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Bürgermeister Stefan Schneider mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth.

Bürgermeister Stefan Schneider im Gespräch mit Claudia Roth.

Claudia Roth zu Gast bei Stefan Schneider

Bundestagsvizepräsidentin besucht grünen Bergener Bürgermeister

Seit letztem November hat die Gemeinde Bergen in Oberbayern einen Grünen Bürgermeister. Grund genug für Claudia Roth (Bündnis 90 / Die Grünen), Bundestagsvizepräsidentin, Bürgermeister Stefan Schneider in seiner Gemeinde aufzusuchen.
Schneider hatte sich für den Besuchstermin einen wunderschönen Plan zurechtgelegt, Kindergärten, Schule, Feuerwehr, die Unterbringung für Asylbewerber, Kurpark, u.s.w. Doch leider machte eine kurzfristig anberaumte Bundestagssitzung zu Griechenland den schönen Plan zunichte und Claudia Roth kam drei Tage später, am Sonntag nach Bergen.

Flugs wurde das Programm umgestellt und man traf sich im Rathaus. Bürgermeister Stefan Schneider, 2. Bürgermeister Herbert Berger, 3. Bürgermeister Kristian Krammer, die Gemeinderäte Monika Mitterer, Sabine Babl, Peter Hallweger, sowie die Ortsvorsitzende Gabi Krutzenbichler und die Kreisvorstände Helga Mandl und Sepp Hohlweger waren gekommen, um mit Claudia Roth zu diskutieren.

Stolz erzählte Schneider, dass fünf der 16 Gemeinderäte Grüne sind und dass die Gemeinderatssitzungen an einem großen „Runden Tisch“ stattfinden, an dem jeder alles sagen kann und soll. Schnell kam man auf aktuelle Themen zu sprechen: Schneider sagte, dass er mit dem allgemein herrschenden Wachstumsgedanken seine Probleme hat, denn „Wachstum in einer Gemeinde führt immer zu Konkurrenz zu anderen Gemeinden.“

Sabine Babl sprach die Verkehrssituation an, dass eben am Wochenende auf dem Land fast kein Bus fährt.

Bergen hat ein schönes Schwimmbad und Schneider erklärte, wie schwierig es heute ist, die gesetzlichen Vorschriften z.B. zur Anwesenheitspflicht vom Bademeistern zu erfüllen. Das Schwimmbad erzeugt ein jährliches Defizit von etwa 80.000 Euro, aber, so Schneider, „seien wir froh, dass wir kein Hallenbad haben, dann hätten wir eine halbe Million minus“.

Richtig froh war Schneider auch, dass seine Idee einer Jugendsprechstunde so gut ankam. Alle Jugendlichen wurden persönlich angeschrieben und manch Eltern bekamen zunächst einen Schreck, als ein Brief von der Gemeinde, persönlich adressiert an ihren Sprössling im Briefkasten lag. „Hat er oder sie vielleicht etwas ausgefressen?“, dachten sich da ein paar Eltern. Sage und schreibe 75 Jugendliche waren gekommen, um mit ihrem Bürgermeister zu diskutieren. Natürlich war das Thema Asylbewerber ein Thema der Diskussion mit Claudia Roth und sie bestätigte, dass nicht nur im Landkreis Traunstein, sondern in vielen anderen Gegenden die Wirtschaft nach jungen Flüchtlingen ruft, um die vielen nicht besetzten Ausbildungsplätze zu füllen. Doch kaum ein Gewerbebetrieb will in einen jungen Menschen investieren, der dann während der Ausbildungszeit oder kurz danach Deutschland verlassen muss.

Kreisvorsitzende Helga Mandl hatte die Idee, dass sich Claudia Roth in das goldene Buch der Gemeinde Bergen einträgt, doch Bürgermeister Schneider musste sie enttäuschen: „Bergen hat gar kein goldenes Buch“, sagte Schneider. Das brachte Claudia Roth auf die Idee, Bergen wieder zu besuchen und als Gastgeschenk ein goldenes Buch mitzubringen. Somit kann sich Bergen auf einen weiteren Besuch der beliebten und bekannten Vollblutpolitikerin“ freuen, dann vielleicht an einem Werktag, um das ursprüngliche Programm zu erleben. Wolfgang Wörner

(26. August 2015)

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