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Von links: Georg Huber (ÖDP), Helga Mandl, Ludwig Hartmann, Gisela Sengl, Stefan Schneider und Dr. Bernhard Zimmer.

Von links: Georg Huber (ÖDP), Helga Mandl, Ludwig Hartmann, Gisela Sengl, Stefan Schneider und Dr. Bernhard Zimmer.

„Damit Bayern Heimat bleibt“

Fläche des Bodensees, des Starnberger Sees und des Chiemsees in 15 Jahren verloren

Zu unserer Mai-Kreisversammlung hat der Bündnissprecher und Haupt-Initiator des Volksbegehrens „Betonflut eindämmen– damit Bayern Heimat bleibt“, der Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann, ein gutes Beispiel für den Flächenverbrauch mitgebracht: „Zwischen 2000 und 2015 ist in Bayern eine Fläche unter Beton und Asphalt verschwunden, die dem Bodensee, dem Starnberger See und dem Chiemsee zusammen entspricht“, wusste er. Ludwig Hartmann berichtete: „Das bayerische Innenministerium hat das Volksbegehren jetzt an das Verfassungsgericht zur Überprüfung geschoben“ Darüber und wie es weitergeht wollte er mit Mitgliedern der Grünen und Gästen zu diskutieren.

Bekanntermaßen  fordert das Volksbegehren, dass in Bayern pro Tag nur noch fünf Hektar Land verbraucht werden statt heute 13 Hektar. Marlis Neuhierl-Huber empfahl, auf einen unserer Berge zu steigen: „Da sieht man ganz deutlich, wie viel Land bei uns schon verbraucht ist.“ Sie schlug  auch vor, alte Bilder zu suchen, die unsere Gegend vor vielleicht 50 Jahren zeigen, „wo noch nicht alles zugebaut war.“

Georg Huber von der ÖDP meldete ich dann und sagte, dass neben den Grünen, dem Landesbund für Vogelschutz und dem Bund Naturschutz auch die ÖDP beim Volksbegehren voll dabei ist: „Ich finde es Wahnsinn, dass Discounter weiterhin Neubauten auf die grüne Wiese stellen dürfen“, so Huber. Der Traunsteiner Stadtrat Thomas Stadler berichtete darauf, dass IKEA nicht mehr außerhalb der Gemeinde bauen will, sondern in den Ortskernen seine Möbel anbieten will.

Auch der Bergener Bürgermeister Stefan Schneider will Leben in den Orten und nicht außerhalb: „Für viele ältere Leute ist es doch viel schöner, in einer Geschoßwohnung zentral im Ort bei Kirche und Wirt zu leben, als in einer Einfamilienhaussiedlung irgendwo am Ortsrand“, meinte er. Sebastian Heller stimmte dem zu, gab aber zu bedenken, „dass bei Neubauten im Ortskern die Unverwechselbarkeit unserer Architektur nicht verloren gehen darf“.

Kreissprecherin Helga Mandl wollte wissen, ob die These „Alle wollen nur Einfamilienhäuser“ denn wirklich stimme. Ludwig Hartmann zitierte darauf eine Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft, die das widerlegt: „Diese Studie sagt, dass Geschoßbau mit drei bis vier Stockwerken viel dringender gebraucht wird“, so Hartmann.

Im Rahmen der Diskussion erzählte der Ludwig Hartmann dann noch von guten Beispielen, wie Fläche gespart werden kann, beispielsweise durch Parkdecks und Tiefgaragen, durch Hochregalläger, die auch in die Tiefe gehen, durch Supermärkte und Baumärkte, die ein zweites Stockwerk haben durch Zusammenarbeit von Nachbargemeinden. Die Zuhörer (Mitglieder und Gäste) waren sich sicher, dass viele Leute diesen großen Landschaftsverbrauch nicht mehr wollen und rechnen mit einem Erfolg des Volksbegehrens. Wolfgang Wörner

(25. April 2018)

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