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Claudia Roth in Traunstein

Claudia Roth auf dem Traunsteiner Maxplatz. Foto: Heike Talhammer

Claudia Roth: Bundestagsvizepräsidentin zum Anfassen

Prominenter Besuch bei Traunsteiner Grünen

Prominenten Besuch bekamen die Traunsteiner Grünen am Freitag von Claudia Roth, der Vizepräsidentin des deutschen Bundestags. Bei schönstem Frühlingswetter begrüßte die Kreisvorsitzende der Grünen, Helga Mandl die Politikerin, die schon oft in Traunstein war, aber noch nie, seit sie Bundestagsvizepräsidentin geworden ist. Schnell bildete sich auf dem Traunsteiner Maxplatz eine Menschentraube, die Claudia Roth gespannt zuhörte. Sie erzählte zunächst von ihrer neuen und höchst verantwortungsvollen Aufgabe als Vizepräsidentin des deutschen Bundestags: „Im Gegensatz zu meiner Funktion als Parteivorsitzende der Grünen bin ich jetzt Bundestags-Vizepräsidentin aller Deutschen“, sagte sie. 

Dann berichtete sie von ihrer jüngsten Reise in den Libanon, wo sie das Elend der Flüchtlinge aus Syrien hautnah miterleben konnte: „Das sind Leute wie Sie und ich, die jetzt teilweise mit ihrem Rollkoffer aus ihrem zerstörten Haus in Syrien in eine Flüchtlingsunterkunft im Libanon fliehen müssen.“ 

Im Anschluss an ihre Rede ging sie sehr konkret und detailliert auf Fragen der Zuhörer ein, die wissen wollten, warum es keine Schwarz-Grüne Koalition im Bundestag gab. „So einen Koalitionsvertrag hätten wir nicht unterschreiben können, da wir unsere grünen Grund-Überzeugungen nicht annähernd hätten durchsetzen können“ sagte Roth. Eine Dame aus dem Publikum meinte, die Grünen hätten viel mehr bekannt machen müssen, dass die ganze Lagerung des Atommülls auf Kosten der Steuerzahler geschieht. Claudia Roth sagte weiterhin, es sei eine Schande, dass Deutschland sich bei der Abstimmung zur Gentechnik in Brüssel enthalten habe, was nach den dortigen Regularien als Zustimmung gewertet wird. 

Dieses Thema griff Landratskandidat Sepp Hohlweger auf, der im Anschluss sprach: „Es ist schon höchst erstaunlich, dass die beiden Bundestagsabgeordneten aus unserem Landkreis hier immer verkünden, dass sie gegen die Gentechnik sind, vor kurzem im Bundestag aber dafür gestimmt haben“, sagte er. 

Letzter Redner auf dem Maxplatz war der Traunsteiner Ortsvorsitzende der Grünen Wolfgang Wörner, der über die Leerstände von Geschäften in der Traunsteiner Innenstadt sprach: „Nur wer Aussicht auf erfolgreiche Geschäfte hat, wird einen Laden in der Innenstadt eröffnen. Das geht aber nur, wenn viele Traunsteiner und Bürger aus dem Kreis in die Innenstadt kommen, dazu die vielen Touristen, die sich in unserer Gegend einquartiert haben – vielleicht sogar Touristen aus München, die gerne mal eine wunderschöne kleine oberbayerische Stadt besuchen wollen“, sagte er. Dass es dazu natürlich die entsprechende Werbung braucht, ließ er nicht unerwähnt. Im Anschluss hatte Claudia Roth noch ein paar Gespräche, bevor sie wieder nach Berlin abreisen musste. Wolfgang Wörner

(10. März 2014)

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