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Thomas Nicolai, Andreas Krahl, Hans Kern, Monika Sandbichler und Rupert Übelherr diskutierten zum Thema Pflege.

Auf dem Foto von links: Thomas Nicolai, Andreas Krahl, Hans Kern, Monika Sandbichler und Rupert Übelherr. Foto: Wolfgang Wörner

Notfall Pflege

Podiumsdiskussion mit Fachleuten

Auf Einladung unseres Kreisverbandes fanden sich vor etwa 60 Zuhörern im Saal des Traunsteiner Hofbräu-Stüberls am 28. Juni 2018 Fachleute zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Pflege“ ein. Unter Leitung von unserem Mitglied Hans Kern diskutierten Gesundheits- und Krankenpfleger Andreas Krahl, die Geschäftsführerin des Alten- und Pflegeheims Siegsdorf Monika Sandbichler, der Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe Traunstein Rupert Übelherr und der Krankenpfleger und Ortsvorsitzende von ver.di, zugleich Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Kliniken Südostbayern, Thomas Nicolai.

Nach einer Einführung durch Kreisrat Sepp Hohlweger berichtete Andreas Krahl, dass heutzutage vielen Krankenpflegern nach ihrer Ausbildung statt früher drei Monaten Einarbeitungszeit nur noch drei Wochen zugestanden werden. „Viele brechen trotz langer Ausbildung innerhalb des ersten halben Jahres ab“, so Krahl.

Monika Sandbichler kämpft für eine würdevolle Begleitung der Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt. Sie meint, dass die jetzt zugestandenen 13.000 neuen Stellen bei 13.000 Pflegeheimen in Deutschland nicht viel Verbesserung der Situation bringen.

Rupert Übelherr beklagte, dass es durch die verkürzten durchschnittlichen Liegezeiten der Patienten (sieben Tage statt früher zehn oder 14) es eine starke Arbeitsverdichtung für die Pflegekräfte gibt. Thomas Nicolai sagte, dass durch das System der Fallpauschalen viel Druck auf die Krankenhäuser ausgeübt wird, die Krankenhausbetten zu reduzieren.

In der fachlich hochwertigen Diskussion meldeten sich viele Leute zu Wort, die entweder in der Pflege beschäftigt sind oder Angehörige haben, die gepflegt werden.

In seinem Schlusswort rief Andreas Krahl auf zu motivieren, einen Pflegeberuf zu ergreifen, und dass die Pfleger geschlossen auftreten, um ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und gerechterer Bezahlung durchzusetzen. Wolfgang Wörner

(10. Juli 2018)

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