2017
„Ein Haus auf Stelzen“

„Das nächste Hochwasser kommt bestimmt“ war der Titel einer Veranstaltung der Traunsteiner Grünen im „Sailer Keller“ zu Klimawandel und zum Bauen in hochwassergefährdeten Gebieten. Zunächst berichtete Ortssprecher Wolfgang Wörner von der Klimakonferenz in Bonn und von den laufenden Sondierungen der Jamaika-Parteien, bei denen den Grünen der Klimawandel ein extrem wichtiges Zukunftsthema ist. „Trotz immer extremer werdender Wetterphänomene“, so stellte er fest, „wird heute immer noch in hochwassergefährdeten Gebieten neu gebaut.“ Das war das Stichwort für einige Anwohner der Daxerau, die die Veranstaltung besucht hatten. (16. November 2017)

Wieviel Flächenverbrauch verträgt die Stadt?

Aktuell läuft eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gegen übermäßigen Flächenverbrauch in Bayern. Die Traunsteiner Grünen diskutierten das Thema und fragten: „Wieviel Flächenverbrauch verträgt Traunstein, was macht Sinn und was sollte besser nicht gemacht werden? In Traunstein gab es in den letzten Jahren einen enormen Flächenfraß, z.B. an die Sonntagshornstraße oder neuerdings das Gewerbegebiet  bei Seiboldsdorf. In Seiboldsdorf werden bekanntermaßen die ehemaligen Kiesgruben für Gewerbe weitergenutzt, wobei leider auch die Wiesen zwischen den Kiesgruben und dem Kreisverkehr beim Fachmarktzentrum für die Natur verlorengehen. (17. Oktober 2017)

Mobilität in der Zukunft, in Traunstein und anderswo

„Wenn man wirklich wollte, dann könnte in Deutschland in 15 Jahren der gesamte Verkehr emissionsfrei sein“, sagte Dieter Janecek, worauf Inge Kämpfl aus Waging die Runde fragte: „Wie kann man die Akzeptanz für Elektromobilität in die Köpfe der Menschen bringen?“ Klaus Herold aus Traunstein, Fahrer eines Hybrid-Autos, berichtete, dass er schon vier seiner Freunde überzeugt habe: „Alle vier haben sich ebenfalls so ein Fahrzeug zugelegt.“ Und Wolfgang Wörner meinte, dass beim Diesel-Problem nur Hardware-Lösungen helfen. „Reine Software-Updates bringen in der Summe für Umwelt und Klima nichts.“ (7. September 2017)

Diskussion um „Zehn-Punkte-Plan für Grünes Regieren“

In einem der Punkte ging es um die E-Mobilität, der die Grünen zum Durchbruch verhelfen wollen. Denn trotz Dieselskandal geht es nur schleppend voran. Sogar die ÖPNV-Busse in Rosenheim wurden von Gas wieder auf Diesel umgestellt. Die Technologie ist teuer und die Tankstellen werden eher abgebaut. Gas wäre ein guter Übergang zum Elektroauto. Auch in Traunstein hat der Pendlerverkehr eher zugenommen und P+R ist kein Thema mehr. Die Leute wollen Bequemlichkeit und haben immer noch Angst, dass der Autoindustrie zu viele Arbeitsplätze verloren gehen, nachdem ein Elektroauto 30 % weniger Bauteile braucht. P+R Carports mit Ladestellen wären von Vorteil. (16. August 2017)

Nur da bemüht, wo’s dem Autofahrer nicht wehtut

Auf Einladung der Grünen radelten ein Dutzend Traunsteiner*innen mit dem Münchner Stadt- und Verkehrsplaner Paul Bickelbacher durch Traunstein und besuchten Stellen, wo es für Radfahrer gefährlich oder schwierig ist. Der Experte gab vor Ort und am Abend im „Sailer Keller“ Ratschläge, wie man ganz einfach Verbesserungen erzielen kann. Er zitierte auch Innenminister Herrmann, der bis 2025 den Anteil des Fahrradverkehrs von heute zehn auf 20 Prozent steigern will. Herrmann sage, dass Radfahren zügig, sicher und bequem sein muss. (24. Juli 2017)

„Viel mehr Elektroautos made in Germany“

Andreas Herden, unser Stimmkreiskandidat aus Trostberg für die Bundestagswahl, hat sich bei einer öffentlichen Veranstaltung des Traunsteiner Ortsverbandes mit Klima, Umwelt und Energie beschäftigt. „Das das sind und waren immer schon die Kernthemen der Grünen“, sagte Herden. In seinem Eingangsreferat forderte Herden: „Ich möchte, dass die 20 schmutzigsten  Kohlekraftwerke sofort abgeschaltet werden.“ Er setzt auf Energie aus Sonne, Wasser und Wind und er möchte „viel mehr Elektroautos made in Germany“ auf unseren Straßen sehen, die ebenfalls mit diesen Energien angetrieben werden. (20. Juni 2017)

„Ich bin jetzt 37 Jahre alt, für mich ist Europa normal und gut“

„Still-Love-Europe“-Poster hingen an den Wänden im Traunsteiner „Sailer Keller“ bei der Grünen Veranstaltung mit dem Titel „Europa – was hat es uns gebracht und was gibt es zu verbessern?“. Die Traunsteiner Grünen sind sich einig, dass Europa, die Europäische Union, der Euro und das Schengen-Abkommen für uns alle etwas Großartiges sind, das es zu verteidigen gilt. Kreisrätin Burgi Mörtl-Körner erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass wir durch die Europäische Gemeinschaft die längste Phase des Friedens in Europa genießen. Andererseits gibt es in der EU noch viele ungelöste Probleme. (9. Mai 2017)

Was ist die richtige Zukunft für Traunstein?

Traunsteins Stärke sind die Bahnanbindung, die Schulen, das Krankenhaus, die Natur, in die die Stadt eingebettet ist. Das betonte Stadtrat Wilfried Schott bei der öffentlichen Grünen-Veranstaltung zum Thema „Leerstände in der Innenstadt und kaum steigende Gewerbesteuereinnahmen trotz immer neuer Gewerbegebiete – was ist die richtige Zukunft für Traunsteins Wirtschaft?“. Stadtmarketing-Koordinator Jürgen Pieperhoff sagte in Bezug auf die Leerstände in der Innenstadt, dass diese Zahl seit 1999 nicht signifikant zugenommen habe. „Aber wir verlieren Markanz.“ Viele Geschäfte, die kleine Nischen besetzt hatten, seien verschwunden. (10. April 2017)

Erneuerbar, klimafreundlich, preiswert

„Die Energiewende ist mehr als Windräder und Solarmodule.“ Das sagte der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, Sprecher für Energie und Klimaschutz, bei unserem März-Stammtisch im „Sailer Keller“, der unter dem Motto „Strom und Wärme, erneuerbar, klimafreundlich und preiswert“ stand. Stümpfig sprach sich für ein Klimakonzept aus, das Strom, Wärme und Kälte, Mobilität und Landwirtschaft einbezieht. Er machte auch konkrete Vorschläge für die Situation in Traunstein: Für die Siedlungen, die in der Daxerau und auf dem Gebiet Bahnhof West entstehen, seien Blockheizkraftwerke ideal. Und in Traunstorf sollten Energie-Plus-Häuser gebaut werden. (12. März 2017)

Es geht um Traunsteins Zukunftsfähigkeit

„Wir müssen in Zukunft radikal mit der Anzahl der Projekte nach unten; wir müssen immer erst anschauen, was wir an Geld haben.“ Stadtrat Wilfried Schott skizzierte bei der Veranstaltung „Grüne Ideen für einen zukunftsfähigen Haushalt“, wie Stadtpolitik vernünftigerweise betrieben werden sollte. Er, Thomas Stadler und Stephan Hadulla hatten in der Stadtratssitzung den Haushaltsentwurf abgelehnt, „weil wir die hohe Verschuldung nicht mittragen können“. Nur Fraktionssprecherin Burgi Mörtl-Körner hatte zugestimmt, wofür sie auch ein schlüssiges Argument ins Feld führte: „Die meisten Stadträte haben doch bei all diesen Projekten Ja gesagt.“ Helga Mandl verteidigte das Abstimmungsverhalten der drei Grünen-Stadträte: „Wenn man einen neuen Kenntnisstand hat, dann darf man auch eine neue Entscheidung treffen.“ (9. Februar 2017)

„Sanierung light“ als Alternative

Die Stadtverwaltung hat lediglich die Architektenlösung und eine Minimallösung zur Sanierung der Klosterkirche untersucht. Stadtrat Wilfried Schott will eine weitere Alternative ins Gespräch bringen: die „Sanierung light“. Er schlägt eine Dachsanierung vor, den Einbau von Toiletten und einer Künstlergarderobe im Erdgeschoss, einen Außenaufzug für die Galerie, ein kleines Foyer und einen Anbau im Süden der Galerie für ein Literatur-Café mit einem kleinen Eingangsbereich. Zu untersuchen sei, ob für diese Maßnahmen Städtebau- oder andere Fördermittel greifen. (6. Februar 2017)

Kritik am Traunsteiner Haushaltsentwurf

Deutliche Worte hat unsere Fraktionssprecherin Burgi Mörtl-Körner zum 2017er-Haushaltsentwurf der Stadt Traunstein gefunden. Sie kritisierte, dass die Stadt plant, 11,7 Millionen Euro an Schulden aufzunehmen – das sei ein Anstieg des Schuldenbergs um 60 Prozent auf 26,3 Millionen Euro innerhalb nur eines Jahres. „Die angespannte finanzielle Situation 2017 war letztes Jahr schon für alle Fraktionen abzusehen. Deshalb hatten wir bereits im vergangenen Jahr eine Prioritätenliste für alle geplanten Projekte gefordert. Leider wurde unser Vorschlag nicht aufgegriffen.“ Mörtl-Körner forderte im Namen der Grünenfraktion den Einstieg in erneute Haushaltsberatungen, die Erstellung einer Prioritätenliste, die Suche nach Sparpotenzialen, eine strikte Kostenkontrolle und detaillierte Information der Stadträte über die Schuldenentwicklung in der Stadt sowie die grundsätzliche Gegenüberstellung von zu beschließenden Maßnahmen und Schuldenstand. (22. Januar 2017)

Unsere Ziele für 2017 vorgestellt

Die programmatischen Schwerpunkte des Traunsteiner Grünen-Ortsverbands haben wir bei unserem ersten öffentlichen Treffen im neuen Jahr vorgestellt. Dabei ging’s selbstverständlich um unsere klassischen Themen Umwelt, Energie, Klima und Soziales, aber auch ums Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK sowie um Bürgerbeteiligung und Haushaltsdisziplin. Mit seinen beiden Bürgerentscheiden 2016 ist Traunstein ein gutes Beispiel, wie sich Bürger in die Themen der Stadt eingebracht haben.“ Der grüne Ortsverband findet es völlig unakzeptabel, dass sich in Bezug auf den Bürgerentscheid zum Jugendzentrum so gut wie nichts tut. Auch der Bundestagswahlkampf wurde angeschnitten, bei dem wir den Populisten Paroli bieten müssen. Dazu werden wir selbstverständlich wieder mit Infoständen auf dem Maxplatz vertreten sein und die Bürger*innen informieren. (14. Januar 2017)

Der Ortsverband Traunstein stellt sich vor.
Bezirkstagskandidatin Felicitas Wendt
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