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Natur- und Kulturdorf Übersee

Ortsvorstand diskutiert Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur

Auf der letzten Vorstandssitzung des Ortsverbandes von BÜNDNIS90/DIEGRÜNEN stellte Gemeinderat Anton Stefanutti Grundsätze für die Entwicklung des Tourismus in Übersee vor.

Durch seine Lage am Chiemsee und vor den Bergen sei Übersee geeignet für einen naturnahen und umweltverträglichen Tourismus. Deswegen sollte man verstärkt auf Wander- und Radtourismus setzen, schlug der Gemeinderat vor. Ein zweites, wichtiges und attraktives Standbein seien die kulturellen Schätze der Gemeinde. Neben dem Exter – Haus, das schon lange über die Region hinaus bekannt ist, haben noch viele andere Künstler in Übersee ihre Spuren hinterlassen, zum Beispiel Willi und Rupprecht Geiger im Künstlerhaus Geiger in der Bax oder der Chiemgauer Maler Walter Lederer. Für kunstinteressierte Gäste sind dies attraktive Ausflugsziele. Auch historische Gebäude und sakrale Denkmäler, die man zum Beispiel mit dem Rad auf dem Kapellenweg erkunden kann, gehören zu den Kulturschätzen der Gemeinde.

Hans Thullner fügte an, dass auch viele Aktivitäten der Trachtenvereine, des Musikvereins und des Theatervereins zum kulturellen Image der Gemeinde beitragen. Nicht vergessen dürfe man das Programm des Freiraums, das dieser seit nun mehr 10 Jahren, vor allem für junge Leute biete, ergänzte Ulrich Genghammer. Auf dieser Basis sei es gut möglich Übersee als Natur- und Kulturdorf zu bewerben, stellte Anton Stefanutti heraus.

Zu einem umweltverträglichen Tourismus gehöre zwingend eine nachhaltige Mobilität, sowohl bei der Anreise als auch vor Ort. Deswegen müsse man unbedingt, die nicht zufriedenstellende Verkehrssituation am Chiemseeufer in den Griff bekommen. Gemeinderätin Margret Winnichner forderte, die Verhandlungen mit der Bahn wieder aufzunehmen, damit der Überseer Bahnhof endlich barrierefrei umgebaut wird. Zu einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr gehöre auch, dass das Bus- und Shuttlesystem im Achental so ausgebaut wird, dass es eine echte Alternative zum Individualverkehr ist. Sinnvoll wäre es ein Verbundfahrkartensystem für Busse und Bahn anzustreben.

In diesem Zusammenhang erinnerte sie daran, dass der sechsspurige Ausbau der A8 noch immer nicht vom Tisch sei und der Ortsverband der Grünen, wie viele Anlieger an der Autobahn, diesen ablehnen, um unsere Landschaft zu erhalten. Für den Tourismus vor Ort bringe dieser keine Vorteile, im Gegenteil: er bringe Belastungen für den Ort und zerstöre die Landschaft.

Anton Stefanutti brachte noch den Tourismus als Wirtschaftsfaktor in die Diskussion ein. Der Tourismus sei für die Gemeinde wichtig. Er bringe Arbeitsplätze, erhöhe die Einkommen der Bürgerinnen und Bürger und stelle eine nicht unerhebliche Wertschöpfung für das Gewerbe dar. Einig waren sich die Anwesenden dahingehend, das die touristischen Einrichtungen und Angebote sowohl den Gästen als auch in gleicher Weise den Einheimischen dienen müssen. Ulrich Genghammer

 

(24. Juni 2019)

Der Ortsverband Übersee stellt sich vor.
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