zurück zur Seite Aktuelles des KV Traunstein
Die frisch gewählten Kandidaten für den Traunsteiner Stadtrat

Die frisch gewählten Kandidaten für den Traunsteiner Stadtrat

30 Kandidaten, 30 Kompetenzen

OV Traunstein stellte Liste für die Stadtratswahl auf.

Eine kompetente Liste aus 30 Kandidaten und zwei Ersatzkandidaten haben wir am vergangenen Mittwoch im Traunsteiner Sailer Keller aufgestellt. Die Versammlung wurde souverän geleitet von Walter Wimmer aus Waging.

Gast war auch unsere Landratskandidatin Gisela Sengl, die sich über die vielen kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten und die Vielzahl der angesprochenen Themen freute. Sie sagte, nachdem die meisten Plätze gewählt waren: „Im Gegensatz zur Bundesregierung wissen wir Grüne, was jetzt zu tun ist. Wenn wir viele sind, können wir das Richtige beschließen.“

Auf Listenplatz 1 wurde Stadträtin Burgi Mörtl-Körner gewählt, die bereits vor einer Weile auch als Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl aufgestellt wurde. Für sie ist kommunaler Klima- und Umweltschutz eines der wichtigsten Themen, da sie eine „enkeltaugliche“ Zukunft schaffen möchte. „Die Forderungen der jungen Leute von ‚Fridays for Future‘ sind an uns Politiker und Politikerinnen gerichtet, wir müssen nun etwas tun“, sagte sie.

Stadtrat Wilfried Schott ist der Finanzexperte in der Grünen Fraktion: er wurde auf Platz 2 gewählt. „Traunsteins Schulden werden auf 30 Millionen steigen, man muss sich immer die Frage stellen, welche Ausgaben tatsächlich notwendig sind“, ist seine Überzeugung. Schott ist auch Mitglied in der „Arbeitsgruppe Verkehr“ der Stadt, er setzt sich seit langem für Tempo 30-Zonen und sicheres Radfahren ein und möchte diese Themen auch in Zukunft voranbringen.

„Traunstein wäre mit einer Landesgartenschau noch viel höher als jetzt verschuldet“, sagte Helga Mandl, die mit zwei Mitstreitern vor 3 Jahren den Bürgerentscheid gegen die LGS initiiert und mit fast 2/3-Mehrheit gewonnen hatte. Sie wurde auf Platz 3 gewählt: Für sie war dieser Bürgerentscheid ein Beispiel für gelebte Demokratie von unten. Bezogen auf den geplanten Umzug des Rinderzuchtverbandes nach Wolkersdorf sagte sie: „Ich würde mich nicht wundern, wenn es nächstes Jahr wieder einen Bürgerentscheid gäbe.“

Stadtrat Thomas Stadler aus Rettenbach, der auf Platz 4 gewählt wurde, möchte sich besonders für die Entwicklung der Ortsteile einsetzen: „Starke Ortsteile sind eine stake Stadt“, davon ist er überzeugt. Und als Jugendreferent der Stadt hält er ein echtes Jugendzentrum anstelle des Jungendtreffs in Traunstein für absolut notwendig: „Gebt den Jugendlichen Raum, sie werden ihn füllen“, sagte er.

Auf Platz 5 wurde Mina Himmelstoß gewählt: Sie ist 35 Jahre alt und möchte den Stadtrat verjüngen. „Im aktuellen Stadtrat sind nur 7 Frauen, und davon eine einzige unter 40“, bemängelte sie. Sie möchte sich einsetzen für eine Stadt, in der nicht alleine der Mensch ein Zuhause hat, sondern auch Pflanzen und Tiere, und sie sagte ganz plakativ: „Ich möchte das Grün in unseren Stadtfarben wieder zum Leuchten bringen“

Dr. Patrick Nepper ist fassungslos darüber, dass „der Rinderzuchtverband den Festplatz vor Wolkersdorf nachbauen will“. Sein Thema ist der Stopp der immensen Flächenversiegelung: Er wurde von den Mitgliedern auf Platz 6 gewählt. Dr. Nepper möchte sich weiters für sicheres Radfahren in Traunstein einsetzen und er berichtete: „Im städtischen Haushalt finde ich bei 2 Millionen Euro für Straßenbau nur ein Prozent dieser Summe für Radwege!“ Dass er das in der Zukunft ganz anders haben möchte, wurde in seiner Bewerbungsrede sehr deutlich.

Auf Platz 7 wählten die Mitglieder Martina Wenta, die als Mutter von 3 Kindern für eine bessere Familienpolitik in Traunstein kämpfen will, so zum Beispiel für eine höhere Flexibilität bei den Hol- und Bringzeiten der Kitas, für ein Ferienprogramm, das man auch ohne Auto erreichen kann, für bezahlbare größere Wohnungen für Familien, und vieles mehr.

Stadtrat Wolfgang Wörner kandidierte auf Platz 8 und wurde gewählt: „Ich bin von Anfang an in der Bürgerinitiative ‚Rettet den Haidforst‘ aktiv“ erzählte er. Für ihn ist der Erhalt der Bäume in der Stadt ein zentrales Anliegen, sowohl in den städtischen Wäldern als auch im Stadtgebiet. „Und deshalb bin ich auch absolut gegen ein Parkhaus auf dem Karl-Theodor-Platz, denn egal wie es gebaut wird, es müssten die schönen Laubbäume dort gefällt werden“, sagte er.

Auf die Plätze 9 bis 14 wurden gewählt: Ursula Lutzenberger, Michael Langwieder, Katharina Stadler, Valentin Rausch, Hildegard Waldherr und Günter Fembacher.

Auch auf den Plätzen 15 bis 30 finden sich viele Kandidaten und Kandidatinnen, junge und ältere und aus den verschiedensten Berufsgruppen, die ebenfalls ihr Wissen und ihre Erfahrungen in eine starke grüne Stadtratsfraktion einbringen wollen. Wolfgang Wörner

(9. Oktober 2019)

Der Ortsverband Traunstein stellt sich vor.
Unsere OB-Kandidatin Burgi Mörtl-Körner
Newsletter von Gisela Sengl
Kreisrundbrief