnah und lokal geprägt

Der Landkreis Traunstein ist in vielen Bereichen touristisch geprägt, ein erheblicher Teil der Wertschöpfung stammt aus diesem Wirtschaftszweig. Der Landkreis und die Landkreisgemeinden fördern den Chiemgau-Tourismusverband e. V. mit jährlich rund 1,5 Millionen Euro als freiwillige Leistung. Wir Grüne stehen für mehr Eigenverantwortung seitens der Tourismusbranche, die sich in den letzten Jahren zum großen Teil sehr positiv entwickelt hat.

Vernetzung von Landwirtschaft und Gastronomie.

Wir setzen uns für eine bessere Zusammenarbeit und Vernetzung von lokalen landwirtschaftlichen Erzeugern und der Gastronomie ein. Dieser Absatzweg wird immer noch zu wenig genutzt, obwohl hier ein großes Potenzial besteht. Nicht zuletzt schaffen regional und biologisch erzeugte Produkte eine bessere Identität der Urlaubsregion in der Wahrnehmung der Gäste. Dieses Potenzial wollen wir fördern. Den Anbietern von Urlaub auf dem Bauernhof kommt hier besondere Bedeutung zu.

Naturnaher und sanfter Tourismus.

Insgesamt setzen wir auf einen naturnahen und sanften Tourismus, der den Besuchern die Natur zugänglich und erlebbar macht. Hierzu sollen Projekte wie Blumenwiesenwanderwege, Bienenlehrstände/Bienenwege usw. seitens des Tourismusverbandes initiiert und vorangetrieben werden. Die einzigartige landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft besonders im südlichen Landkreis soll hier besser als bisher auch wirtschaftlich profitieren. Die Landschaftspflege und der Landschaftspflegeverband nehmen hier eine wichtige Rolle ein. Am Beispiel von Kärnten, Südtirol oder Vorarlberg lässt sich ablesen, wie Grüner Tourismus funktionieren kann. In diese Richtung wollen wir gehen.

Kunst und Kultur – reiches Erbe und lebendige Zukunft

Kunst und Kultur bilden für uns alle das regionale Band des Miteinanders.

Von kulturhistorischen Kunstschätzen bis zur Gegenwartskunst – im Landkreis Traunstein sind wir hier reich beschenkt. Vom Wallfahrtsort Maria Eck bis zum Streichenkircherl im Achental, vom Flügelaltar in Sondermoning bis zum Schlupfstein in der Kirche von St. Wolfgang erstrecken sich die religiösen Baudenkmäler, die dem Landkreis ein unverwechselbares Gesicht geben. In Seeon zeugt das ehemalige Benediktinerkloster vom kulturprägenden Wirken der christlichen Mönche. Auch Schlösser, Burgen und viele Museen finden wir in unserem Landkreis: Burg Tittmoning, Schloss Stein, Pertenstein und Burg Marquartstein. Heimatmuseen, das Bayerische Moor- und Torfmuseum, das Holzknechtmuseum, das Baiuvarenmuseum, der Salinenpark – um nur einige zu nennen – erzählen von der jahrhundertlangen Geschichte des Landkreises. Künstlerische Berühmtheit erlangte der Chiemgau auch durch die Chiemseemaler. Das Exterhaus in Übersee bewahrt dieses Erbe und ist weit über die Region hinaus bekannt.

Die Gegenwartskultur braucht ebenfalls keinen Vergleich mit den Nachbarlandkreisen zu scheuen: das Maximum in Traunreut oder der Kunst- und Kulturraum Klosterkirche, der Postsaal in Trostberg oder das k1 in Traunreut eröffnen den regionalen und überregionalen Künstler*innen den öffentlichen Zugang zu ihrem Schaffen und uns Bürger*innen Kunstgenuss vom Feinsten! Und die lebendige Kultur- und Musikszene zwischen Bergen, Übersee und Tittmoning bietet für alle Ansprüche immer wieder Neues und Überraschendes.

Kulturgüter für zukünftige Generationen bewahren.

Der Landkreis Traunstein besitzt zudem einen besonderen Klang. Eine Vielzahl von Konzerten rund um den Jahreskreis wie der nicht mehr wegzudenkende Musiksommer zwischen Inn und Salzach, aber auch der Heimatsound unserer Region, der stilprägend für die moderne Volksmusik in Bayern ist, lässt die Menschen aufhorchen. Dank den vielen Musikschulen im Landkreis haben inzwischen die zahlreichen 30 Volksmusikgruppen und Musikvereine in den Gemeinden keine Nachwuchsprobleme mehr. Ob historisch oder modern, für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene: Kunst und Kultur sind das Salz des Lebens. Eine lebendige Brauchtumspflege, ganz gleich ob für Trachtler aus Ruhpolding oder Vertriebene aus dem Egerland, stärkt das gemeinsame kulturelle Erbe. Schließlich dürfen wir nicht vergessen, woher wir kommen und unsere Wurzeln haben. Deshalb werden wir mit den örtlichen Heimatpflegern und den Vereinen zusammenarbeiten, um unsere Kulturgüter für zukünftige Generationen zu erhalten.

Für eine vielfältige, offene und soziale Kunst- und Kulturlandschaft.

Kunst genießen oder selber kreativ sein, beides ist wichtig. Die vielen Theaterbühnen in unserem Landkreis, die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in den Musik-, Theater, Trachten- und Kunstvereinen, die vielen Kunsthandwerker und Kunstschaffenden zeugen von großer künstlerischer Kraft und großem Ideenreichtum. Kinder und Jugendliche an Kunst und Kultur heranzuführen, wie es zum Beispiel die Schule der Phantasie macht, ist dafür eine wichtige Grundlage. Nachholbedarf gibt es für Jugendliche im Landkreis Traunstein, einige junge Menschen finden sich nicht im Vereinsangebot wieder. Auch für diese Jugendlichen müssen regelmäßige landkreisweite Angebote geschaffen werden. Dies alles gilt es zu bewahren und zu fördern: für uns Grüne ein zentrales Anliegen!

Gleichberechtigung konsequent einfordern

Teilhabe und Gleichstellung durchsetzen.

Wir Grüne stehen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen, Männern und Diversen. Wir sind die einzige Partei, die eine paritätische Vertretung von Frauen in kommunalen Gremien mit verbindlichen innerparteilichen Regeln ermöglicht. Wir setzen uns dafür ein, auch in Führungspositionen kommunaler Verwaltungen und in Gesellschaften mit kommunaler Beteiligung eine paritätische Besetzung zu erreichen. Die Stellen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten wollen wir gut ausstatten, um wirkungsvoll arbeiten zu können. Zudem sollen weitere Gleichstellungsbeauftragte dort eingeführt werden, wo diese noch fehlen.

Betreuungsangebot und Weiterbildung für Frauen ausbauen.

Damit Frauen Ihre beruflichen Vorstellungen verwirklichen können, wollen wir flächendeckende und zeitlich flexible Kinderbetreuungsangebote erweitern. Und weitere speziell auf Frauen ausgerichtete Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, damit Frauen in Selbständigkeit oder Angestelltenverhältnis zur Selbstverständlichkeit werden. In diesem Zusammenhang wollen wir auch die Elternzeit für Väter bewerben.

Frauen in Not unterstützen.

Wir wollen Frauennotrufe und Beratungsangebote für von Gewalt betroffene Frauen finanziell stärken sowie mehr Krisenplätze für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder schaffen.

Landratskandidatin Gisela Sengl
Film zur Kommunalwahl 2020
Bezirkstagskandidatin Felicitas Wendt
Kreisrundbrief
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Grünen-Kampagne gegen Hass