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MdB Dieter Janecek mit Kreissprecherin Helga Mandl (links) und Stadträtin Burgi Mörtl-Körner.

MdB Dieter Janecek mit Kreissprecherin Helga Mandl (links) und Stadträtin Burgi Mörtl-Körner

„Wir brauchen viel mehr engagierte Bürger“

Grüner Themenabend mit MdB Dieter Janecek

„Die Betriebe in Deutschland sollten sich mehr um das Gemeinwohl kümmern anstelle vorrangig nach Gewinnmaximierung zu streben.“ Diese Meinung vertreten immer größere Teile der Bevölkerung, in Traunstein und auch anderswo. Aus diesem Anlass hatten wir zu einem öffentlichen Grünen Themenabend in den „Sailer Keller“ eingeladen, um hierüber mit unseren Gästen zu diskutieren.

Extra hierfür angereist war der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek. In seiner Eigenschaft als Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion für digitale Transformation der Wirtschaft hat er sich intensiv mit dem Thema befasst. Er meinte in seinem Vortrag: „Unternehmen sollten neben den üblichen Bilanzierungen auch eine Gemeinwohlbilanzierung durchführen.“ Und weiter: „Viele Unternehmen würden zunächst wohl eher negativ dastehen – aber sie könnten es als Chance sehen, hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, zum Nutzen der Allgemeinheit.“ Zuvor hatte Kreissprecherin Helga Mandl, die die Veranstaltung leitete, eine Einführung über das Bruttoinlandsprodukt gegeben und die Frage aufgeworfen, ob dies wirklich ein Maßstab für den Wohlstand eines Landes sei.

Petra Kinza stimmte Janecek zu und sagte: „Statt des Wachstums sollte die Gemeinwohlökonomie zum Maßstab werden“, und Betty Diane meinte: „ Wir Kleinen sind heute doch die Blöden: Frauen in 450-Euro-Jobs können sich überhaupt keine Rente aufbauen.“ Reinhard Lambertz ärgerte sich über die riesigen Ausgaben für die Renovierung des Schulschiffs Gorch Fock und fragte ins Publikum: „Wie kann man denn diese immensen Kosten einem  Rentner vermitteln?“ Er sehe es viel lieber, wenn dieses viele Geld in den sozialen Bereich fließen würde.

Beim Thema „Geld“ meldete sich Nina Boxhammer und sprach über die Rolle der Banken. Ihrer Ansicht nach nehmen viele Banken ihre Rolle nicht mehr wahr: „Kleinkredite zu akzeptablen Bedingungen sind kaum mehr zu bekommen“, monierte sie. Schließlich rief Stadträtin Burgi Mörtl-Körner dazu auf, sich einzumischen: „Wir brauchen viel mehr engagierte Bürger und auch engagierte Stadträtinnen und Stadträte – nur so sind Ziele wie die Förderung des Gemeinwohls umzusetzen“, und weiter: „Nur Mehrheiten können etwas erreichen.“
Wolfgang Wörner

(16. Juli 2019)

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