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Wolfgang Wörner fordert, dass die Herzog-Friedrich-Straße um einen Fahrstreifen für Grünstreifen, Bäume und einen Radweg reduziert wird.

Wolfgang Wörner fordert, dass die Herzog-Friedrich-Straße um einen Fahrstreifen für Grünstreifen, Bäume und einen Radweg reduziert wird.

Klimaschutz: Nicht nur reden – endlich handeln!

Diskussionsveranstaltung der Grünen brachte Vorschläge für Traunstein

Große Hitze nicht nur in Traunstein – Grund genug für uns, in einer öffentlichen Veranstaltung über das Thema  „Klimapolitik: nicht nur reden – endlich handeln“ zu diskutieren. Wir wollten nicht nur darüber sprechen, was die große Politik endlich anpacken muss, sondern auch, was in den Städten und den Dörfern getan werden kann, und was jeder von uns leicht umsetzen kann. 

Stadtrat Stephan Hadulla beklagte, dass so viele Waren klimaschädlich über so große Strecken transportiert werden und dass Kleidung, die mit viel Energie hergestellt wird, oft nur noch ein paar Wäschen übersteht. Helga Mandl kritisierte, dass für das System der Kryptowährungen (Bitcoin und andere), das der großen Mehrheit der Bürger nichts bringt, Rechenzentren gebaut werden, die alleine so viel Strom verbrauchen wie zum Beispiel ganz Island. Und Kreisrat Sepp Hohlweger fragt sich, wohin die Bürger Hollands wohl ziehen, wenn der Meeresspiegel so ansteigt wie prognostiziert.

Thomas Lang-Nachtnebel befürchtet: „Es wird einen Punkt geben, wo man nicht mehr umkehren kann.“ Er meint, dass ganz viele kleine und große Dinge sofort machbar sind. Helga Mandl erinnerte daran, dass das Volksbegehren „Flächenfraß stoppen“ vom bayerischen Verfassungsgerichtshof leider nicht zugelassen wurde, obwohl so viele Bürger hinter diesem Anliegen stehen. Jedes Zubetonieren schadet dem Klima. Der Bund Naturschutz und wir Grüne wollen dieses Thema aber nicht aufgeben und wir werden uns weiterhin vehement für Flächensparen und somit für den Klimaschutz einsetzen.

Wolfgang Wörner erinnerte an den Aufruf des deutschen Städtetags, dass die Kommunen mehr Grün in die Städte bringen sollen und an die neue Studie des „Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung“, die sagt, was man in Städten und Dörfern tun muss: „Entsiegeln, Wasserflächen schaffen, Dächer begrünen und Mischwald anlegen.

Und was kann in Traunstein getan werden?

Stadträtin Burgi Mörtl-Körner berichtete aus der letzten Stadtratssitzung, in der der Arbeitskreis „Energie und Klimaschutz“ beauftragt wurde, innerhalb von 12 Monaten einen Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Energiewende für die Stadt Traunstein zu erstellen.
Doch den Teilnehmern der Veranstaltung dauert so eine Maßnahme zu lange. Sie meinten, dass für das Klima sofort etwas getan werden muss und sie machten sogleich viele Vorschläge: Keine neue Bodenversiegelung durch Gewerbegebiete, den Haidforst erhalten, so wie er ist, ein echt fahrradfreundliches Traunstein, ökologisches Bauen, die Gärten nicht zupflastern, Solaranlagen wieder fördern, die Bahnhofstraße entsiegeln und vieles mehr. 
Stadtrat Thomas Stadler möchte gerne am Maxplatz und in der Bahnhofstraße einen  gemeinsamen beruhigten Verkehrsraum für Fußgänger, Radfahrer und Autos („Shared Space“) und Wolfgang Wörner will die Herzog-Friedrich-Straße um einen Fahrstreifen reduzieren für Grünstreifen, Bäume und einen Radweg.

Die neuesten Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung fest der Meinung ist, dass die aktuellen Temperaturen keine Wetterkapriolen mehr sind, sondern dass der Klimawandel da ist und deshalb gilt für alle: „nicht nur reden – endlich handeln“, und zwar auch in Traunstein. Wolfgang Wörner

(24. August 2018)

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