zurück zur Übersichtsseite OV Traunstein
 Haidforst vorher

Ortsvorsitzender Wolfgang Wörner zeigte eindrucksvollen Vorher-Nachher-Fotos

Was bleibt vom Haidforst übrig?

Neue Straßen, Gewerbeerweiterungen: Eine Ampel könnte den Wald retten

Mit eindrucksvollen Vorher-Nachher-Fotos begann Ortsvorsitzender  Wolfgang Wörner die öffentliche Dezember-Veranstaltung des Grünen OVs Traunstein „Was bleibt übrig vom Haidforst?“ Die Fotos zeigten die Veränderungen durch die Gewerbeerweiterungen der letzten Jahre. Sie gaben eine Vorahnung, was mit dem Wald passieren wird, wenn die geplanten neuen Straßen und die neuen Gewerbeausweisungen Realität werden sollten. Der Wald wird weg sein!

Rosi Mayer, die schon vor 8 Jahren in der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ aktiv war, bemängelte als erstes, dass der allseits versprochene Pfad entlang des Schaumaier-Erweiterungsgrundstücks bis heute nicht existiere. Herr Egger von der Firma Schaumaier entgegnete, dass man noch in der Bauphase sei und das Erweiterungsgrundstück in Kürze eingezäunt werde: „Danach sollte der Erstellung eines Pfades nichts mehr im Wege stehen“. Aber darüber hinaus benötige Schaumeier weitere Flächen im Haidforst.

Wir hatten auch Herrn Pieperhoff vom Stadtmarketing eingeladen, der eine neue Verkehrszählung an der Kotzinger Straße (Einmündung Wasserburger Straße) präsentierte. So fuhren in einem Zeitraum von 7 Tagen über 2.000 Lkw in die Kotzinger Straße hinein und knapp 1.800 aus der Kotzinger in die Wasserburger Straße hinaus. 

Unbestritten ist, dass diese Einmündung gefährlich ist, besonders dadurch, dass viele Lkw-Fahrer von der Kotzinger Straße vorschriftswidrig nach links abbiegen. Sowohl Wörner als auch Pieperhoff zeigten Fotos der unübersichtlichen Beschilderungen, die es den Lkw-Fahrern nicht leicht machen, sich hier korrekt zu verhalten. „Viele der Lkw haben aber nichts mit den acht Firmen in der Industriestraße zu tun“, war einhellige Meinung der Anwesenden. Und was die Lkw-Navis hier angeben, wusste leider auch niemand.

Wolfgang Wörner schlug vor, dass hier nicht nur die bereits beschlossene Ampel installiert werden soll, die bei Näherung eines Zuges aktiv wird. „Ich schlage eine ‚richtige‘ Ampelanlage vor, die tagsüber ständig in Betrieb ist und die den Lkw-Fahrern das bis dato verbotene Abbiegen ermöglicht“, so Wörner. Somit würde ein geordneter Verkehr zum bestehenden Gewerbegebiet gewährleistet, der Wald könnte weiter existieren und das teure Kreisverkehr- und Tunnelbauwerk im Norden wäre überflüssig. 

Beate Rutkowski schlug vor, die Industriestraße etwas zu verbreitern, damit dort der Verkehr weniger durch parkende oder wartende Fahrzeuge behindert wird. 
Stadtrat Wilfried Schott gab dann zu bedenken, dass der Kreisverkehr schon beschlossen sei und dass man mitgestalten solle, im Sinne des Erhalts des Waldes.
Herr Egger von der Fa. Schaumaier ergänzte: „Eine Straßenneubau nach Norden ist ein Ventil“. Aber auch Egger fand es wert, sich über die genannte Ampellösung genauer Gedanken zu machen.
Rosi Berger hatte dann weitergehende Zweifel: „Kommt denn bei der aktuellen Planung ein 40-Tonner überhaupt durch den geplanten Kreisverkehr hindurch?“ fragte sie.

Evi Knauer zähle dann die aktuellen großen Ausgaben der Stadt auf: Klosterkirche, Schulen, Salinenpark, und sie sagte: „Wenn Traunstein jetzt weitere 2,4 Millionen Euro für Kreisverkehr, Straßen und Unterführung ausgibt, sitzen wir in Kürze in der Schuldenfalle“ Sie erinnerte daran, dass uns der Klimawandel doch zwingen sollte, den Wald zu erhalten.

Johann Kainz schlug vor, die Firma Schaumaier solle doch vermehrt die Bahn nutzen, doch Herr Egger winkte gleich ab: „ Die Bahn ist nicht zuverlässig“, so Egger. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die anwesenden Naturschützer und Waldfreunde die von Herrn Egger beschriebenen Notwendigkeiten gut nachvollziehen konnten und auch Herr Egger deren Anliegen voll versteht. Ein Kompromiss konnte an diesem Abend jedoch nicht gefunden werden. Vielleicht sollte die Stadt Traunstein sich wirklich Gedanken über eine ‚richtige‘ Ampelanlage machen. Damit könnten sicher der Wald und vielleicht auch die Gewebetreibenden gut damit leben – und viel billiger wäre es auch. Wolfgang Wörner

(15. Dezember 2017)

Der Ortsverband Traunstein stellt sich vor.
Felicitas Wendt in den Bezirkstag
Newsletter von Gisela Sengl
Kreisrundbrief
Mitglied werden
Grüne gegen Fremdenhass
zum Programmentwurf