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Wir unterstützen das Konzept zum Jahr der Biene.

Grüne unterstützen Konzept zum Jahr der Biene

Bienen sind ein unverzichtbarer Teil unserer Kulturlandschaft

Die Mitglieder der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen unterstützen ausdrücklich das vom Landkreisausschuss für Umweltfragen und Abfallwirtschaft beschlossene Konzept zum Jahr der Biene. Bienen sind ein unverzichtbarer Teil unserer Kulturlandschaft, da sie, je nach Landschaftstyp, einen mehr oder weniger großen Anteil der Fremdbestäubung unserer Blütenpflanzen übernehmen. 

Kreisrat Alexander Reinmiedl wies darauf hin, dass seit langem die Imkern im Landkreis darüber klagen , dass das Nahrungsangebot für die Bienen mit dem Ende des Frühlings massiv abnimmt. Ein großes Problem sei die intensive Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen, die dazu führe, dass immer weniger Pflanzen blühen und auch absamen können. Dies führt zu einer Verarmung der Flora und damit zu einem immer knapper werdenden Nahrungsangot für die Blüten bestäubenden Insekten. Es sei schon grotesk, dass das Nahrungsangebot für Bienen in Städten mit ökologisch vitalen Gärten und Grünflächen teilweise besser sei, als an intensiv landwirtschaftlich genutzten Bereichen. 

Kreisrat Franz Obermeyer, Biobauer aus Tengling, sagte, dass es notwendig sei, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb zukünftig einige Flächen beim Erstschnitt der Wiesen stehen lasse, damit sich darauf eine Blumenwiese entwickeln könne. Hier sei es auch notwendig, dass während der Ausbildung der zukünftigen Landwirte, auf die Notwendigkeit solcher Maßnahmen hingewiesen wird. Außerdem wäre es wünschenswert, dass möglichst sparsam mit Unkrautvernichtungsmitteln umgegangen wird, um die ökologische Vielfalt der landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verbessern. Er forderte umzudenken, weg von einer Intensivlandwirtschaft hin zu regional und ökologisch wirtschaftenden Betrieben. 

Kreisrätin Burgi Mörtl-Körner forderte auch die Kommunen auf, sich verstärkt zu engagieren.  Auch auf gemeindlichen Flächen solle mit Hilfe von Blumenwiesen das Nahrungsangebot für Bienen deutlich verbessert werden. Es sei absolut unverständlich, dass hier noch immer viele Rasen- und Wiesenflächen gemäht werden, bevor die ersten Blüten verwelkt sind. Auch die vielen Ränder der Geh- und Radwege bieten ein großes Potential, um Blumen, Sträuchern und Hecken optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. 

Kreisrätin Inge Kämpfl ermunterte alle privaten Gartenbesitzer auf bunte Blumenwiesen und blühende Sträucher zu setzen, anstatt mit der chemischen Keule monotone Rasenflächen zu kreieren. Kreisrat Franz Obermeyer wies darauf hin, dass eine bienenfreundliche Landbewirtschaftung nicht mit einigen Aktionen und Vorträgen erreicht werden kann. Vielmehr sei es notwendig hier eine langfristig wirksame Strategie zu entwickeln und konsequent umzusetzen. Willi Geistanger

(2. Mai 2016)

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