So eine eine Fontänenfläche könnte den Rathausplatz schmücken und attraktiver machen.

So eine eine Fontänenfläche könnte den Rathausplatz schmücken und attraktiver machen.

Verknüpfung der Einkaufszentren soll Traunreut beleben

Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer – Kneippanlage und Picknickplatz als urbane Naherholungsgebiete

Wie lässt sich die Innenstadt beleben? Dieses Thema diskutierten die Traunreuter Grünen mit ihren Gästen am vergangenen Freitag in der Gaststätte „Champions“ in Traunreut. Bürgermeisterkandidat Martin Czepan, der auch Mitglied der Lenkungsgruppe für die Stadtentwicklung ist, stellte anhand von Luftbildern die aktuelle Anordnung von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen mit einer höheren Besucherfrequenz vor. Obwohl die meisten Geschäfte im Zentrum oder an dessen Rand liegen, wären diese Bereiche untereinander für Fußgänger äußerst schwer erreichbar.

Anhand von Fotos zeigte der Referent, dass Fußwege vielerorts zu eng sind, plötzlich enden und sichere Überquerungen fehlen, wie z.B. beim Weg von der Post zur Traunpassage. Ein wenig attraktives Hinterhofmilieu komme häufig noch hinzu. Auch für den neuen Munapark gebe es noch keine gute Anbindung an die benachbarten Einkaufszonen. Es sei kein Wunder, meinte der Stadtrat, wenn die Kunden alle Wege in der Stadt per Auto zurücklegten. Als Folge davon würden Parkplätze und Straßen 30 bis 40 Prozent der Flächen in der Innenstadt in Beschlag nehmen.

Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer sei eine grundlegende Voraussetzung für eine belebte Stadt, betonte Czepan. Der Munastraße spiele als zentrale Verbindungsachse eine wichtige Rolle. Auch wenn die Planung der Kanthöfe derzeit auf Eis liege, müsse geprüft werden, mit welchen Mitteln eine attraktive Verbindung zwischen Rathausplatz und Traunpassage sowie Kantstraße und Munastraße geschaffen werden könne. Da es in der heutigen Zeit schwierig sei, neuen Einzelhandel anzusiedeln, könnten auch Gastronomie und öffentliche Einrichtungen diese Funktion übernehmen. Czepan schlug vor, den Wochenmarkt vor das k1 zu verlegen und die Grünfläche entlang der Eichendorffstraße zu einem vielseitig nutzbaren Stadtpark zu entwickeln. Da nicht jeder Traunreuter die Möglichkeit habe, in den heißen Sommermonaten an einen See oder ins Freibad zu fahren, wäre eine Kneippanlage und ein schattiger Picknickplatz mitten in Traunreut eine wichtige Einrichtung. Damit den Fußgängern das Queren der Verkehrsachsen zwischen den Einkaufszonen erleichtert wird und die Radfahrer sicherer unterwegs sein können, müsse ein Tempolimit von 20 oder 30 km/h eingeführt werden. Für den Rathausplatz würden die Grünen ihren Antrag für eine Fontänenfläche im neuen Stadtrat nochmals einbringen, da diese auch die Stadt beleben würde.

In der Diskussion wurde zunächst die leerstehende Fläche des alten BayWa-Gebäudes angesprochen. Die Entscheidung für die „Traunreuter Liste“ sei wichtig gewesen, argumentierte Martin Czepan, da sonst weitere Geschäfte aus der Innenstadt wahrscheinlich abgewandert wären. Als weitere Punkt wurde der Ausbau der Kantstraße angesprochen. Hier zeigte sich Martin Czepan skeptisch, ob das groß dimensionierte Vorhaben den erhofften Nutzen bringe, da es auf der östlichen Seite nicht mehr viele Geschäfte gebe und auf der westlichen Seite die Einheiten sehr klein geschnitten seien. Martin Czepan

(8. März 2020)

Der Ortsverband Traunreut stellt sich vor.
Landratskandidatin Gisela Sengl
Newsletter von Gisela Sengl
Mitglied werden