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Dr. Bernhard Zimmer, umrahmt von den beiden Kreisvorsitzenden der Grünen im Landkreis Traunstein Helga Mandl (links) und Regina Reiter.

Kreisversammlung mit Bio-Imker Dr. Bernhard Zimmer
Einen packenden Vortrag zum Thema „Bienen“ gab es auf unserer Mai-Kreisversammlung im Sailer Keller. „Alle schauen momentan auf die stark gefährdete Honigbiene, aber auch die Wildbienen sind sehr in Gefahr“, sagte der Referent Dr. Bernhard Zimmer aus Piding, Bio-Imker, und Direktkandidat für die Landtagswahl im Stimmkreis Berchtesgadener Land. Und mit vielen Anlehnungen an die Biene Maja und ihren Freund Willi beschrieb er das Leben von Honig- und Wildbienen in Stadt und Land.
90 Prozent aller Blütenpflanzen weltweit brauchen Bestäubung durch Bienen, das betrifft 35 Prozent der weltweit erzeugten Lebensmittel.
Und kaum einer der Anwesenden wusste zum Beispiel, dass Honigbienen, die im Sommer geboren werden, ca. 4 Wochen alt werden, im Herbst geborene aber 6 Monate, um überwintern zu können. Die Bienenkönigin erreicht ein Alter von 4 bis 5 Jahren.
Walter Wimmer aus Waging wollte nun wissen: „Bringen denn Blühstreifen, wie sie im Landkreis zu sehen sind, etwas?“ Dr. Zimmer antwortete: „Ja sicher, doch es gibt noch Optimierungsmöglichkeiten, zum Beispiel weniger mähen und mehrjährige Samenmischungen verwenden“.
Das brachte die Diskussion sogleich auf konkrete Empfehlungen, was jeder von uns gegen den Insektenschwund tun kann: Als Insektennahrung dienen am besten heimische Gewächse, wie Schlehen, Königskerzen, alle Küchenkräuter oder auch Disteln. Auch eine große Wiese mit blühendem Löwenzahn ist ein Bienenparadies, das aber viel zu oft viel zu früh abgemäht wird.
Marlis Neuhierl-Huber aus Siegsdorf fragte dann nach dem Springkraut, das im Spätsommer und Herbst überall zu finden ist, worauf der Referent sagte, es bringe schon viel Nektar, aber zu spät im Jahr, wenn die Bienen nicht mehr fliegen, sondern sich um ihre Brut kümmern sollen.
Beatrice Bode aus Trostberg wollte wissen: „Wie ist es mit den Bienen in den Städten?“ –Interessanterweise bringen Honigbienen in den Städten höhere Erträge als auf dem Land, aber für Wildbienen ist es in den Städten schwierig, Brutplätze zu finden,-  „denn Wildbienen brauchen unordentliche Gärten“, so Dr. Zimmer.
Leonhard Strasser meldete sich zum Schluss der Veranstaltung und sagte: „Insektenschutz ist heute so wichtig wie noch nie und ich hoffe, dass durch diese Vorträge ein paar Leute mitgenommen werden“. (26.Mai 2018)
Von Wolfgang Wörner

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