Bürgermeisterkandidat Martin Czepan, Schatzmeisterin Maria Helmberger-Noss, MdL Gisela Sengl, Ortsvorstand Peter Noss (hinten, von links) und die Geschwister Maria, Anton und Johannes Hundmayer.

Preisgekrönte Musikuntermalung hatten sich die Traunreuter Grünen für ihren Neujahrsempfang im Cafe am Schloss Pertenstein eingeladen. Es spielten die Geschwister Maria, Anton und Johannes Hundmayer aus Siegsdorf (von links); dahinter (von links) Bürgermeisterkandidat Martin Czepan, Schatzmeisterin Maria Helmberger-Noss, MdL Gisela Sengl und Ortsvorstand Peter Noss.

Mit Zuversicht in die Kommunalwahl

Neujahrsempfang mit Gisela Sengl (MdL) und den Geschwister Hundmayer

Gut gefüllt war das Café am Schloss Pertenstein, wo der Ortsverband Traunreut der Grünen im Rahmen seines Neujahrsempfangs Gisela Sengl, die Kandidatin für das Amt der Landrätin im Landkreis Traunstein, zu Gast hatte. Die preisgekrönten Geschwister Hundmayer umrahmten die Feier musikalisch mit gekonntem Harfen- und Ziachspiel.

Ortsvorsitzender Peter Noss berichtete in seiner Begrüßung stolz vom grünen Aufschwung im schwierigen Umfeld Traunreut und von vielfältigen, interessanten Veranstaltungen. Exemplarisch ging er auf die Lesung Erika Schalpers aus Wilhelmine von Hillerns Roman „Geierwally“, den Vortrag über Alexander von Humboldt und die Ernennung des Traunreuter Grünen-Urgesteins Franz Gineiger zum Ehrenpräsidenten ein.

In seinem launigen Grußwort erinnerte Bürgermeister-Kandidat Martin Czepan an die Anfänge der Grünen vor genau 40 Jahren. Als er den „bunten Haufen“ hautnah während seines Studiums in Karlsruhe erlebte, sei er überzeugt gewesen: „Zu denen gehe ich nicht!“ Zehn Jahre später war er mit seinen Themen Energie und Klimaschutz bei den Traunreuter Grünen mittendrin.

Landratskandidatin Gisela Sengl lobte in ihrer Rede Martin Czepan für seinen nicht nachlassenden Einsatz um eine Energiewende in Stadt und Landkreis. Ohne ihn gäbe es beispielsweise wohl kein Biomasse-Heizwerk bei BSH in Traunreut.

Für ihren Wahlkampf habe sie sich drei Themenschwerpunkte vorgenommen: Umwelt- und Klimaschutz, soziales Miteinander und regionale Wertschöpfung. Klimaschutz sei Thema der Stunde und eine Überlebensfrage der Menschheit, das auf allen Ebenen angegangen werden müsse. Besondere Verantwortung liege bei den Kommunen nach dem Motto „Global denken – lokal handeln“. Die Stadt Traunreut sei ein Vorzeigemodell des sozialen Zusammenlebens – hier lebten viele Volksgruppen friedlich zusammen. Vermarktungsplattformen für regionale und Bioprodukte und die Stärkung des heimischen Handwerks seien in punkto regionale Wertschöpfung ganz wesentliche Anliegen. Es sein ein Unding, wenn die CSU ständig die Worte Heimat und Region im Mund führte, dann aber die Kreiskliniken mit Essen aus Rheinland-Pfalz beliefere.

Auf die Frage nach ihrer Arbeit im Landtag lobte sie die gute Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften. Man sei sich aber einig, dass man der AfD keinen Raum geben dürfe.

Beim Thema Migration und Flüchtlinge kündigte sie eine andere Herangehensweise als der amtierende Landrat an. Angesichts des Fachkräftemangels mache sich regelrecht Verzweiflung in der Wirtschaft breit angesichts der bisherigen rigiden Flüchtlingspolitik.
Arbeit und Bildung müsse für alle hier lebenden Menschen ermöglicht werden.

Auch die männliche Platzhirschmentalität wolle sie durch die besondere weibliche Komponente des Miteinander in der Politik ersetzen und etwa mit dem Großraum Salzburg zusammenarbeiten. 

(27. Januar 2020)

Der Ortsverband Traunreut stellt sich vor.
Landratskandidatin Gisela Sengl
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