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Zünftige Wahlveranstaltung der Grünen beim „Mesnerwirt“.

Auf großes Interesse stieß die Wahlversammlung beim „Mesnerwirt“ in St. Johann.

Diskussion um Ferienpark Vorauf-Feichten

Wahlveranstaltung der Siegsdorfer Grünen beim „Mesnerwirt“

Hoch her ging’s bei der Wahlversammlung der Siegsdorfer Grünen in der vollbesetzten Wirtstube des Wirtshauses „Mesnerwirt“ in St. Johann. Besonders die Frage“ Wie geht’s weiter mit dem Ferienpark Vorauf-Feichten“ wurde intensiv diskutiert.

Wie Bürgermeisterkandidat Willi Geistanger erklärte, ist der Bebauungsplan des Ferienparks Vorauf-Feichten immer wieder Gegenstand teilweise heftiger Diskussionen im gemeindlichen Parlament. Dass der Bebauungsplan weiter entwickelt werden muss, ist Konsens im Siegsdorfer Gemeinderat. An der Frage, wie mit den Bewohner umzugehen ist, die dauerhaft im Ferienpark wohnen, scheiden sich allerdings die Geister.

Nach dem derzeit gültigen Bebauungsplan sind die Eigentümer verpflichtet, ihre Wohnungen einem wechselnden Personenkreis zur Verfügung zu stellen. Nach dem allgemeinen Verständnis heißt dies, dass die Wohnungen zu touristischen Zwecken zu vermieten sind. Zweit- und Dauerwohnsitze sind also unzulässig.

In der Realität, werden die meisten Häuser, sofern sie im Privatbesitz sind, als Zweitwohnungen oder als Dauerwohnsitze genutzt. Mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 9. Dezember 2013 wird den Bewohnern des Ferienparks mitgeteilt, dass nur noch die ausschließlich touristische Nutzung mit dem Bebauungsplan vereinbar ist. Die anderen Nutzungen werden nur noch personenbezogen geduldet.

Anwesenden Bewohner des Ferienparks kritisierten, dass die personenbezogene Duldung wohl dazu führen werde, dass von den Eigentümern zukünftig weniger in die Sanierung ihrer Häuser investiert wird, da zu erwarten ist, dass die Häuser im Falle eines Verkaufs nur mit deutlichen Abschlägen zu veräußern sind. Notwendig sei jedoch eine deutliche Steigerung der Sanierungstätigkeit, um den Ferienpark attraktiv zu erhalten.

Willi Geistanger nannte die Entscheidung des Gemeinderates „unglücklich“. Ihm wäre es deutlich lieber gewesen, wenn man einen Weg gewählt hätte, der eine touristische Nutzung, Zweitwohnsitze und Dauerwohnen nebeneinander möglich macht. Er könne sich durchaus vorstellen, dass Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Traunsteiner Schulen – sofern notwendig – während der Unterrichtszeit eine preisgünstige Bleibe im Ferienpark finden. Er räumte allerdings ein, dass die rechtliche Situation äußerst unübersichtlich ist, da Bezugsfälle fehlen. Um eine saubere baurechtliche Lösung zu finden, wird wohl noch eine Menge Detailarbeit notwendig sein.

Soll sich die touristische Nutzung im Ferienpark wieder deutlich verbessern, ist es notwendig, einen Investor zu finden, der im Zentralbereich eine attraktive touristische Einrichtung errichtet. Leider waren die Bemühungen der Voraufer, der Gemeinde und des Landkreises Traunstein in der Vergangenheit nicht erfolgreich. Der Wunsch aller Diskussionsteilnehmer war, dass Wege gefunden werden müssen, damit der Ferienpark wieder besser genutzt wird, da besonders in der Nebensaison viele Wohnungen leer stehen. Für eine intensivere Nutzung ist jedoch Voraussetzung, dass die bisher noch nicht energetisch sanierten Wohnungen auf den derzeit üblichen technischen  Stand gebracht werden. Hier ist es möglich, den Heizenergieverbrauch deutlich zu senken und einen aktiven Beitrag zum lokalen Klimaschutz zu leisten, sagte Geistanger.

(27. Februar 2014)

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