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Stefan Schneider, Maria Kraus-Osenstetter und Sepp Hohlweger mit der Referentin Marianne Penn.

Unser Bürgermeisterkandidat Stefan Schneider, Gemeinderätin Maria Kraus-Osenstetter, Bezirkstagskandidatin Marianne Penn und Landratskandidat Sepp Hohlweger.

„Schule die Mut macht – Inklusion – soziale Gerechtigkeit“

Bezirkstagskandidatin Marianne Penn referiert in Bergen

„Schule die Mut macht – Inklusion – soziale Gerechtigkeit“ war das Thema der Veranstaltung zur Vorstellung der Grünen Bezirkstagskandidatin Marianne Penn. Marianne Penn ist heilpädagogische Förderlehrerin am Wilhelm Löhe Zentrum in Traunreut und engagiert sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit aktiv bei den Trostberger Grünen. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. 

Der Bezirk Oberbayern ist eine in der Verfassung verankerte kommunale Körperschaft, wird durch den Bezirkstag verwaltet und durch die Bezirksumlage der Landkreise finanziert. Der Bezirkstag gilt als „dritte kommunale Ebene“ und ist vergleichbar mit Stadtrat und Kreistag. Die Wahlen der Bezirkstags-Kandidat*innen findet gleichzeitig mit der Landtagswahl statt. Bezirksräte sind ehrenamtlich tätig, ihre wesentlichen Aufgaben sind: Gesundheitswesen – Sozialwesen – Kultur- und Heimatpflege – Schulwesen für Fach- und Sonderschulen – Schutz der Natur und Gewässer.

„Hinter Regeln, Gesetzen und Paragraphen stehen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen, die Teil unserer Gesellschaft sind und nicht durch das soziale Netz fallen dürfen“, so Marianne Penn in ihrer Einleitung. Die Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern, die den Erwartungsdruck unserer Gesellschaft (zum Teil auch von den Eltern) nicht aushalten, ist beängstigend. Gerade im Hinblick auf die Herausforderung der von der EU geforderten Inklusion brauchen wir eine Schule, die Druck nimmt und Mut macht. „Gemeinsame Bildungswege für alle“, so die Referentin weiter. Hierzu sind Veränderungen im System notwendig. Die Ausbildung der Lehrer muss in heil- und sonderpädagogischen Bereichen ergänzt werden. Konsens ist, dass diese Schulklassen nicht von einer Lehrkraft alleine geführt werden können und keinesfalls versteckte Sparprogramme das Ziel der Politik sein dürfen. Wichtig für die Betroffenen sei die freie und individuelle Wahl zwischen Förderschule und „normaler“ Schule.

Psychisch erkrankte Menschen und Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung brauchen in der Pflege hohe Qualitätsstandards. Diese Menschen müssen von Kind auf bis ins Alter eine entsprechende Unterstützung bekommen. Eine Pflege unter dem Druck der Stoppuhr darf es nicht geben!

Nach einer regen Diskussion fasste Marianne Penn zum Ende des Vortrages noch einmal zusammen, dass sich Bündnis 90/Die Grünen dafür einsetzt, dass 

  • ein verbindlicher Aktionsplan zur Umsetzung der Inklusion erarbeitet wird;
  • Menschen mit Behinderung selber entscheiden können, welche Angebote sie nutzen wollen;
  • Menschen mit Behinderung selbstverständlich Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten;
  • Träger motiviert werden, die ambulante Betreuung auszubauen.

Diese Maßnahmen verschlingen natürlich viel Geld, sind jedoch wichtig für eine Gesellschaft die niemanden aussondert, die Barrieren überwindet und die die Teilhabe aller garantiert. Wir sind überzeugt, dass die Kosten für Pflege, Bildung und Förderung gut investiert sind und letztendlich dem Staat wieder zu Gute kommen. 

Ergänzt wurde dieser Informations-Abend mit einem selbst erstellten Film über Kenia und Tansania. Hierbei wurden Hilfsprojekte einer Schul- und Gesundheits-Förderung von behinderten Kindern und Jugendlichen gezeigt. Diesen Verein hat Marianne Penn mit ins Leben gerufen und sie wirkt aktiv in dem Verein mit. 

Zwei Tage vorher erfolgte in Bergen die Gründung des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen. Die Grüne Liste Bergen mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Stefan Schneider erhält nun offizielle Unterstützung der Partei. Einstimmig gewählt wurden zur Sprecherin Gabi Krutzenbichler, zum Schriftführer Klaus Frank und zur Schatzmeisterin Hilma Hallweger. Unter anderem können zukünftig eingehende Spenden direkt und ausschließlich dem Ortsverband Bergen zugeordnet und verbucht werden. Maria Kraus-Osenstetter

(19. August 2013)

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