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Margarete Winnichner, Gisela Sengl und Sebastian Heller bei der Ausstellungseröffnung.

Bürgermeisterkandidatin Margarete Winnichner, Landratskandidatin Gisela Sengl und Bürgermeisterkandidat Sebastian Heller bei der Ausstellungseröffnung in der Wirtshausgalerie „D`Feldwies“.

Ein Weckruf für Natur und Umwelt

Ausstellung „Grün kaputt“ in der Wirtshausgalerie „D’Feldwies“ eröffnet

Die neue Ausstellung „Grün kaputt“ in der Wirtshausgalerie „D’Feldwies“ in Übersee soll den Blick sensibilisieren und ermutigen, orts-, landschafts- und naturverträglich zu planen und zu bauen, damit unsere Dörfer und Städte lebens- und liebenswert werden und bleiben. Die Präsentation der Grünen-Ortsverbände Übersee und Chiemsee-Ost lockte viele Besucher zur Ausstellungseröffnung. Die Vernissage wurde musikalisch begleitet vom „Café olé“ aus Traunstein.

Schon vor rund 40 Jahren hatte der Dokumentarfilmer Dieter Wieland die Verschandelung von Natur und Landschaft, das schlechte Bauen und die Unwirtlichkeit der Städte öffentlich angeprangert. Er sah „einen Kahlschlag durch das Land gehen“ und warnte vor Begradigung, Bereinigung, Erschließung, Beschleunigung, Kanalisierung, Neuordnung, Verordnung und Verödung. Seine Ausstellungen und Dokumentarfilme sorgten damals bundesweit für Aufsehen und lockten Zehntausende von Besuchern an.

Die jetzige Ausstellung ist eine Wiederauflage von früher und zeigt ausgewählte, nicht aktualisierte Bilder und Texte von damals. Schwerpunktmäßig zeigt sie Gegenüberstellungen von naturverträglichen zu „modernen“ Entwicklungen.

„Seitdem hat sich nur wenig zum Besseren gewandelt, ganz im Gegenteil“, stellte Margarete Winnichner, Bürgermeisterkandidatin der Grünen von Übersee, fest. Natur und Umwelt seien an vielen Stellen mit Monokulturen, Insektensterben, nüchternen Ortskernen und Siedlungsbrei in einem kritischen Zustand.

Gisela Sengl, Landratskandidatin der Grünen, beklagte in diesem Zusammenhang vor allem den ständigen Kampf gegen einen zu hohen Flächenverbrauch. Sebastian Heller, Bürgermeisterkandidat der Grünen in Chieming, sah in der Ausstellung „einen klaren Auftrag, unsere baulichen, sozialen und naturräumlichen Schätze zu erkennen und zu bewahren“.

Als Kommunalpolitiker sahen sich alle drei gefordert, hilfreiche Rahmenbedingungen zu schaffen, um sich – vor allem beim Bauen und Sanieren – wieder auf naturnahe und menschenfreundliche Entwicklungen zu besinnen.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Sonntag, 16. Februar, täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet. bvd

(10. Februar 2020)

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