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Nahverkehrsverbund in der Region 18:

Antrag auf Weiterentwicklung des ÖPNV

Sehr geehrter Herr Landrat,

die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen beantragt den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zusammen mit dem Schienennahverkehr (SPNV) weiterzuentwickeln. Ziel ist es, zusammen mit Landkreisen aus der Region 18 einen Nahverkehrsverbund zu gründen.

Grundziele eines Nahverkehrsverbundes sind:

  • ein einheitliches Fahrpreissystem,
  • ein, von allen Verkehrsunternehmen anerkanntes, möglichst einheitliches Fahrkartensortiment,
  • abgestimmte Fahrpläne zwischen allen öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • einheitliche Fahrplaninformationen,
  • die Anschlusssicherung zwischen Angeboten aller Verkehrsunternehmen.

Sind diese Grundziele erreicht, soll das Angebot verbessert werden, mit dem Ziel einen Ein-Stunden-Takt, auch am Wochenende, schrittweise im gesamten Verkehrsverbund einzuführen. Hierbei ist anzustreben, dass ein 365-Euro-Jahresticket angeboten wird.

Begründung:

Die Mobilität der Zukunft soll nachhaltig, klimaschonend, emissionsarm, intelligent und vernetzt sein. Wir wollen, dass alle Bürger*innen im Landkreis auch ohne Auto flexibel und ohne längere Wartezeiten mobil sein können. Deshalb ist es notwendig, die Lücken, die das bestehende Regionalbahn- und Busnetz noch hat, möglichst schnell zu schließen und das Angebot zu verdichten.

Da die Mobilitätswünsche unserer Bürger*innen nicht an den Landkreisgrenzen enden, ist es notwendig, mit weiteren Landkreisen der Region 18 und den daran angrenzenden Verkehrsverbünden Salzburg und München zusammenzuarbeiten. Nach unserem Wissenstand sind die Landkreise Rosenheim und Mühldorf dabei, Maßnahmen zu ergreifen, um das ÖPNV-Angebot zu verbessern.

Um einen Nahverkehrsverbund gründen zu können, sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Deshalb schlagen wir vor, ein geeignetes Planungsbüro zu beauftragen. In dem Gutachten sollen detaillierte Schritte aufgezeigt werden, wie ein Nahverkehrsverbund sinnvollerweise zu gründen ist. Weiterhin unterstützen wir ausdrücklich Ihren Vorschlag, im Landratsamt einen Nahverkehrsplaner anzustellen. Uns ist klar, ein Gutachten ist relativ schnell erstellt, in der Umsetzung liegt die wesentlich schwierigere und komplexere Aufgabe.

Sinnvoll wäre es auch, mit den Landkreisen der Region 18 Vorgespräche zu führen, mit dem Ziel, welche Landkreise sich vorstellen können, mit uns einen Nahverkehrsverbund zu gründen. Wie uns Kollege Hüller während unserer Fraktionsklausur mitgeteilt hat, bietet das Bundesland Vorarlberg seinen Bürger*innen sowie den Urlaubsgästen sehr attraktive Nahverkehrsangebote an. Der Gemeinderat Kirchanschöring hat sich das Modell angeschaut und war beindruckt.

Deshalb schlagen wir vor, dass der Kreisausschuss für Landkreisentwicklung und Verkehr zusammen mit dem Kreisausschuss und weiteren interessierten Kreisrät*innen das Modell Vorarlberg gemeinsam besichtigen. Die dabei gewonnenen Eindrücke sollen dann in die weitere Arbeit einfließen.

Für die Vergabe eines Auftrages an ein Planungsbüro sowie für die erhöhten Personalkosten, die mit der Einstellung eines zusätzlichen Mitarbeiters am Landratsamt verbunden sind, schlagen wir vor, zusätzlich 200.000 Euro in den Kreishaushalt 2019 einzustellen. Willi Geistanger

(27. Dezember 2018)

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