zurück zur Übersichtsseite OV Traunstein

Über Traunsteins Zukunft diskutiert

Jugendliche beteiligen sich beim Grünen-Stammtisch: Jugendzentrum angemahnt 

Für spannende Diskussionen beim Stammtisch der Grünen sorgte das Thema Jugend in Traunstein. „Seit drei Jahren machen wir Druck, dass ein Jugendzentrum kommt und bisher ist nichts Greifbares geschehen“, verschaffte sich Johannes Müller, neuer Jugendbeiratsvorsitzender und Juso-Mitglied, Luft.

Thomas Stadler, Stadtrat der Grünen und Jugendreferent, verwies auf die bisherigen Entwicklungen. Zunächst gab es eine eindeutige Stadtratsmehrheit für ein Jugendzentrum in der Güterhalle. Die Planungen waren weitgehend abgeschlossen. Dann verhinderte der Bürgerentscheid von April 2016  die konkrete Umsetzung.

„Es stocken die Planungen. Zwei Jahre ist nichts passiert“, merkte Konrad Baur von der JU an. Aus dem Jugendbeirat kam die Kritik, dass anscheinend Teile des Stadtrates kein Interesse mehr an einem Jugendzentrum haben, weil es Kosten verursache. Grünenstadträtin Burgi Mörtl-Körner meinte, dass das Thema weiter angegangen gehöre. Kollege Wilfried Schott empfahl dem Jugendbeirat, auf die einzelnen Fraktionen zuzugehen.

Nach wie vor besteht nach Äußerungen der Jugendlichen großer Bedarf z. B. an Übungsräumen für Bands, da die letzten Möglichkeiten im Studienseminar weggefallen sind, einem Jugendcafé für ältere Jugendliche, Auftrittsmöglichkeiten für Musik- oder Theatergruppen,  eine Disco – zumal mit Schließung der „Metro“ ein weiterer Jugendhotspot wegfällt.

Mario Peuser, der aus einer Stadt in Nordrhein-Westfalen mit 80.000 Einwohnern stammt, wunderte sich, dass es in seiner Heimatstadt fünf Jugendzentren  gibt und in Traunstein als Oberzentrum gar keines. Anna Körner war für ein Jugendzentrum wichtig, dass es Räume bietet, in denen sich die Jugendlichen selber organisieren und z. B. auch eine Reparaturwerkstatt einrichten können.

Thomas Stadler mahnte im Stadtrat in der ersten März-Sitzung an, das Jugendzentrum in den Eckdatenbeschluss für die weitere Planung im westlichen Bahnhofareals mit aufzunehmen. Die Vertreter*innen des Jugendbeirats  überreichen eine Unterschriftenliste an den Oberbürgermeister, um die Dringlichkeit eines Jugendzentrums deutlich zu machen.

Hannah Unterreitmeier, Lucie Kamm und Stefanie Alf hielten Rückblick über Aktionen und Aktivitäten der Grünen Jugend:

  • Es fand ein „Fishbowl“ zusammen mit Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayrischen Landtag, statt. Dabei wurde klar, dass ehrenamtliches Engagement – in welchem Bereich auch immer – unerlässlich in der Gesellschaft ist und man/frau selber davon profitiert.
  • Vor Ostern fand eine Müllsammelaktion am Fußweg von Haslach in Richtung Siegsdorf statt.
  • In der Auseinandersetzung um private Seenotretter und deren Behinderung durch verschiedene Staaten nahmen Mitglieder der Grünen Jugend an der Aktion „Free open arms“ mit einem Banner teil.
  • Ferner gab es scharfe Kritik an dem neuen Polizeiaufgabengesetz (PAG), das erheblich den Eingriff in die Privatssphäre ermöglicht.
  • Ein Anliegen ist es der Grünen Jugend, einen SMS-Notruf in Bayern einzuführen. Dazu wollen sie Kontakt mit der Polizei und den Leitdienststellen herstellen.
  • Wichtig ist die strukturelle Verbesserung der Radwege in Traunstein – München ist im Vergleich mit Traunstein vorbildlich.
    Auch Mobilität in Kombination von Zug und Carsharing gilt es anzupacken.
  • Ein Schwerpunkt gerade in heutiger Zeit ist Demokratieerziehung in der Schule und Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ferner gilt es den europäischen Gedanken in den Schulen bewusst zu machen und Städtepartnerschaften weiterzuentwickeln. Thomas Stadler

(24.04.2018)

Der Ortsverband Traunstein stellt sich vor.
Newsletter von Gisela Sengl
Kreisrundbrief