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Jürgen Mistol mit Bauamtsleiter von Unterwössen Hans Thullner.

Klimaschutz in der Gemeinde

Themenabend in Marquartstein

Mit dabei waren auch vier Vertreter von Fridays For Future. Sie hatten viele Vorschläge für Klimaschutz in der Gemeinde vorbereitet. Einige davon werden in Marquartstein schon umgesetzt. Viele weitere Anregungen kamen auch von den anderen Teilnehmern.

Ganz oben auf der Liste stand der Ausbau des ÖPNV im Achental mit günstigeren Preisen und besseren Fahr- und Verbindungszeiten. Das ist zwar Aufgabe des RVO, aber die Gemeinden sollten am besten dort vorstellig werden.

Natürlich muss auch die Radinfrastruktur gestärkt werden, insbesondere durch Radwege und Abstellflächen.

Andere Vorschläge gingen in Richtung Müllbeseitigung. Das beste Mittel ist allerdings die Müllvermeidung. So auch bei Festen, bei denen kein Wegwerfgeschirr verwendet werden soll. Das Aufstellen von mehr Abfallkörben kann zwar verhindern, dass mehr Müll in die Natur gelangt. Es führt aber leider auch dazu, dass manche ihren Hausmüll über solche öffentliche Abfallkörbe entsorgen. Gemeinsame Müllsammelaktionen wurden deswegen auch vorgeschlagen.

Ein anderes Thema war das Pflanzen von Bäumen. So könnte auch der Straßenraum begrünt werden. Ebenso nützlich ist das Ansäen von Blumenwiesen. Letztere sollen aussamen können und dürfen daher nicht zu früh gemäht werden. Sie sollen insekten- und bienenfreundlich gestaltet werden. Mit dem Bestandsgrün muss in jedem Falle sorgsam umgegangen werden.

Diskutiert wurde auch ein Aufruf zu einem freiwilligen Verzicht auf Silvesterfeuerwerk. Statt vieler einzelner Feuerwerke könnte ein gemeinsames Feuerwerk stattfinden, das deutlich weniger Feinstaub produzieren würde.

Die Idee der Gründung eines Umweltbeirats gab es schon in Marquartstein. Sie wurde mangels Teilnehmern bisher nicht umgesetzt.

Andere Projekte, wie das gemeinsame Sammeln von ausgedienten Handys, werden hingegen schon umgesetzt.
Der Wunsch nach Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Dächern wird in Marquartstein ebenfalls schon umgesetzt, genauso wie die Nutzung von Ökostrom für den gemeindlichen Bedarf.

Im Zusammenhang mit der Beleuchtung am Achendamm wurde das Thema „Lichtverschmutzung“ angesprochen. Die Wege an der Ache sind im Ort aber wichtig wenn Fußgänger und Radfahrer die Straßen meiden wollen und daher müssen sie beleuchtet sein. Die Beleuchtung wird aber zu vorgerückter Stunde deutlich heruntergeschraubt, sodass hier auch wegen der modernen LED-Technik der Stromverbrauch auf ein notwendiges Minimum reduziert wird.

Natürlich sollen umweltfreundliche Stoffe, wie Recyclingpapier, in der Gemeinde eingesetzt werden.

Einig war man sich auch in der Feststellung, dass fehlendes Wissen zu Untätigkeit führt. Umweltbildung und Information sind daher erforderlich.

Für die nächste Wahlperiode sollten für den Bereich der Gemeinde Klimaziele formuliert werden – möglichst mit eigenen Energiekonzepten.

Eine Menge von Anregungen, die es jetzt umzusetzen gilt. (Peter Lloyd)

 

(25. Oktober 2019)

Der Ortsverband Marquartstein stellt sich vor.
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