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Digitale Projekte für Übersee

Vortrag von Burkhard Köppen: Politik ist weit hinter den Versprechungen zurück

Burkhard Köppen informierte auf der letzten Ortsverbandsitzung der Überseer Grünen über den jetzigen Zustand der Netzabdeckung sowohl beim Festanschluss als auch beim Mobilfunk und zeigte verschiedene Möglichkeiten der Internetnutzung im Ort auf. Er sagte: „Laut Telekom sind im Gemeindebereich noch keine Glasfaserkabelanschlüsse zur Verfügung gestellt.“ Das ist natürlich noch weit hinter den Versprechungen der Politik zurück. Dazu kommt, dass z.B. das Audiostreaming abends oft abbricht und in den Häusern noch keine Glasfaserkabel zur Verfügung stehen. Zurzeit werden über VDSL Verbindungen mit 250 Mbit/s angeboten, wobei diese Datenraten im Normalfall bei weitem nicht erreicht werden. Diese Situation ist natürlich für kleine selbstständige Betriebe ein Problem. Hier muss über die Parteien noch mehr Druck aufgebaut werden.

Ein weiterer interessanter Informationspunkt war das Thema „WIFI4EU“. Dabei handelt es sich um ein von der EU finanziertes Projekt, dass die Einrichtung von kostenlosen WiFi-Internetzugängen an öffentlichen Gebäuden, Parks, usw. unterstützt. Dabei können sich Gemeinden registrieren lassen Bergen, Fridolfing, Inzell, Marquartstein, Petting, Seeon-Seebruck, Tacherting Traunstein und Trostberg sind schon dabei, unter denen dann ein Zuschuss von 15.000 Euro verlost wird. Hier kann man Treffpunkte schaffen, die es auch den Jugendlichen ermöglicht einen kostenlosen Internetzugang zu erhalten. In der Diskussion wurde mehrfach angeregt, solche Punkte doch einfach unabhängig von Förderprogrammen für Bürger und Jugendliche zu schaffen. Burkhard Köppen sagte dazu, dass pro solchem WiFi-Point mit ca. 1.500 Euro zu rechnen ist.

Der Punkt „Open-Demokratie-Tool“ erregte dann besonders die Gemüter. Einfach beschrieben handelt es sich dabei um ein Internetportal, dass zu Bürgerbefragungen, Petitionen und Abstimmungen genutzt werden kann. Burkard Köppen erklärte es an folgendem Beispiel: „Die Gemeinde könnte so ein Portal auf ihrer Internetseite einrichten und Bürgerbefragungen oder auch Petitionen zu strittigen Themen einfach und schnell durchführen.“ Und: „Auch private Vereinigungen und sogar einzelne Personen könnten solche Aktionen über dieses Portal starten.“ In der Diskussion wurde dies als hervorragendes Mittel anerkannt, im Ort sowohl von Seiten der Gemeinde aus, als auch durch einzelne Bürger eine „direktere Demokratie“ zu starten.

Zum Abschluss seines Vortrages stellte er noch ein einfaches und effizientes Parkplatzmanagement für das Chiemseeufer vor. „ Einfache Sensoren registrieren die Anzahl der ein- und ausfahrenden Autos. Sobald die vorher prozentual festgelegte Höchstgrenze erreicht ist, kann man automatisch entsprechende Unterstützung anfordern. Das kann nun eine zusätzliche Busbeförderung sein oder Personen die den weiteren Ablauf steuern und überwachen.“. Dies würde ein andauerndes Vorhalten entsprechender Maßnahmen vermeiden und bei entsprechender Veröffentlichung im Internet vielleicht auch Verkehr vermeiden. Ulrich Genghammer

(19. Dezember 2019)

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