Unsere Kandidat*innen für die Kommunalwahl im März.

Schlagkräftige Truppe: unsere Kandidat*innen für die Kommunalwahl im März.

16 Kandidat*innen für Fridolfinger Gemeinderat

Anneliese Kiermaier ist Spitzenkandidatin – Zehn Frauen auf der Liste

Fridolfing boomt. Das bedeutet Gewerbe, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Doch das alles hat eine Kehrseite: Flächenverbrauch und Verkehr. „Weniger ist oft mehr“, meint dazu Anneliese Kiermeier. Und mit ihr die Kandidaten der Fridolfinger Ökoliste/Bündnis-Grünen. In einer Aufstellungsversammlung beim „Unterwirt“ zurrten rund 25 Teilnehmer eine Kandidatenliste für die Kommunalwahl im März 2020 fest. Auf den 16 Listenplätzen finden sich nicht weniger als zehn Frauen. Auch die beiden Ersatzkandidaten sind Kandidatinnen.

„Die letzte Woche war noch recht spannend“, verriet Elke Neubauer über die Vorbereitungen dieser Aufstellungsversammlung. Eine Liste war zwar vorbereitet, aber keineswegs eine ausgemachte Sache, denn für so manche Listenposition gab es gleich mehrere Vorschläge. Freilich zogen daraufhin Bewerber zugunsten einer Frau oder eines jüngeren Mitbewerbers zurück, um zwei, drei Plätze später erneut anzutreten.

Ökoliste-Grüne hatten nach der letzten Wahl 2014 drei Gemeinderäte gestellt. Nach dem Ausscheiden von Sepp Frech rückte allerdings keiner von ihrer Liste nach, sondern ein CSU-Mann. Der Grund: Alle vier Fridolfinger Parteien hatten eine gemeinsame Liste mit vier Mal acht Kandidaten erstellt, so dass dem Bewerber mit den nächstmeisten Stimmen der freiwerdende Platz zufiel.

Das will man künftig nicht mehr. Und so lud man als erste Partei der Gemeinde zur Listenaufstellung. Als Wahlleiter hatte man den 35-jährigen Christoph Bauhofer aus Übersee gewinnen können, der auf Platz 4 der Grünen-Kreistagsliste kandidiert. „Es ist an der Zeit, unsere Konzepte auch umzusetzen“, ließ Bauhofer keinen Zweifel an den Ambitionen der Öko-Partei. Darunter die, mit Gisela Sengl eine grüne Landrätin ins Amt zu bringen.

Plädoyer für mehr Bescheidenheit

Einen Grünen-Bürgermeister-Kandidaten wird es in Fridolfing jedoch nicht geben. Beide aktuell amtierende Gemeinderäte aber treten wieder an. Die 60-jährige Anneliese Kiermaier sitzt seit 2008 im Ortsparlament. „Es macht mir Spaß“, ließ die gelernte Bankkauffrau keinen Zweifel. „Einer reichen Gemeinde fällt manches leichter.“ Und doch plädierte die Spitzenkandidatin für „Entschleunigung und Bescheidenheit. Weniger ist oft mehr.“

„Was ist ein gutes Leben?“, fragte auch Dr. Andreas Neubauer, „wo wollen wir hin?“ Der 56-jährige Internist und Hausarzt konstatierte aus eigener Erfahrung: „Die Themen sind die gleichen geblieben.“ Petra Ohlendorf (57 Jahre) warnte vor einem erhobenen Zeigefinger. Die Psychiaterin und Psychotherapeutin möchte künftig ihre „Erfahrungen mit Menschen“ einbringen.
„Zeit und Lust“ auf solch ein Amt verspürt der 58-jährige Pharmareferent, Landwirt und Jagdvorsteher Joachim Käs. „Nichtstun ist der falsche Weg“, begründete die 26-jährige Laura König ihre Bereitschaft. Klaus Dieter Köttler (62 Jahre) sorgt sich um fehlenden Wohnraum und altersgerechtes Wohnen. Der Physiotherapeutin Elke Neubauer (55) liegen die sozialen Themen am Herzen. „Bescheidener leben“ appellierte Judith Dirnberger (36) als Grundschullehrerin. Konrad Mayer (56) kritisierte den „unterirdischen Flächenverbrauch“ in der Gemeinde, weshalb Regina Armsdorfer (62) Leerstand neu nutzen will. Regionalität, Landwirtschaft, Soziales, Kultur und Natur waren die Themen, die die Kandidaten in ihre Kurzvorstellungen packten.

Ersatzfrau Doris Mayer (55) brachte viele Inhalte auf den Punkt: „Es gibt nichts in der Natur, was unendlich wächst. Und das wird auch bei der Wirtschaft nicht funktionieren.“ Insgesamt elf geheime Wahlgänge waren nötig, um dieses Team ins Wahlrennen zu schicken. Anneliese Kiermaier und ihre Mitstreiter gehen zuversichtlich in den politischen Wettstreit. Ex-Gemeinderat Sepp Frech war es, der augenzwinkernd eine „Männer-Quote“ ins Spiel brachte. Mit Blick auf die aktuelle Zusammensetzung des 16-köpfigen Gemeinderates mit gerade mal drei Frauen scheint eine solche Notwendigkeit noch in weiter Ferne. Hannes Höfer

(10. Januar 2020).

Unsere Kandidat*innen

„Mehr Frauen in den Gremien verändern die Atmosphäre positiv“, ist Dr. Andreas Neubauer überzeugt. Die Fridolfinger Grünen wollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Listenplatzierungen: 1. Anneliese Kiermaier (60 Jahre), 2. Dr. Andreas Neubauer (56), 3. Petra Ohlendorf (57), 4. Joachim Käs (58), 5. Laura König (26), 6. Klaus Dieter Köttler (62), 7. Elke Neubauer (55), 8. Judith Dirnberger (36), 9. Konrad mayer (56), 10. Regina Armsdorfer (62), 11. Sebastian Obermeier (62), 12. Barbara Schnurpfeil (49), 13. Regina Winter (60), 14. Martina Hofmann (41), 15. Anna-Maria Gafert (61), 16. Wolfgang Hollinger (64). Ersatzleute sind Doris Mayer (55) und Christine Jariz (54).

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Fridolfinger Kandidat*innen für die Kommunalwahl
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