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Im Landkreis bestehen noch erhebliche Lücken in der Infrastruktur für die E-Mobilität.

Antrag Infrastruktur für E-Mobilität

Erhebliche Versorgungslücken

Sehr geehrter Herr Landrat Walch,
im Landkreis bestehen noch erhebliche Lücken in der Infrastruktur für die E-Mobilität. Soll in einem Flächenlandkreis wie Traunstein der Anteil elektrisch betriebener Kraftfahrzeuge zunehmen, besteht noch großer Handlungsbedarf. Wobei hier in erster Linie natürlich die Kommunen gefordert sein werden. Jedoch halten wir es für sinnvoll, seitens des Landkreises die verschiedenen Aktivitäten zu koordinieren um eine flächendeckende Versorgung mit Ladestellen sicher zu stellen. Immer mehr wird auch E-Mobilität für den Tourismus an Bedeutung gewinnen. 

Es erscheint uns wichtig, eine Strategie zu entwickeln, einen Zielzustand zu definieren. Die einerseits die kommerziellen Anbieter im öffentlichen Raum (Parkplätzen/Tiefgaragen) mit einem einheitlichen Abrechnungsmodus berücksichtigt. Andererseits den Landkreis als Arbeitgeber, dessen Mitarbeiter oftmals weitere Strecken zum Arbeitsplatz zurücklegen, nicht außer Acht lässt. Als 3. Akteur ist die Wirtschaft, besonders aber die Tourismusbranche zu identifizieren. Die Angebote in diesem Bereich sind im Entstehen, darüberhinaus bietet es sich an, über den Chiemgau-Tourismusverband e.V. die Verantwortlichen in diesem Bereich zu sensibilisieren. 

Im Hinblick auf die zahlreichen anstehenden Bauvorhaben soll die Elektromobilität von Anfang an mitgedacht werden. Hierzu zählen wir auch das neue Parkhaus für das Klinikum Traunstein. Darüber hinaus sind bestehende Parkflächen/Parkhäuser mit einer Ladeinfrastruktur auszustatten. (Der VDA empfiehlt einen Anteil von 10% der Stellplätze mit Ladeinfrastruktur auszustatten) Mit Blick in die Zukunft sollte aber eine mögliche Erweiterung jederzeit möglich sein. 

Die meisten Fahrzeuge können mittlerweile mit 11, bzw 22 kWh geladen werden, was zu berücksichtigen ist. Eine Abrechnung, im Besonderen bei den Mitarbeitern soll möglich sein. 

Die Finanzierung der Ladeinfrastruktur an den landkreiseigenen Liegenschaften kann aus dem Gebäudeunterhalt finanziert werden. (handelsübliche Ladestellen, Wandmontage, sind inkl. Elekroinstallation zu ca. 1.500,00 Euro zu realisieren.) Langfristig sollen die Kosten für die Ladeinfrastruktur über die Nutzer finanziert werden. 

Begründung:

Nach dem Plan der Bundesregierung sollen bis 2020 etwa 1 Million E-Fahrzeuge in Deutschland in Betrieb sein. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung scheint dieses Ziel durchaus erreichbar zu sein. „Der geplante Markthochlauf der Elektrofahrzeuge ist auch von der aus Kundensicht ausreichenden Verfügbarkeit öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur abhängig“ (VDA). 

Einem Landkreis, der sich touristisch über seine intakte Natur und das Bild seiner Kulturlandschaft identifiziert sollte es ein besonderes Anliegen sein, ökologische Verbesserungen zu unterstützen.  

Mit freundlichen Grüßen
Sepp Hohlweger, stellv. Fraktionssprecher

(2. Mai 2016)

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