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hier geht's zur Vorstellung der Marquartsteiner Kandidat*innen

Mit Engagement und Fachwissen

Kandidaten der Liste Bündnis 90/Die Grünen – Offene Liste Marquartstein stellten sich vor

Auf großes Interesse ist der Abend zur Vorstellung der Gemeinderatskandidaten der Liste Bündnis 90/Die Grünen – Offene Liste Marquartstein im Gasthof „Weßner Hof“ gestoßen. Mit acht Frauen und acht Männern bewirbt sich die um die Gemeinderatssitze im Marquartsteiner Rathaus.

Claudia Kraus und Toni Entfellner leiteten die Versammlung. Claudia Kraus unterstrich die Bedeutung der Kommunalpolitik: „Der Gemeinderat ist die Herzkammer der Demokratie. Dessen Entscheidungen spüren wir alle. Diese Institution funktioniert aber nur, wenn sich Leute einmischen, mitmachen.“ Deshalb freue sie sich, eine 16-köpfige Liste an Gemeinderatskandidaten zu präsentieren – acht Frauen, acht Männer. „Von Jung mit 24 Jahren bis nicht mehr ganz so jung, also über 24 Jahre“.

Kraus begründete, warum die Liste keinen Kandidaten für das Bürgermeisteramt stellt. „Wir sind mit der Arbeit von Bürgermeister Scheck hoch zufrieden, weil bei ihm das Miteinander der politischen Kräfte tief verwurzelt ist.“ Sie blickte zurück auf die laufende Legislaturperiode mit den bekannten Marquartsteiner Themen, auf den Hochwasserschutz und die energetischen Maßnahmen im Ort. Sie lobte die Digitalisierung im Rathaus und im Internet. Sie sah die offene Politik und die starke Bürgerbeteiligung in Marquartstein. Claudia Kraus erwähnte die laufenden Projekte wie Nahwärme und Straßenbau.

Toni Entfellner unterstrich, dass die Leistungen der letzten Legislaturperiode ein Gemeinschaftswerk enger Zusammenarbeit im Gemeinderat sei. Mit Verwaltung und Bürgern sei viel bewegt. Derzeitige Ziele verfolgten die Marquartsteiner Parteien und Gruppierungen gemeinsam. „Doch es gibt einiges, worin sich unsere Liste von anderen unterscheidet.“

„Wir haben uns vorgenommen, uns weiterhin stark für den Klimaschutz in der Gemeinde einzusetzen“, sagte Toni Entfellner, „um eine klimaneutrale Kommune mit 100 Prozent sauberen Strom aus erneuerbaren Energien zu werden.“ Die Wärmeversorgung und die Mobilität sollen klimafreundlich werden. In diesem Thema besitze die „traumhafte Natur“ – so Toni Entfellner – einen besonderen Rang. „Vor allem gemeinsam mit den Landwirten wollen wir erreichen, dass das so bleibt.“

Die Mitglieder der Liste setzen auf bezahlbaren Wohnraum für alle, sagte Toni Entfellner. Jeder soll Eigentum erwerben können, gegebenenfalls im Geschossbau. Wohnungseigentum sei ein wichtiger Schutz vor Armut im Alter. Gerade für die immer größer werdende Zahl der Senioren sei es wichtig, eine zentrumsnaher Daseinsvorsorge zu schaffen und die Versorger und öffentlichen Einrichtungen im Ortszentrum zu halten.

Jung und Alt seien wichtiges Thema für die Liste. Die Kandidaten möchten die Betreuungsangebote für Kinder erhöhen. Ein erster Schritt ist der angestellte Jugendpfleger, der auch die Schulen und Vereine in der Jugendarbeit unterstützen wird. Für einen Schulort sei es logisch, weitere Bildungsangebote für Jung und Alt zu schaffen, sei es über die Volkshochschule oder private Anbieter. Bildungsangebote und das Miteinander der Bürger lassen Lösungen entstehen, damit Senioren daheim nicht vereinsamen, blickt Entfellner in die Zukunft.

Schlüssel für viele dieser Zukunftsmaßnahmen seien gesunde Finanzen. Und da zielt laut Toni Entfellner die Liste auf die Förderung der regionalen Handwerker, Betriebe und Arbeitsplätze. Ihre Wirtschaftskraft sei es, die die finanzielle Stabilität des Ortes erhält. Soweit damit ein höherer Bedarf an Gewerbeflächen einhergehe, müsse maßvoll und verantwortungsvoll damit umgegangen werden.

Die Erfolge der Arbeitskreise und Bürgerbeteiligungen verlange, solche Modelle auch zukünftig weiter zu fördern. Gleiches gelte für die Vereine, die „ein Anker der Dorfgemeinschaft“ sind, findet Toni Entfellner. „Das Ehrenamt ist die Seele der Dorfgemeinschaft, wir werden es unterstützen.“

16 Kandidaten auf der Liste Bündnis 90/Die Grünen – Offene Liste Marquartstein stellten sich im Anschluss vor. Drei derzeitig Gemeinderäte stehen mit Toni Entfellner, Claudia Kraus und Michael Elgass an der Spitze der Liste. 16 sind zu viele, hier jedem das Wort zu geben. Zusammengefasst fiel auf, dass sich die Kandidaten dezidiert und abwechslungsreich über die Motive ihrer Kandidatur äußerten. Da waren langjährige Marquartsteiner oder zurückgekehrte, die vor allem die Zuneigung zu ihrem Heimat- und Wohnort antreibt. Da waren andere, die miterlebten, wie politische Arbeit in Marquartstein wirkt. Sie wollen da mitreden. Andere, durch ihre Ausbildung oder den Werdegang spezialisiert, sehen die Herausforderungen gerade in ihrem Fachgebiet und wollen da helfen. Und die Fachgebiete der Listen-Bewerber*innen sind so zahl- wie abwechslungsreich. Neben Handwerkern, Architekten und Gewerbetreibenden kandidieren im Schulort Marquartstein vor allem Erzieher und Pädagogen, die sich erkennbar sozial engagieren möchten. Andere stehen eher für die grünen Themen wie der ehemaligen Fortamtsleiter oder der Landwirt, der den Piesenhausener Permakulturgarten mit initiiert. Dann gibt es den Hausarzt aus Reit im Winkl, den Vorsitzenden Richter am Landgericht Traunstein, die Marketingfachfrau und die ehemalige Brüsseler Lobbyistin im Bauingenieurwesen. Die Statements der Kandidaten, oft mit Humor gewürzt, fanden Anklang, auch bei den vielen Gästen anderer Couleur, die unter den Zuhörern waren.

Für den 5. März plant die Liste eine Veranstaltung mit der Landtagsabgeordneten der Grünen Gisela Sengl. An den Samstagen bis zur Wahl findet der Bürger die Kandidaten am Stand vor Edeka Kaltschmid. Wichtig ist für Entfellner vor allem eines: „Wählen gehen!“ 

(19. Februar 2020)

Der Ortsverband Marquartstein stellt sich vor.
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