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Grünen-Kreistagsfraktion fordert Nahverkehrsverbund

Kreistagsfraktion blickt auf 2018 zurück

Themen Glyphosat, Flächen- und Energieverbrauch sowie ÖPNV

Während ihrer letzten Sitzung haben die Kreisrätinnen und Kreisräte von Bündnis 90/ Die Grünen auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr 2018 zurückgeblickt. Begonnen hatte es recht spannend mit der teils sehr heftig geführten Diskussion um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Während die Grünen und Umweltschützer einen Ausstieg aus der Anwendung dieses Mittel wollen mit den Ziel eines pestizidfreien Landkreises, wollen der Bayerische und der Deutsche Bauerverband nach wie vor diese Mittel einsetzen. 
In einem Gespräch mit der Vorstandschaft des Kreisverbandes Traunstein des Bayerischen Bauernverbandes wurde von Seite der Vorstandsmitglieder immer wieder betont, dass man mit Glyphosat äußerst sparsam umgehe. Leider wurde es abgelehnt, auf das Spritzmittel vollständig zu verzichten. 

Einig war man sich bei der Forderung, den Flächenverbrauch deutlich zu reduzieren. Aktive Landwirte, die ihren Hof auf zukünftig bewirtschaften wollen, leiden unter dem in Bayern deutlich überhöhten Flächenverbrauch. Mit einer Podiumsdiskussion, an der Vertreter des BBV, des Bund Naturschutz, der Imker und der Ökolandwirtschaft teilnahmen, wurde das Thema vertieft. Als positiv wurde die trotz aller Gegensätze sachliche Diskussion gewürdigt.

Wie kann der Energieverbrauch der landkreiseigenen Gebäude verringert werden? Diese Frage stellt sich immer dann, wenn Sanierungen, Um- oder Neubauten anstehen. Weiterhin: wie können erneuerbare Energien wie PV-Anlagen und Holzheizungen vermehrt eingesetzt werden? Diese Themen wurden während eines Gespräches mit dem Geschäftsführer der Energieagentur Südostbayern, Dr. Willie Stiehler, intensiv diskutiert.

Als Ergebnis kann festgestellt werden, dass der Landkreis durchaus bemüht ist, Strom und Heizenergie einzusparen und durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken die Energieeffizienz zu steigern. Es bleibt jedoch noch eine Menge zu tun, um das Ziel zu erreichen, dass die Gebäude nicht mehr CO2 in die Luft einleiten, als durch den Einsatz erneuerbarer Energien eingespart wird.
Das CO2-neutrale Gebäude werden wir fordern, wenn es darum geht, die anstehenden Sanierungsarbeiten an der gewerblichen Berufsschule Traunstein und den Ersatzbauten beim Klinikum Traunstein umzusetzen.

Um den Busverkehr (ÖPNV) und den regionalen Schienenverkehr (SPNV) deutlich zu verbessern, fordert die Grünen-Kreistagsfraktion einen regionalen Nahverkehrsverbund zu gründen. Als Partner würden sich die Stadt Rosenheim, die Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting und das Berchtesgadener Land anbieten. Zudem wäre dieser Verbund ein ernstzunehmender Partner für den Münchner Verkehrsverbund (MVV) und den Salzburger Verkehrsverbund. Anzustreben sind ein einheitliches Tarifsystem, abgestimmte Fahrpläne mit einer bedarfsgerechten Taktung, transparente Fahrpläne und leicht verständliche Fahrpreisinformationen, moderne Fahrzeuge und eine gut ausgebaute Infrastruktur, außerdem die Einführung eines Ein-Stunden-Taktes und das 365-Euro-Ticket. Es ist an der Zeit, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Einzelmaßnahmen, wie sie in der Vergangenheit üblich waren, sind wenig effektiv und bringen nicht mehr Menschen vom Auto in Busse und Bahnen. Willi Geistanger

(5. Januar 2019)

Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion: Freiwillige Selbstverpflichtung – Kein Glyphosat im Landkreis Traunstein verwenden

Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion: Auskunft über Qualität von Trinkwasser und Fließgewässern im Landkreis

Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion: Mehr PV-Anlagen auf Dächer landkreiseigener Gebäude

Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion: Radwegenetz im Landkreis weiter ausbauen

Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion: Weiterentwicklung des ÖPNV – Nahverkehrsverbund in der Region 18

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