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Ludwig Hartmann beim Traunsteiner Grünen-Ortsverband

Über das Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ diskutierte in Traunstein der Haupt-Initiator Ludwig Hartmann (rechts). Weiter im Bild die Traunsteiner Stadträte der Grünen Thomas Stadler (links), Wilfried Schott und Burgi Mörtl-Körner und die Kreisvorsitzende Helga Mandl (links).

„Denken, bevor der Bagger kommt!“

„Betonflut eindämmen“-Initiator Hartmann beim Traunsteiner Ortsverband

Über das geplante Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ und die bereits gesammelten 46.000 Unterschriften wurde in den letzten Wochen viel berichtet. Dieses Thema ist auch bei uns in Traunstein mehr als aktuell: So folgte der Bündnissprecher und Hauptinitiator des Volksbegehrens, der Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann, gerne unserer Einladung zu einer öffentlichen Veranstaltung in den „Sailer Keller“. 

Ortssprecher Wolfgang Wörner berichtete am Anfang über die Situation in Traunstein: Im Süden ging im Gewerbegebiet Sonntagshornstraße schon viel Fläche verloren. Dann wird gerade zwischen dem Kreisverkehr an der Hochstraße und den Kiesgruben bei Seiboldsdorf viel zubetoniert. „Und im Norden werden im Haidforst große Pläne zur Vernichtung des Waldes immer konkreter“, so Wörner.

Ludwig Hartmann sagte: „Ich kämpfe für eine sparsame und intelligente Nutzung unserer geerbten Natur und Kulturlandschaft – nach dem Motto: Denken, bevor der Bagger kommt!“, und er untermalte dies mit teils erschreckenden Fotos über Landschaftsverschwendung in vielen Teilen Bayerns.

Rosi Berger forderte eine Rückbauverpflichtung: „Eigentümer müssen verpflichtet werden, Gebäude rückzubauen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.“ Walter Wimmer empfiehlt mehrstöckige Gebäude: „Sowohl betriebswirtschaftlich als auch für die innerbetriebliche Logistik sind mehrere Stockwerke vorteilhaft“, meinte er.
Kreissprecherin Helga Mandl stört sich über unklare Informationen über den Bedarf: „Vor der Ausweisung wir immer behauptet, es gäbe Bedarf – und dann stehen plötzlich Schilder ‚Gewerbegrund zu verkaufen‘ da“, so gesehen vor einem Jahr gegenüber Seiboldsdorf. Und Mandl ergänzte: „Warum wird nicht erst dann ausgewiesen, wenn es nachweisbaren Bedarf gibt?“

Thomas Lang-Nachtnebel fragte den Referenten: „Was bringen denn weitere Discounter und Baumärkte einer Stadt?“, worauf Hartmann antwortete: „Neue Märkte bringen einer Stadt steuermäßig nicht viel, aber sie bringen leider meist riesige Parkplätze, die auf die umsatzstärksten Tage, z.B. vor Weihnachten, ausgelegt sind und sonst halbleer stehen.“ Hartmann schlägt vor, dass Tiefgaragen oder zumindest mehrstöckige Parkdecks Vorschrift werden. „Und es wäre gut, wenn es für platzsparende Bauweise erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten gäbe“, ergänzte Rosi Berger. Und schließlich meinte Johann Kainz mit drastischen Worten: „Wenn so weitergemacht wird, wird unser Land an die Wand gefahren.“

Hartmann meint auch, dass man vom regionalen Kirchturmdenken weg müsse: Die eine Gemeinde schwimmt im Geld, weil sie Steuerzahler hat, und die Nachbargemeinde hat oft nichts!“ Beispiele hierfür gibt es im Landkreis bekanntermaßen mehrere. 

Zum Abschluss gab Rosi Berger das Wiederaufleben der überparteilichen Initiative „Rettet den Haidforst“ bekannt: „Unser erstes Treffen wird am Dienstag, 20. Februar, um 19.30 Uhr im Gasthaus Haidforst sein“, so Berger. Wolfgang Wörner

(11. Februar 2018)

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