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Gewalt gegen Frauen geht uns alle an

Gewalt zerstört menschliches Leben und Zusammenleben

Von Margaret Winnichner

Margaret Winnichner.

Am 25. November war der Tag gegen die Gewalt gegen Frauen. Gewalt zerstört menschliches Leben und Zusammenleben weltweit, aber auch bei uns in der Region. 

Gewalt richtet sich häufig gegen Frauen und deren Kinder. Dadurch werden mehr Frauen und Kinder getötet als durch Kriege und Bürgerkriege. Betroffen davon sind alle sozialen Schichten und ist jede Altersgruppe! 

Gewalt gegen Frauen passiert gehäuft im häuslichen Bereich, ob nun eine Familie gutbetucht ist oder nicht. Häusliche Gewalt ist kein Privatproblem. Sie lebt von der Unwissenheit, der Ohnmacht, der Scham der Betroffenen und dem Wegschauen der anderen. 

Deshalb braucht es eine gesellschaftliche Ächtung von Gewalt sowie tragfähige Unterstützung der Opfer. 

Wege aus der Gewalt sind möglich, wenn das Schweigegebot wegfällt und die gesamte Gesellschaft Verantwortung übernimmt, diese Gewaltstrukturen wahrzunehmen und zu überwinden. In den Frauenhäusern unserer Region sind alle Plätze meistens belegt. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch bei uns Gewalt gegen Frauen ausgeübt wird. Nicht immer ist dies körperliche Gewalt sondern auch psychische Gewalt, die es den Frauen unmöglich macht, ein Leben in Würde und Sicherheit zu führen. 

Nach einer neueren repräsentativen Studie hat in Deutschland jede vierte Frau im Alter zwischen 16 und 80 Jahren körperliche oder sexuelle Gewalt durch ihren Beziehungspartner erlebt. Deshalb ist es wichtig Einrichtungen zu unterstützen, die sich um die Betroffenen kümmern und das Thema aus der Tabuisierung herausholen. 

Wir alle sind gefordert, uns damit auseinander zu setzen. Nur so besteht eine Chance, diesem Umstand, der ein Skandal ist, zu begegnen und allen Menschen das Recht auf Würde zukommen zu lassen.

(22. November 2013)

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