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Die Grünenfraktion hat einen Antrag zum Baugebiet Ruhpoldinger Straße Ost gestellt.

Das Baugebiet Ruhpoldinger Straße Ost. (Quelle: BayernAtlasPlus)

Der Vorbildfunktion gerecht werden

Antrag mit ökologischen Kriterien für Bebauungsplan Ruhpoldinger Straße Ost eingebracht

Ökologische Kriterien hat die grüne Gemeinderatsfraktion für den Bebauungsplan der gemeindeeigenen Grundstücke „Ruhpoldinger Straße Ost“ formuliert und mit einem Antrag ins Gremium eingebracht. Hier der Antrag im Wortlaut:

Die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen beantragt, dass für den Bebauungsplan Ruhpoldinger Str. Ost für die gemeindeeigenen Grundstücke folgende Kriterien gelten sollen (dem privaten Investor wird vorgeschlagen, diese Kriterien zu übernehmen):

  1. Für die Versorgung der Gebäude mit Wärmeenergie wird eine gemeinsame Versorgung geplant und umgesetzt. Es sind nachwachsende Brennstoffe zu verwenden (möglichst Holzpellets oder Holzhackschnitzel). Die Anlage ist so zu konzipieren, dass sie in Verbindung mit  einem Blockheizkraftwerk betrieben werden kann.
  2. Die Gebäude sind so zu planen und auszuführen, dass sie möglichst wenig elektrische Energie und Wärmeenergie benötigen. (Der KFW 40 plus Standard ist die Regelausführung.) Auf jedem Gebäude ist eine Fotovoltaikanlage zu montieren, in Verbindung mit einem Batteriespeicher. Ziel ist es, möglichst viel erzeugten Strom selber zu verbrauchen.
  3. Für die Mehrzahl der Gebäude (mindestens 75% der Nutzfläche) wird eine Ausführung mit einem möglichst hohem Anteil an  nachwachsenden Baumaterialien angestrebt, ab Oberkante Keller oder Tiefgarage. (Gebäude in Holz-Hybridbauweise oder Gebäude in Holzrahmenbauweise oder Gebäude in Holzmassivbauweise)
  4. Begrünte Flachdächer und begrünte Fassaden sind als Ausführungsmöglichkeiten in den Bebauungsplan aufzunehmen.
  5. Die gemeindlichen Wohnungen werden zu mindestens 50% als Öffentlich geförderter Wohnungsbau ausgeführt und als Mietwohnungen der Siegsdorfer Bevölkerung angeboten.
  6. Ein möglichst hoher Anteil der Wohnungen soll behinderten- und seniorengerecht ausgeführt werden.
  7. Ladesäulen für E-Autos sind vorzusehen.

Begründung:

Ziel der Bundesregierung ist es, dass im Jahr 2050 die Bundesrepublik Deutschland CO₂-neutral wird. Das ist eine wesentliche Anstrengung, um den Klimawandel einzudämmen.

Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn es von möglichst vielen Akteuren aktiv unterstützt wird. Neben den Bürger*innen sind hier Gewerbe, Industrie, Handel, Landwirtschaft und staatliche Stellen gefordert.

Die Gemeinde Siegsdorf soll sich ihrer Verantwortung stellen und eine Vorbildfunktion übernehmen.

Mit den von uns vorgeschlagenen Kriterien wird es möglich sein, den Strom- und Wärmeverbrauch weitgehend CO₂-neutral zu erzeugen. Genauere Daten wird der noch zu erstellende Energieausweis liefern.

Durch die vorgeschlagene Holzbauweise wird die Herstellungsenergie gegenüber der üblichen Massivbauweise deutlich gesenkt. Damit wird ein aktiver Beitrag zum lokalen Klimaschutz geleistet.

Es ist wichtig, dass preisgünstiger Wohnraum im Rahmen des Öffentlich geförderten Wohnungsbaues für die Siegsdorfer Bevölkerung errichtet wird. Außerdem ist es notwendig, dass eine ausreichende Anzahl barrierefreier und behindertengerechter Wohnungen gebaut wird.

Wir bitten deshalb, unserem Antrag zuzustimmen.

Gerhard Gimpl, Fraktionssprecher

(17.03.2021)

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