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66 plus + Leben in der Gemeinde

Großes Interesse am Infoabend des OV Chiemsee-Ost

Das Interesse an der vom Grünen-OV Chiemsee-Ost organisierten Veranstaltung „66 plus + Leben im Alter in der Gemeinde Chieming“ war ungewöhnlich groß. Ca. 50 Gäste, vorwiegend ältere Mitbürger, verfolgten aufmerksam die einführenden Erläuterungen des Chieminger Grünen-Gemeinderates Sebastian Heller. Anhand der jüngsten Prognosen zur demografischen Entwicklung machte er deutlich, mit welchen Änderungen wir auch in unserer Kommune zu rechnen haben. Bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre wird sich das gemeindliche Altersgefüge merklich verschieben. Die Unter-18-Jährigen nehmen um ca. 10% ab und die Über-65-Jährigen um ca. 15% zu. Eine Tendenz, die sich laut Heller durch die konstant niedrigen Geburtenraten und die steigende Lebenserwartung der Senioren in den kommenden Jahren weiter beschleunigen wird. Aber, so stellte er klar, alt sein darf keinesfalls mit Demenz oder Pflegebedürftigkeit gleich gesetzt werden. Immer mehr Senioren sind fit genug, um ein aktives und vielfältiges Leben zu führen.

„Senioren gestalten die Kommunalpolitik mit“ lautete der dazu passende Gastbeitrag des Traunsteiners Siegfried Blach. In seinem Referat beschrieb er unterschiedliche Möglichkeiten, ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu führen und gleichzeitig mit viel Engagement für die Interessen der älteren Mitbürger einzutreten. Blach ist 81 Jahre alt und Mitglied im Vorstand des Seniorenbeirates der Stadt Traunstein.

In einem zweiten Gastbeitrag erläuterte Gabriele Pauli, Caritas-Beauftragte „Leben im Alter“, die Aufgaben der Hilfs- und Pflegedienste für Senioren. Eine wesentliche Zielsetzung ist es laut Pauli, ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu belassen. Es gelte der Grundsatz: Ambulante Pflege geht vor stationärer Pflege. Erst wenn eine dauerhafte Hilfe notwendig wird und eine Pflege innerhalb der Familie nicht möglich ist, sollte eine stationäre Hilfe in Erwägung gezogen werden.

Die anschließende Gesprächsrunde unter dem Motto „Wie lebt es sich im Alter in der Gemeinde Chieming“ lief auf ein eindeutiges „Na ja, geht so“ hinaus. Beklagt wurden u.a. eine fehlende Busverbindung innerhalb der Gemeinde, zu wenige Kulturveranstaltungen für Senioren im Ort und die ungenügende Informationslage der alten Menschen. Fazit: Die älteren Mitbürger*innen verdienen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Der Themenspeicher der Chieminger Grünen war jedenfalls nach der Veranstaltung gut gefüllt. Richard Danhof

(10. März 2012)

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