zurück zur Übersichtsseite OV Übersee

Abschiedsbrief

Sehr geehrte Überseer Bürgerinnen und Bürger,

heute schreibe ich das letzte mal an dieser Stelle an Sie, da wir ab dem 19.04. ein neues, ordentlich gewähltes Gemeindeoberhaupt haben werden.

Die letzten Monate waren für mich eine interessante Zeit, in der ich vieles lernen und erleben durfte. Der Mehrwert einer solchen Vertretungszeit ist, dass man viele Sichtweisen kennenlernt und dadurch gezwungen ist, sich intensiv damit auseinander zu setzen, um sich sein eigenes Bild zu machen und letztlich eine Entscheidung zu treffen.

Es waren einige grundlegende Angelegenheiten im Gemeinderat zu regeln, die dann lange Sitzungen zur Folge hatten. Das hat natürlich ein gewisses Murren bei manchen Gemeinderäten hervorgerufen, was schon seine Berechtigung hat. Andererseits brauchte es Entscheidungen, die vielleicht schon hätten früher getroffen werden müssen und daher waren gewisse Sachzwänge entstanden, die abgearbeitet werden mussten. Grundsätzlich sollte der Gemeinderat sich für die Zukunft überlegen, ob er den Turnus der Sitzungen auf 3 Wochen verkürzt.

Die eingesetzten Arbeitsgruppen haben wie geplant getagt. Die AG Gemeinschaftsverpflegung hat die Thematik wieder aufgegriffen und sich dafür ausgesprochen, das Angebot von Karl Jobst genauer zu prüfen. Hier ist ein erster Prüfschritt bereits mit positivem Ergebnis abgearbeitet. Die weiteren Schritte sind besprochen und geplant. Ziel sollte es sein, zum neuen Schuljahr eine praktikable Lösung zu haben.

Die AG Chiemsee-Ufer hat sich mehrmals getroffen. Einen der letzten noch offenen Punkte konnte ich in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit mit Rupert Kink von der Feuerwehr und dem neuen Vorsitzenden der Wasserwacht, Martin Stöger, klären. Wir haben uns auf ein Sicherheitskonzept für den Bereich dort verständigt. Dieses wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorgestellt werden.

Es besteht über alle Fraktionen hinweg Einigkeit, dass ein Seniorenheim nach wie vor für Übersee notwendig ist. An dieser Thematik haben wir im Hintergrund viel gearbeitet.

Die weitere Nutzung des Deutz-Geländes war in Zusammenarbeit mit dem Ortsplaner Herrn Wüstinger und den Vertretern der Eigentümern des Geländes eines der Hauptthemen, mit dem wir uns beschäftigten.

Glücklicherweise gibt es in Übersee viele junge Familien. Das hat den Effekt, dass sich die Gemeinde dringend mit der Versorgung der Kinder in Krippe und Kindergarten beschäftigen muss. Ab dem Herbst 2021 sind die Plätze knapp und wir brauchen schnelle Lösungen, damit wir der gesetzlichen Verpflichtung nachkommen können, für jedes Kind das angefragt ist, einen Platz anbieten zu können. Erste Gespräche dazu habe ich bereits geführt.

Das von vielen lang ersehnte Gewerbegebiet Entenfeld ist soweit vorbereitet, dass aus jetziger Sicht im Herbst mit dem Bauen begonnen werden kann. Schade finde ich, dass hier ökologische Aspekte wenig zum Tragen kommen. Wie hier doch noch nachgebessert werden kann, sollte ein Thema in einer der kommenden Sitzungen sein.

Es ist mir ein großes Anliegen mich bei der Verwaltung und hier insbesondere bei der Geschäftsleiterin Rosemarie Steffl zu bedanken. Ohne die Unterstützung der Verwaltung wäre diese Zeit für mich nicht zu schaffen gewesen. Hier musste ich viel Flexibilität abverlangen, da ich ja auch zumindest teilweise meiner beruflichen Tätigkeit nachgegangen bin.

Ebenso bedanken möchte ich mich beim dritten Bürgermeister, Herbert Strauch, für die kollegiale Zusammenarbeit in der Vertretungszeit.

Für die vielen Anregungen und Ideen, die an mich herangetragen wurden um die Gemeinde weiterentwickeln zu können, möchte ich mich ebenso bedanken.

Als 2. Bürgermeisterin werde ich mich auch weiterhin für die Gemeinde einsetzen und sofern es von dem oder der zukünftigen 1. Bürgermeister*in gewünscht ist, unterstützend da sein. Gemeinsam können wir über Parteigrenzen hinweg vieles für das Dorf erreichen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und bleiben Sie gesund.

 

Margarete Winnichner M.Sc.
2. Bürgermeisterin

 

(22. April 2021)

 

Der Ortsverband Übersee stellt sich vor.
Kreisrundbrief
Newsletter von Gisela Sengl
Mitglied werden