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Wo immer es möglich ist, kann man umweltfreundliche Alternativen wählen und den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen, so gut es geht.

Jeder kann was tun: Wo immer es möglich ist, kann man umweltfreundliche Alternativen wählen und beispielsweise den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen, so gut es geht.

Das Grundrecht auf Zukunft sichern

Historischer Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz

Laut dem Bundesverfassungsgericht ist das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung teilweise verfassungswidrig, weil es die Generationen-gerechtigkeit für die Zeit nach 2030 vermissen lässt. Es muss also nachgebessert werden. Bis Ende 2022 hat die Regierung nun Zeit,
das Gesetz zu überarbeiten und einen klaren Fahrplan bis zum Jahr 2050 aufzuzeigen.

Auch die Schritte für die Zeit nach 2030 müssen festgeschrieben werden, um den weiteren Anstieg der Treibhausgas-Emissionen so zu begrenzen, dass der Temperaturanstieg deutlich unter 2 und möglichst auf 1,5 Grad gesichert ist. Unsere Gesellschaft kann es sich auf keiner politischen Ebene leisten, den zukünftigen Generationen eine Erbschaft zu hinterlassen, die sehr belastend sein wird. Was wir heute zu großzügig mit dem Hinweis auf die persönliche Freiheit ausschöpfen, wird in Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu einer großen Last werden.

Das können wir nicht wirklich wollen. Um gegenzusteuern muss der Staat auf allen Ebenen (Bund, Land, Kommunen) seiner Vorbildfunktion gerecht werden. Zur nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gibt es einen so genannten elektronischen Förderlotsen (https://www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie), der die Fördermöglichkeiten und die individuell passenden Klimaschutzmaßnahmen inklusive des Weges zur Antragstellung aufzeigt.

Klimaschutzmanager fürs Achental vorgeschlagen

Für Kommunen die sich als finanzschwach erweisen, ist eine Förderquote von 45 Prozent vorgesehen. Diese Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für die Gemeinde sollte auf alle Fälle genutzt werden. Daher wäre es sinnvoll, wenn sich die Gemeinden des Achentals dazu entschließen könnten, gemeinsam einen kommunenübergreifenden Klimaschutzmanager anzustellen, der sich für die Verwaltungen und die Bürger*innen um Beratung und Fördermöglichkeiten kümmert, diese organisiert und in die Praxis umsetzt.

Um diese Möglichkeit der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist es sicherlich nützlich, dies auf der Homepage der Gemeinde und in der Gemeindezeitung zu veröffentlichen. Es geht darum Lösungswege aufzuzeigen und für die Thematik zu sensibilisieren. Das Thema sollte auch bei jedem privaten Bauvorhaben bereits bei der Antragstellung thematisiert werden.

Auf kommunaler Ebene ist die Energieagentur Südostbayern mit Sitz in Traunstein eingerichtet worden mit dem Ziel, den Klimaschutz voranzubringen und die Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Hier kann man sich jetzt schon für die zukünftigen Bauvorhaben – ob Neubau oder Altbausanierung – oder bei der Planung von Erneuerbarer Energie beraten lassen.

Wir alle sind gefordert

Unser jetziges Handeln ist nicht zukunftsfähig und bedarf einer dringenden Änderung. Da geht es nicht nur darum was „die große Politik“ macht, sondern wir alle sind gefordert zu überprüfen, was jede und jeder tun kann, den Klimawandel aufzuhalten. Zum Beispiel können auf allen neuen Gebäuden Photovoltaikanlagen errichtet bzw. auf bestehenden Gebäuden nachgerüstet werden. Ebenso soll die energetische Sanierung von Gebäuden konsequent angegangen werden.

Auch kleine Schritte helfen und führen Stück für Stück zu einem umweltbewussteren Leben. Über viele der Maßnahmen freuen sich auch der Geldbeutel und die Gesundheit. Grundsätzlich verbraucht jedes motorisierte Verkehrsmittel Energie und erzeugt dadurch mehr oder weniger Emissionen. Wo immer es möglich ist, kann man umweltfreundliche Alternativen wählen: Bei Kurzstrecken das Fahrrad zu nutzen spart Sprit und man hat kein Parkplatzproblem. Man kann auch den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen, so gut es geht. Strom und somit Energie sparen ist eine der einfachsten Möglichkeiten, das Klima zu schützen. Unser Leitungswasser ist bedenkenlos als Trinkwasser zu nutzen, da es bei uns eine sehr hohe Qualität hat. Beim Einkauf auf die regionalen Produkte zurückzugreifen hilft allen – der Umwelt und den regionalen Erzeugern. Lebensmittelverschwendung soll konsequent vermieden werden. Dies sind nur einige wenige Beispiele, wie wir im Alltag unser Klima schützen können. Unsere nachfolgenden Generationen haben ein Recht darauf, dass wir ihnen eine lebenswerte Erde hinterlassen. „Wir und unsere Kinder haben ein Grundrecht auf Zukunft“, so unsere Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Margarete Winnichner M.Sc. (Sprecherin des Ortsverbandes)

(8. Juni 2021)

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