zurück zur Seite Aktuelles des KV Traunstein

Von links: Gabi Krutzenbichler(Ortsvorsitzende in Bergen), Toni Hofreiter (Fraktionsvorsitzender im Bundestag) Gisela Sengl (MdB), Stefan Schneider (Bürgermeister Bergen) Helga Mandl (Kreisvorsitzende)

Im Festsaal in Bergen ging es am 9. Mai um das Thema „Mobilität neu denken“ mit dem Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Dr. Toni Hofreiter.
Und schon in seiner Einführung sagte der Bergner Bürgermeister Stefan Schneider, dass wir doch bitte mal 5 bis 10 Jahre weiterdenken sollen – und Hofreiter schloss sich dem an mit der Frage: „Wollen wir denn so weitermachen?“ Die Klimakrise ist da und wenn es am Ende des Jahrhunderts bei uns 4 bis 5 Grad wärmer ist, dann wird das die eben geborene Tochter eines seiner Freunde miterleben, denn heute geborene Mädchen haben statistisch eine Lebenserwartung bis zum Jahre 2114.
Der Verkehr ist ein wesentlicher Verursacher des Temperaturanstiegs, denn 70% des importierten Erdöls wird in Deutschland für die Mobilität verbraucht.
„Und man kann bei der Mobilität viel machen“, sagte Hofreiter: Bei Bussen und Bahnen kann durch Digitalisierung eine bessere Vernetzung erreicht werden, dass der Busfahrer eben weiß, dass der Zug 3 Minuten Verspätung hat, und die Umsteiger den Bus nicht gerade wegfahren sehen, wenn sie aus dem Zug aussteigen.
Viele Leute fahren ungern mit den Öffentlichen, weil der Fahrkartenkauf bei uns so kompliziert ist und sie nicht versehentlich schwarzfahren wollen, sagte er auf eine Wortmeldung von Achim Kraus. Kraus wusste, dass in Holland die Leute mit einer Chipkarte mit allen Bussen und Bahnen fahren können und am Monatsende kommt eine Abrechnung, die den günstigst-möglichen Fahrpreis für jede gefahrene Route in Rechnung stellt.
Hofreiter führte dann aus, dass das „emissionsfreie Fahren sicher kommt“, aber momentan sieht es so aus, dass diese Fahrzeuge nicht mehr aus dem Autoland Deutschland kommen werden, sondern aus Korea, China, und USA.
Schließlich stellte er die aktuellen Straßenbaupläne in  Frage: Wenn dann eine Autobahn wie die A8 wirklich sechsspurig ausgebaut werden sollte , ist das vielleicht im Jahre 2025, dann wird man merken, dass man diesen Autobahnbau gar nicht mehr braucht: „Durch das autonome Fahren wird die Fahrbahn viel besser ausgenutzt, so dass sie 50 bis 100% mehr Autos aufnehmen kann“, so Hofreiter. Und dann wird man merken, dass derartige Investitionen gar nicht notwendig gewesen wären. (10.Mai 2018)
Von Wolfgang Wörner

Felicitas Wendt in den Bezirkstag
Newsletter von Gisela Sengl
Kreisrundbrief
Mitglied werden