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Eike Hallitzky, Wilfried Schott, Helga Mandl und Willi Geistanger.

Eike Hallitzky, Stadtrat Wilfried Schott, Kreisvorsitzende Helga Mandl und Kreisrat Willi Geistanger aus der Nachbargemeinde Siegsdorf. Foto: Wolfgang Wörner

Hallitzky sieht neues Gewerbegebiet kritisch

Landesvorsitzender diskutierte mit den Traunsteiner Grünen

„Bayern ist schön, und die Menschen wollen, dass diese Schönheit erhalten bleibt“. Das sagte Eike Hallitzky, Landesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen Bayern bei einer Diskussion mit den Traunsteiner Grünen zum geplanten, großen Gewerbegebiet südlich von Traunstein an der Straße nach Siegsdorf. Stadtrat Wilfried Schott erklärte, dass dieses Gebiet beim Kreisverkehr beim „Real“ beginnen und einschließlich der Kiesgruben bis kurz vor die Abzweigung nach Wimpasing reichen soll. 

Vor der Diskussion hatten die Traunsteiner Grünen mit Hallitzky zunächst das bereits ausgewiesene und bisher spärlich bebaute Gewerbegebiet an der Sonntagshornstraße und anschließend das Areal für das neue Gewerbegebiet an der Straße nach Siegsdorf besichtigt. 

Sehr gute Argumente nötig

Hallitzky, der vor seiner Tätigkeit als Landesvorsitzender von 2003 bis 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags war, sagte: „Jeder, der ein großes Gewerbegebiet ausweisen will, muss dafür schon sehr gute Argumente haben.“ Das bedeutet, dass wirklich keinerlei anderweitige Flächen oder leerstehenden Gebäude zur Verfügung stehen dürfen. Aber das sei in Traunstein nun wirklich nicht der Fall. An der Sonntagshornstraße konnte er sich mit eigenen Augen überzeugen, wie viel freie Flächen es noch gibt. Auch in der Innenstadt gebe es genug Leerstände, die wieder gewerblich genutzt werden können und es auch sollten.

Hallitzky weiß aus seinen Erfahrungen als Kommunalpolitiker: „Um eine Innenstadt lebendig zu erhalten, muss man sich sehr hüten, noch mehr Gewerbeflächen im Außenbereich zu schaffen.“ Stadtrat Thomas Stadler fragte in die Runde: „Welches Gewerbe soll denn da hin, wer kann die geforderten Grundstückspreise bezahlen?“ Helga Mandl betonte, dass Traunstein eine Stadt ist, die heute noch viele Menschen aus dem ganzen Landkreis und auch viele Touristen anzieht und sagte: „Will Traunstein das wirklich aufs Spiel setzen – denn wo nichts los ist, geht doch keiner mehr hin.“

Beispiel aus Passau

Eike Hallitzky berichtete dann noch von einer Gegebenheit in seiner Heimatregion Passau: „Vier Gemeinden entlang der B85 hatten gemeinsam beschlossen, entlang der Bundesstraße kein Gewerbe zuzulassen. Diese Gemeinden haben heute einen schönen, belebten Ortskern – an der B12 jedoch hatten die Gemeinden Gewerbe erlaubt – mit der Folge von recht verödeten Ortskernen in den benachbarten Ortschaften.“

Hallitzky ermunterte die Traunsteiner Grünen, in ihren Bemühungen gegen das Gewerbegebiet nicht locker zu lassen, um Traunstein als attraktive und lebendige Stadt für Einheimische und Touristen zu erhalten. Wolfgang Wörner

(25. Januar 2015)

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