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Sengl und Heimbucher führen OV an

Neuwahlen und Thema Wasser bei der Jahreshauptversammlung

In der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Chiemsee-Ost von Bündnis 90/Die Grünen wurden im Gasthof „Oberwirt“ Gisela Sengl aus Sondermoning zur Vorstandssprecherin und Thomas Heimbucher aus Chieming zum Vorstandssprecher gewählt. Kassier ist Willem Tette aus Sondermoning und Schriftführerin die Chiemingerin Traudi Kraus. Beisitzer ist Bernhard Hecht, ebenfalls aus Chieming.

Gisela Sengl ging im Rückblick auf die Aktivitäten ein und gab zunächst bekannt, dass der Ortsverband Chiemsee-Ost der Grünen die Gemeindebereiche Grabenstätt, Nußdorf, Chieming, Seebruck und Seeon umfasst. Sie berichtete von der Radtour zum internationalen Jahr des Waldes, sprach über den Besuch beim Waldkindergarten in Hart, erwähnte den Vortrag des Grünen-Referenten, Dieter Gewies aus Furth bei Landshut und erinnerte dabei an seine Kernaussage, dass es ein lebendiges Dorf auch ohne Discounter gebe. Weiter erwähnte sie die Diskussion zum Leben im Alter im Chieminger Gemeindebereich, über alternative Energien und ging auf die geführte Debatte im Für und Wider zum neuen McDonalds in Grabenstätt ein. „Wir haben uns auch mit dem geplanten Radweg von Sondermoning nach Matzing befasst und mit Anliegern darüber gesprochen“, sagte sie.

Sengl erinnerte an die zwei Ausgaben der Bürgerzeitung im Jahr 2012 und kündigte für demnächst eine Dritte an.

Mitglied Sebastian Heller erwähnte das Bestreben der Grünen auf baldige Durchführung einer Bürgerkonferenz zum Leben im Alter im Chieminger Gemeindebereich, und Elisabeth Heimbucher meinte, hier könnte das Engagement der Gemeinde mit Bürgermeister Benno Graf wesentlich größer sein.

Siegfried Engl, Erster Vorsitzender des Zweckverbandes der Wasserversorgung der Harter Gruppe, referierte über die Konzessionsrichtlinien zur Ausschreibung der Wasserversorgung, die die EU zur kommerziellen Handelsware machen möchte. Dieser Linie folgend weigert sich laut Engl und Heller Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), die Trinkversorgung als ausschließliche Aufgabe der öffentlichen Hand im Landesentwicklungsplan (LEP) festzuschreiben, obwohl die bayerischen Gemeinden dies vehement fordern. Die Gemeinden und auch wir sehen das Wasser als generelles Menschenrecht, wurde gesagt. Weiter hieß es, um die Gefährdung für die kommunale Wasserversorgung entgegenzutreten, läuft derzeit die Eintragung für einen europäischen Volksentscheid, und alle waren sich einig, eine Kommerzialisierung des Wassers dürfe es nicht geben.

Hans Dandl aus Sondermoning sagte, man müsste mit großer Entschiedenheit an alle Politiker einen Appell richten, die Privatisierung  von Wasser zu verhindern, denn Wasser ist ein Grundrecht aller Menschen und muss in öffentlicher Hand bleiben.

Elisabeth Heimbucher sprach sich für eine Besichtigung der Wasserversorgung der Harter Gruppe aus, fand dazu einvernehmliche Zustimmung. Otto Humm

(9. Februar 2013)

Der OV Chiemsee-Ost stellt sich vor.
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