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Anfrage, Antrag: Glyphosat

Anfrage zum Einsatz von Glyphosat im Landkreis

Anfrage:
hiermit möchte ich anfragen, ob und wenn ja in welchem Umfang von Beschäftigten des Landkreises Traunstein ( hier dürfte es sich hauptsächlich um Mitarbeiter des Bauhofes und um Hausmeister der landkreiseigenen Liegenschaften handeln) glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel wie Round up oder Glyfos verwendet werden. Die Anfrage bezieht auch Gesellschaften mit ein, an denen der Landkreis mehrheitlich beteiligt ist (Kliniken SO Bayern AG, Wohnbaugesellschaft). 

Begründung:
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kam im März 2015 zu dem Ergebnis, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ist (Kategorie 2A).
Andere Studien bestätigten diese Einstufung nicht.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt die Einschätzung der IARC nicht. 

Bei uns gilt jedoch das Vorsorgeprinzip, das heißt, im Zweifel muss zum Schutze der Verbraucher und der Natur gehandelt werden.

Antrag:
Wenn sich bei der Beantwortung der Anfrage herausstellt, dass Beschäftigte des Landkreises bzw. seiner Gesellschaften glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel verwenden, stellen wir folgenden Antrag:
Der Landkreis Traunstein übernimmt eine Vorreiterrolle und verwendet diese Mittel in seinem Zuständigkeitsbereich nicht mehr. 

Mit freundlichen Grüßen
Willi Geistanger  

(2. Mai 2016)
Felicitas Wendt in den Bezirkstag
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