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Bäume statt Schirme

Lebhafte Diskussion über die Gestaltung des Rathausplatzes

Sehr lebhaft wurde bei der Ortsversammlung der Traunreuter Grünen vergangene Woche in der TuS-Gaststätte das Thema Rathausplatz diskutiert. Stadtrat Martin Czepan berichtete, dass in der Lenkungsgruppe die Umgestaltung ausführlich mit Stadtplanerin Prof. Anne Beer und weiteren Fachleuten besprochen worden sei. Angestrebtes Ziel sei es gewesen, die Aufenthaltsqualität auf dem Platz zu verbessern und eine bessere Nutzung für Veranstaltungen zu ermöglichen. Es gab einen weitgehenden Konsens, dass zusätzliche Bäume an der Südseite des Platzes gepflanzt werden sollten und alle Einrichtungen wie Bänke und Schirme demontierbar gestaltet bzw. entfernt werden sollten.

Logisch nicht nachvollziehbar seien für ihn daher die Entscheidungen in der Stadtratssitzung gewesen, wo von einer großen Mehrheit zunächst die Neupflanzung eines zweiten Baumes abgelehnt wurde mit dem Argument, dass ansonsten nicht ausreichend Fläche für Veranstaltungen zur Verfügung stehen würde. Als es um die Demontage der Schirme ging, habe dieses Argument keine Rolle mehr gespielt, obwohl die Schirme nahezu die Hälfte der freien Platzfläche beanspruchen. Christa Vollmayr, die die Entscheidung auf der Zuschauertribüne mit verfolgt hatte, sagte, dass viele Zuschauer sehr unzufrieden mit diesen Entscheidungen gewesen seien. Auch Helga Zembsch war von der Entscheidung zugunsten der Schirme und gegen weitere Bäume überrascht, da sie bisher keinen Bürger und auch keinen Stadtrat gekannt habe, der sich für den Verbleib der Schirme ausgesprochen hätte. „Die Reinigung der Schirme kostet viel Geld, sie spenden keinen Schatten, schützen nicht vor Regen und beleuchten nur eine minimale Fläche“, argumentierte die Stadträtin für die Demontage der Schirme.

Ohne Schirme bestünde lazt Martin Czepan die Chance, eine Teilfläche mit einer flexiblen Überdachung auszustatten, so dass Veranstaltungen auch witterungsunabhängig durchgeführt werden könnten. Die letzte Traunreuter Kulturnacht habe gezeigt, dass allein die Vordächer nicht ausreichen. Für Ortsvorsitzenden Hans Baltin würde eine überdachte Bühne das Potenzial bieten, in den Sommermonaten mehr Open-Air-Kultur in Traunreut anzubieten und den Rathausplatz zu beleben. Er finde es schade, dass die Vorschläge der Bürger aus dem ISEK-Verfahren nicht berücksichtigt würden.

Hans Baltin wies dann auf den nächsten Info-Stände zum Volksbegehren „Bayern stoppt CETA“ hin. Da nun die Parlamente über das geplante Freihandelsabkommen mit Kanada, CETA, abstimmen dürften, hätten die Bürger in Bayern die Chance, die Staatsregierung über einen Volksentscheid zu einer Ablehnung von CETA im Bundesrat zu verpflichten. Alle engagierten Bürger sollten sich in die Unterschriftenlisten eintragen.

(24. Juli 2016)

Der Ortsverband Traunreut stellt sich vor.
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