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Die neue Vorstandschaft des Trostberger Grünen-Ortsverbandes.

Neu formierte Mannschaft bei den Grünen: Helga Mandl (rechts), Sprecherin des Kreisverbands, gratulierte den neu Gewählten (vordere Reihe, von links) Nina Boxhammer, Zeno Bode, Dr. Alfons Knott und Helga Mandl, (zweite Reihe, von links) Karl-Heinz Boxhammer, Verena Penn und Martina Knott, (dritte Reihe, von links) Hans Stalleicher, Marianne Penn und Beatrice Bode sowie (hintere Reihe, von links) Sebastian Planthaler und Bernd Paetzelt. Foto: fam

Neues Duo an der Spitze

Nina Boxhamer und Dr. Alfons Knott sind nun Ortssprecher

Ein Tochter- und Vatergespann sowie ein Ehepaar steht nun an der Spitze des Trostberger Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen: In der Jahreshauptversammlung im Hotel „Pfaubräu“ wählten die Mitglieder Nina Boxhammer zur neuen Ortssprecherin, ihr Vater Karl-Heinz Boxhammer übernimmt erneut die Funktion des Schriftführers. Stellvertretender Ortssprecher ist Dr. Alfons Knott, seine Gattin Martina Knott führt bei den Trostberger Grünen die Kasse. Als Beisitzer unterstützen Beatrice Bode, Zeno Bode, Bernd Paetzelt, Marianne Penn, Verena Penn, Sebastian Planthaler und Hans Stalleicher die Vorstandschaft.

Die Grünen ehrten einige Mitglieder für langjähriges Engagement: Brigitte Paetzelt war zehn Jahre lang Kassierin. Reinhard Penn hilft seit zwölf Jahren tatkräftig mit. Marianne Penn war seit 2006 – seit der Gründung des Grünen-Ortsverbands – Ortssprecherin. Für diesen Einsatz bedankte sich auch Helga Mandl, Sprecherin des Kreisverbands. Und: „Die Zusammenarbeit mit dem Ortsverband ist immer äußerst angenehm“, fügte Mandl hinzu. Die Trostberger Grünen sind mit 44 Mitgliedern der größte Ortsverband des Landkreises Traunstein. 22 waren zur Jahreshauptversammlung gekommen.

Dieses rege Interesse wertete Marianne Penn als Sinnbild für den grünen Aufschwung nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern auch speziell in Trostberg. „Grün wirkt“, sagte Penn. „Man kann uns nicht mehr einfach wegreden.“ Im Landtagswahlkampf waren unter anderem Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, Bundestagsabgeordneter Dieter Janecek und die Wahlkreisabgeordnete im Bayerischen Landtag, Gisela Sengl, in Trostberg zu Gast.

Die scheidende Ortssprecherin blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück: Trostberg beschritt seinen Weg zur Fair-Trade-Stadt weiter. Mit dem „SozialRaum Trostberg“ hat die Stadt ein wichtiges Projekt gestartet, zu dem unter anderem die Teilnahme am Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ zählt: Die dazugehörende Kindergruppe „Rasselbande“ läuft laut Penn hervorragend; es ist sogar bereits eine zweite Gruppe geplant.

Eng mit dem „SozialRaum Trostberg“, der derzeit am Vormarkt 2a bis 4 untergebracht ist, sind die Häuser an der Traunsteiner Straße 4 bis 10 verbunden. Die Gebäude sollen saniert und der „SozialRaum Trostberg“ dann dort untergebracht werden. „Es werden sehr viele Gelder locker gemacht“, berichtete dazu Martina Knott, die seit Februar Mitglied im Stadtrat ist: Über eine Million Euro kommen vom Denkmalschutz, eine Million Euro von der Städtebauförderung, 400.000 Euro Eigenfinanzierung bleiben der Stadt Trostberg.

Seit den Anfängen des Trostberger Ortsverbands sind die Grünen mit ihrem Regional- und Biomarkt im Postsaal parallel zu den Jahrmärkten am Start. Verena Penn hat erneut im „Club Stiege“ eine Kleiderparty organisiert. Sinn ist, auf die Bedeutung der Nachhaltigkeit hinzuweisen: nicht immer neu kaufen, sondern auch einmal tauschen. Gemütliche Atmosphäre herrschte beim „Picknick im Grünen mit den Grünen“ im Trostberger Rosengarten. „Das war eine ganz nette Aktion“, sagte Marianne Penn und kündigte eine Neuauflage an.

Als kommunalpolitisches Thema im gesamten Landkreis ist die ÖPNV-Problematik ständiger Begleiter. „Solange sich da nichts rührt, bekommen wir den Verkehr nicht von der Straße“, zeigte sich Penn überzeugt. Knott berichtete dazu, dass die Kommunen den Landkreis Traunstein auffordern will, sich bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für Ein-Stunden-Takt Bahn Mühldorf-Traunstein einzusetzen. Alle Bürgermeister der Kommunen entlang der Bahnstrecke hatten sich zu diesem Thema getroffen. Knott: „Selbst ein Zwei-Stunden-Takt wäre schon eine Supersache.“

Zum Thema Umgehungsstraße hat Hans Stalleicher im vergangenen Jahr 3-D-Bilder angefertigt, die auf den Landverbrauch hinweisen. Bei Realisierung der Straße werde wertvoller landwirtschaftlicher Grund zubetoniert, sagte Penn – ohne dass es zu einer merklichen Verkehrsentlastung führen würde. Michael Falkinger

(5. Februar 2019)

Der Trostberger Ortsverband stellt sich vor.
Nina Boxhammer
Felicitas Wendt in den Bezirkstag
Kreisrundbrief