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Interessante Ansätze förderte die Veranstaltung des OV Traunstein in punkto Innenstadtbelebung zutage.

Interessante Ansätze förderte die Veranstaltung des OV Traunstein mit der OP-Kandidaten Burgi-Mörtl-Körner in punkto Innenstadtbelebung zutage. Foto: Markus Wimmer

Eine Handy-App für Fachgeschäfte in der Innenstadt

Traunsteiner OB-Kandidatin Burgi Mörtl-Körner diskutiert zum Thema „Belebte Innenstadt“

Flanierende Menschen, spielende Kinder, Jugendliche, Geschäfte, die nicht leer stehen, Tische und Stühle vor Cafés und Gaststätten und wenige Autos: Das waren einige der spontanen Antworten aus dem Publikum auf Burgi Mörtl-Körners Frage, was eine belebte Innenstadt ausmacht. Unsere Traunsteiner OB-Kandidatin hatte zu einer öffentlichen Diskussion mit dem Thema „Belebte Innenstadt“ in den „Sailer Keller“ eingeladen, und die vielen Wortmeldungen gleich zu Anfang zeigten, dass dieses für viele Traunsteiner ein wichtiges Thema ist.

Für Günter Fembacher ist die Innenstadt entweder ein Lebensraum oder ein Parkplatz. „Autoabstellmöglichkeiten sind sicher nicht ein Grad für Belebung, sonst würde es nicht so aussehen wie heute“, sagte er. Dr. Patrick Nepper findet es stressig, wenn er mit seinen kleinen Kindern durch die Maxstraße geht. „Sie hat keine Aufenthaltsqualität“, so seine Meinung. Er stellt sich eine Flaniermeile vor, zum Beispiel vom Bahnhof zum Stadtplatz.

Hildegard Waldherr und Petra Kinza möchten musikalische Angebote in der Innenstadt und sie würden sich freuen, wenn es wieder ein Stadtfest für die Traunsteiner Bürger gäbe. Helga Mandl erzählte daraufhin von der Gemeinde Bergen: „Beim Dorffest in Bergen betreiben nur örtliche Vereine die Stände für Essen und Trinken, und es ist ein tolles Fest“, sagte sie.

Valentin Rausch meint, dass Veranstaltungen ein Vorteil für die Geschäfte sind, er würde sogar beispielsweise die Ludwigstraße einen halben Tag für die Autos sperren, um dort ein belebtes Straßenfest zu veranstalten. Silke Huber würde an diesen Tagen den Busverkehr gratis machen: „Ich kenne das aus der Stadt Münster, so kommen die Besucher ohne Auto in die Stadt.“

Dann ging die Diskussion um das Einkaufen in Traunstein: Michael Kinza kennt Städte ohne Leben in Nordrhein-Westfalen und er sagte: „In unserer Gegend ist Kaufkraft da.“ Um diese für die Geschäfte zu nutzen, schlug Burgi Mörtl-Körner eine Handy-App vor: „Wenn ich etwas bestimmtes brauche, sagt mir die Handy-App, welches der vielen Fachgeschäfte in Traunstein das anbietet.“

Resi Wimmer wusste gleich ein Beispiel: „Ich hätte gerne erfahren, wo überall in Traustein man ‚Faire Kleidung‘ einkaufen kann.“ Burgi Mörtl-Körner ist sich sicher, dass Menschen lieber im Fachgeschäft und nicht im Internet einkaufen, wenn sie wissen, wo es etwas gibt.

„Ich kenne ein tolles Bekleidungsgeschäft in Traunstein, wo ich eine Tasse Kaffee bekomme und jemand die Kinder bespaßt, wenn wir mit meinem Mann eine Hose kaufen gehen“, sagte Martina Wenta. Sie nannte dies ein Einkaufserlebnis, das das Internet niemals bieten kann und meint, dass so etwas viel mehr beworben gehöre.

„Wie kann man Neugründungen von Geschäften fördern?“, war ein weiterer Diskussionspunkt: Valentin Rausch wusste, dass so manche neue Geschäftsidee nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wird. Sein Vorschlag: „Neugründungen könnten von der Stadt einen ,Starter-Kit‘ mit Hinweisen und Ratschlägen bekommen; ihre Neueröffnung könnte auf der Homepage der Stadt bekannt gemacht werden und sie könnten vielleicht sogar einen kleinen Zuschuss bekommen.“

Helga Mandl würde diese Aufgabe in einem neu zu gründenden Wirtschaftsreferat sehen: „Ich meine, dass es im Zusammenhang mit dem Bildungscampus am Bahnhof Neugründungen von Start-ups geben wird, und denen täte eine professionelle Unterstützung durch ein Wirtschaftsreferat sehr gut.“

Ergebnis der Veranstaltung war, dass es viele Ideen für die Traunsteiner Innenstadt gibt und dass die Anzahl der direkt dort verfügbaren Parkplätze sicher nicht das wesentliche Kriterium für ihre Lebendigkeit ist. Wolfgang Wörner

(11. Februar 2020)

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