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Maria Helmberger-Noss, Freddy Herbas Herrera, Helga Mandl, Karsten Lackmann, Gisela Sengl, Dieter Janecek und Peter Noss.

Maria Helmberger-Noss, Freddy Herbas Herrera (Band Cuartuno), Helga Mandl (Kreisvorstand TS), Karsten Lackmann (Band Cuartuno), Gisela Sengl, (MdL), Dieter Janecek (MdB), Peter Noss (Ortsvorstand Traunreut; von links). Foto: Peter Beisser

Großes Interesse an Alexander von Humboldt

Voller Saal im Café am Schloss Pertenstein

Viele Besucher und Gäste konnte der Ortvorstand von Bündnis 90/Die Grünen in Traunreut, Peter Noss, in Pertenstein zum Alexander-von-Humboldt-Abend begrüßen. Im September jährte sich Humboldts Geburtstag zum 250. Mal. Auch aus den umliegenden Gemeinden waren Humboldt-Begeisterte angereist, einige sogar aus München. In seinen einführenden Worten hob Peter Noss das enorme Engagement des jungen Humboldt für den Bergbau in Franken hervor, seine umsichtige Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Gründung einer Bergbauschule sowie das von ihm selbst verfasste Lehrmaterial.

Dass Humboldt unstrittig der Titel Universalgelehrter zustehe machte er deutlich durch Hinweis auf seine Leistungen in den Bereichen Physik, Chemie, Geologie, Mineralogie, Botanik, Vegetationsgeographie, Zoologie, Klimatologie, Ozeanographie, Astronomie, aber auch Wirtschaftsgeographie, Ethnologie und Demographie. Er sei der Wegbereiter der Ökologie, indem er auf die Vernetztheit von Natur und Mensch, von Artenvielfalt, Lebensbedingungen und Gefährdungen der Tier und Pflanzenwelt hingewiesen habe.

Als Bergbauexperte, Diplomat und Weltreisender ohne Eroberungs- oder Bereicherungsgelüste habe er weltweite Bewunderung gefunden. So sei ihm von 18 Ländern der jeweils höchste Nationalorden verliehen worden, sechs verschiedene Universitäten haben ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. Kein Geringerer als Goethe habe von ihm gesagt: „Im Gespräch mit Humboldt erfährt man in einer Stunde mehr als man in einer Woche aus Büchern lesen könnte“.

Nach übereinstimmender Auffassung seiner diversen Biographen seien nach keinem Menschen auf der Welt mehr Schulen, Straßen, Universitäten, Wissenschaftseinrichtungen, Tiere, Pflanzen und Naturphänomene benannt als nach Alexander von Humboldt – ein Mensch, der es verdiene, sich an ihn zu erinnern. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Band Cuartuno, die mit der leidenschaftlichen Musik lateinamerikanischer Länder das Publikum begeisterte.

Von Humboldts vielfältigen Untersuchungen während seines sechstägigen Zwischenstopps auf Teneriffa auf der Reise von Spanien nach Südamerika berichtete Maria Helmberger-Noss.
So habe er etwa u. a. den Teide, den mit 3.700 Metern höchsten Berg auf spanischem Territorium erstiegen und den Vulkanismus als im wahrsten Sinne treibende Kraft der Geologie erkannt.

(31. Oktober 2019)

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